Gestern war also mein 12.Nuller. Der 12.Tag innerhalb von 25 Tagen, an denen ich absolut nichts gegessen habe. Energieaufnahme an diesen Tagen 0 (=Null) Kalorien. Die Waage verrät mir ein Minus von 9 kg in diesen 25 Tagen (inklusive Weihnachtsfeiertage und Silvester…). Voraussichtlich werde ich mein Ziel von 10 kg im ersten Monat also erreichen.

Meine Handyapp, die mit der CRANE Diagnosewaage verbunden ist und die Veränderungen (auch von Körperfett, Wasseranteil etc) aufzeichnen sollte, funktioniert weiterhin nicht, weil sie mir die Zahlen nicht glaubt. Blödes Elektronikding! Gestern Abend waren wir im Kino. “Wie auf Erden”, die Fortsetzung des schwedischen Films “Wie im Himmel”. Soviel wie ich weinen musste, konnte ich gestern gar nicht trinken, glaub ich. Großteils ob des Filmes, die Qualität im Wiener Top-Kino war auch das mieseste, was ich seit langem erlebt habe. Klar mag ich Retro-Kinos und finde den Charme alter Kinosäle toll, vor allem wenn sie noch als Programmkino dienen. Allerdings blieb der Film zweimal hängen, was den Flow eines solchen Schinkens schon ziemlich bremst. Und ausserdem dient der kleine Saal, oder sagen wir Raum, im Top-Kino offensichtlich auch als Abluft für die Küche. Und da die Gastronomie dort immer mehr Gäste als das Kino hat, war uns der Filmgenuss über 120 m durch den Geruch von gebratenem Huhn verdorben. Meiner Frau als Vegetarierin und mir als “Nichtesser”. Zum Weinen eigentlich, genauso wie der Film, den ich aber liebte.

Was mir an diesen Nullern diesmal aber besonders auffällt. Ich friere viel leichter und habe abends immer kalte Hände und Füsse. Nach dem Kino sind wir zu Fuss von der Rahlgasse zum Matzleinsdorfer Platz spaziert, an solchen Tagen ohne Energiezufuhr habe ich immer viel mehr Energie als an “essenden” Tagen. Komisch eigentlich.

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Trotzdem freue ich mich an jedem Nuller abends im Bett schon auf das Frühstück am kommenden Tag. Und nach etwa 36 Stunden ohne Nahrungsaufnahme gönne ich mir dann ein wirklich schönes Frühstück wie heute morgen. Mit Ei und frisch gepresstem Orangensaft.

Nebenbei sei auch erwähnt, daß man sich mit 10in2 natürlich auch ganz schön viel Geld spart. Also nicht nur Zeit und Nerven, sondern tatsächlich auch viel weniger Geld ausgiebt. Für Menschen wie mich, die gerne und regelmäßig auch auswärts essen bzw  in der Firma an den Bestellungen bei irgendwelchen Zustelldiensten partizipieren, kommt da in einem Monat ganz schön was zusammen. An die € 200 werden das schon sein! Das Sparschwein jubelt.

Der Vorsatz ist da. Und die Idee “Wie” auch. Ab heute wird wieder mal Kalorien gezählt. Denn so, wie in den letzten Tagen kann es nicht weitergehen.

Generell bin ich ja kein grosser Freund von Kalorienzählen. Von totaler Kalorienreduktion auf ein Mindestmass halte ich schon gar nichts, das rächt sich bereits nach kurzer Zeit mit Heisshunger etc. Und da spreche ich aus Erfahrung, ehrlich. Ausserdem weiss ich durch das Studium vieler Bücher, insbesondere der Montignac-Methode, dass es oftmals eher auf die Zusammensetztung der kcal und nicht nur auf deren Menge ankommt.

Allerdings hilft mir das Kalorienzählen, einen Überblick zu behalten. Und es motiviert selber frisch zu kochen. Und haltet von dem einen oder anderen Snack zwischendurch ab. Denn da weiss man ja oft die kcal-Zahl nicht. Dazu habe ich mir eine Tabelle gemacht, die am Computer direkt am Küchenpult bereitsteht. Ich wiege alles ab und trage es in die Tabelle ein und sehe sofort den Brennwert.

Kalorientabelle

Wenn neue Lebensmittel dazukommen, mit denen ich koche, wird einfach eine Zeile mit den entsprechenden Formeln und Werten (aus dem Internet) ergänzt. Diese Aufstellung hat mir auch vieles klarer gemacht und half mir sinnvoll, die Kohlehydrate auf das notwendigste zu reduzieren. Während anfangs bei mir der Anteil der Haferflocken am morgentlichen Obstbrei noch sehr hoch war, und damit den Brennwert der Gesamtmahlzeit auf fast 700 kcal hochschraubte, ist heute der Anteil von Obst viel höher und die Getreideflocken maximal 70 g. Selbiger Effekt ist auch bei Nudelgerichten aufgetreten. War es zuvor ein Nudelberg mit ein bisserl Sugl und Parmesan on top, so verhält sich dies mittlerweile umgekehrt. Auch die Brotschnitten sind dünner geworden, während ich an gesunden Belag (Aufstriche, Gemüse) keineswegs spare.

Der Obstbrei, mit Leinsamen getopptMein heutiger Obstbrei hatte in etwa 450 kcal und setzte sich aus einem kleinen Apfel, viel Weintrauben und einer Kiwi, sowie Haferflocken und Wasser zusammen. Die Trauben machten das ganze recht süss. Ich koche zuerst immer eine kleine Menge an Wasser mit den Apfelstücken, gebe nach 3 Minuten die Weintrauben dazu. Und erst nachdem ich die Haferflocken ins abkühlende Wasser einrühre kommen die weichen, sensiblen Obstsorten wie zB Beeren, Kiwi oder Ananas dazu, die nicht umbedingt gekocht werden sollten. Und … sehr sehr lecker ware es !

Das Frühstück ist für mich die wichtigste Mahlzeit geworden. Alles andere lässt sich verschieben, kompensieren oder manchmal gar streichen. Aber der energiereiche Start in den Tag ist für mich unerlässlich.

Frühstück hatte immer schon eine grosse Bedeutung. Die Zeit habe ich mir genommen und da hab ich an nichts gespart. Lange Zeit wurde täglich eine Avocado mit Tomaten und Gewürzen gemischt, auf Semmeln/Brötchen geschmiert und das Glas frisch gepressten Orangensaft neben der grossen Schale Filterkaffee war Standard. Natürlich war auch Butter und Käse dabei. Also eigentlich gar nicht so schlecht. Trotzdem hat sich in den letzten Monaten einiges geändert.

Meine Freundin Madeleine hat mich mit einem Buchgeschenk auf die chinesische Lehre der Fünf Elemente Küche gebracht. Ich habe mich mit den verschiedenen Stoffwechseltypen beschäftigt und herausgefunden, was mir gut tun sollte. Natürlich auch prompt geteste – und na bumm – es hat gewirkt: Warmer Brei am Morgen ! Vor wenigen Wochen hätte ich mir das gar nicht vorstellen können. Es hat mich immer schon gewundert wie zum Beispiel mein Kollege zum Frühstück im Büro eine warme Suppe essen kann. Igitt ! Heute verstehe ich es. Und ich brauche es. Und ich mag gar nicht mehr darauf verzichten. Es tut mir gut und es gibt mir wahnsinnig viel Energie. Das spür ich.

Mein Porridge am Morgen ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Ich variiere täglich mit Obst und Kornflocken. Ausnahmslos verarbeite ich aber immer 3 verschiedene Obstsorten, die Basis ist täglich ein ganzer Apfel. Wenig heisses Wasser wird aufgesetzt und der kleingeschnittene Apfel (natürlich mit Schale) wird einige Minuten gekocht, dann schneide ich immer ein zweites Obst nach Saison (am liebsten süsse Weintrauben) dazu.  Nach insgesamt cirka 5 Minuten nehme ich das ganze von der Hitze, giesse das meiste Wasser ab und verrühre den Rest mit 2-3 Esslöffeln feinen Haferflocken und/oder Hirse- bzw Dinkelflocken aus dem Bioregal. Am Schluss kommen dann noch die frischen Früchte dazu, die geschmacklich nicht gekocht werden sollten bzw kaum Hitze brauche, wie Erdbeeren oder Banane. Zumeist ist bei den Früchten ein hoher Fructose-Anteil, so daß ich das ganze in keiner Weise süssen muss. Wenn das Obst etwas säuerlich tendiert ergänze ich mein Porridge manchmal mit einem Tropfen flüssigem Stevia, der für mich besten und natürlich gesündesten, kalorienfreien Süssungsmethode.

Und als ob das nicht jetzt schon vor wohlschmeckender Energie- und Gesundheit strotzt werf ich zu guter Letzt noch ein paar getrocknete Aronjas und einen Teelöffel Leinsamen dazu. Da sagen die Nieren und Verdauung ganz laut DANKE. By the way sei ergänzt, daß so ein Brei je nach Menge der beigemischten Flocken auch bis zu 500 kcal haben kann.