In den letzten Tagen wurde breit über eine Studie diskutiert, die den Transfetten neben Ihrer gesundheitsschädigenden Wirkung auch noch den schwarzen Peter für Depressionen zuschiebt. Dabei gibt es für Produkte, die gewöhnlich derartig ungesund konsumiert werden, durchaus gute und appetitliche Kochmethoden.

Transfette, genaugenommen die Transfettsäuren sind in gehärteten Fetten enthalten. Sie entstehen in hocherhitzten ungesättigten Fetten, zB beim frittieren.

Der menschliche Körper schafft es nicht,  Transfette von den lebensnotwendigen, essentiellen Fetten zu unterscheiden. Die Transfettsäuren stören die Grundfunktionen der Zellen.Deswegen werden Transfette auch mit den verschiedensten Problemen in Verbindung gebracht, da sie im ganzenKörper grundlegende Stoffwechselvorgänge stören. Sie werden mit koronaren Erkrankungen, Hirnschlägen, Depressionen und Diabetes Typ II in Verbindung gebracht.

Seit Herbst 2009 gibt es in Österreich ein Gesetz, daß eine maximale Höhe von Transfettanteilen reguliert, in den meisten industriell gefertigten Produkten sind Transfette allerdings weiterhin zu finden. Besonders hohe Anteile findet man besonders bei Pommes in Fast Food-Läden, zumeist aber auch bei vorgebackenen Backrohr Pommes.

Fein geschnippelt und olivenölig benetzt landen diese Fritten im BackrohrKartoffel an sich sind aber ein sehr gesundes Lebensmittel, und mit einigen Tricks kann man auch recht bekömmliche Pommes Frittes zaubern, ohne eine Friteuse anwerfen zu müssen. Bis dato habe ich dazu Kartoffel in kleine Stücke geschnitten und mit nur ganz wenig gewürztem Olivenöl benetzt für cirka 15 Minuten im Backrohr finalisiert.

Nun hat mir aber die freundlichen Menschen von Philipps ein Gerät geborgt, mit dem Pommes Frittes besonders gelungen, aber auch hier fast ohne Fett hergestellt werden können: Der Airfryer. Daß der Hersteller sein patentiertes Heißluftsystem “Rapid” nennt, verzeihe ich den Holländern, denn immerhin soll man mit diesem System bis zu 80 % Fett einsparen, will man herkömmliche Pommes kredenzen.

Dafür habe ich aber auch gleich mein Backrohr in den Konkurrenzkampf geschickt und zweierlei Pommes mit unterschiedlichen Lebensbaum-Gewürzen aus dem Bio-Regal geschnitzt.

Genauso wie mein Backrohr, muss auch der Airfryer auf 180° Celsius vorgeheizt werden. In den Korb, der wie das ganze Gerät sehr leicht zu hantieren ist passen an die 800 g Pommes, das ist etwas weniger als ich auf ein Backblech bringe. Aber als Beilage für eine vier- bis fünfköpfige Familie durchaus ausreichend.

Backrohrfritten, Gemüse und die neuen Pommes aus dem Airfryer (v.l.n.r.)

Während man bei einer gewöhnlichen Fritteuse nach kurzer Zeit nicht am penetranten Fettgestank vorbeikommt, so ist der Airfryer nicht zu überhören. Hier hat wieder mein Backrohr einen Pluspunkt gesammelt. Das Resultat beider Pommes-Variationen war durchaus ansprechend. Die geschnitzten Kartoffel im Airfryer waren sogar schon etwas eher fertig und haben tatsächlich eine knackige, appetitliche Farbe aufgesetzt. Die mediterranen Gewürze bzw der Rosmarin haben dazu auch Ihre Note beigetragen.

Das Gerät ist übrigens allereinfachst zu reinigen und mit ein bisschen Wasserspülen und Küchentuch wischen ist das sogleich getan.

Wer bis dato gerne frittierte, dem wird der Airfryer ein guter, gesunder Gefährte sein. Vorausgesetzt, man ist bereit, dem Elektromarkt seines Vertrauens dafür 249 Euronen rüberzuschieben und findet in einer Küchenecke den entsprechenden Platz. Für mein persönliches Pommes-Aufkommen wird es aber auch in Zukunft das Backrohr tun. Insbesondere, als ich bei gleichem Energieaufkommen daneben gleich in Backpapier gewickelt mein mediteranes Gemüse mitschmoren kann. Mahlzeit.