Bereits 2006 gab ich eine kleine Vorstellung zum Thema Abnehmen. In der Österreichischen Reality Soap DU BIST WAS DU ISST, quasi einer Art Freakshow für Dicke, hab ich in 10 Drehwochen gewaltig abgenommen.

So hat es am 19. Juli 2006 begonnen:

Vorab sei mal erwähnt: Ich ernähre mich nicht vegetarisch. Aber es ist mir klar, daß Fleisch essen zu einem grossen Problem geworden ist. Und ich möchte es eigentlich meiden. Nicht immer gelingt es.

“Nichts wird die Gesundheit des Menschen und die Chancen auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.” (Albert Einstein)

Es wird so um mein neunzehntes Lebensjahr gewesen sein, als ich in der damals wirklich noch guten Zeitschrift WIENER einen Artikel über das Buch “10 Gründe, warum ich kein Fleisch mehr esse” von Volker Eilis Pilgrim gelesen habe. Es machte mich irgendwie neugierig und ich kaufte mir das Teil. Der Inhalt hat mich so ergriffen und mitgerissen, daß ich die Vorteile der fleischlosen Ernährung selber an mir austesten wollte.

Der deutsche Author schrieb über seine Beweggründe auf Fleisch zu verzichten und die vielen positiven Auswirkungen auf sein Bewusstsein und die Gesundheit, insbesondere die Leistungsfähigkeit. Ungern erinnert sich meine Umgebung an diese Zeit, denn ich praktizierte den Fleischverzicht nicht nur an mir selbst, sondern versuchte in prophetischer Art und Weise allen meinen Zeitgenossen den Verzehr desselben Leid zu machen.

Immer seltener wird der Appetit auf SchweinsschnitzelZu dieser Zeit betrieb ich intensiv Sport. Meine Ausdauer und Kraft wurde in kürzester Zeit gesteigert, ich verlor an Gewicht (Fett) und konnte traumhaft gut schlafen. Meine Haut wurde besser und ich steigerte meine sexuelle Aktivität. Sogar meine Fäkalien haben weniger gestunken. Ich war begeistert. Über einen Zeitraum von ungefähr 16 Monaten verzichtete ich damals komplett auf Fleisch und stellte mich dazu jeder Diskussion.

Erst als ich in das Berufsleben eingetreten bin und den größten Teil meiner Zeit in einem Bürohaus mit traditionellem Mittagstisch und “Wurstsemmel”-Kantine verbrachte, begann ich wieder langsam Fleisch zu essen.

Seit diesem Zeitpunkt aber zumeist mit schlechtem Gewissen. Und wenn ich mich für Fleisch entschieden habe, dann (mit Ausnahme des abgebildeten Wiener Schnitzels) kein Schwein. Sogar als Kandidat der Sendung “Du bist was du isst” wurde ich von der moderierenden Ernährungsberaterin gelobt, daß ich hier fast nur die weniger bedenklichen Varianten (damit mein ich weniger bedenklich für MEINE Gesundheit) zu mir genommen habe, wie Hühnerfleisch oder Rindersteak.

Aber ich möchte den Fleischverzehr auch jetzt wieder auf ein Minimum reduzieren.