Heute morgen fand ein weiterer Dreh für die Doku-Serie “Weg vom Fleisch” im Rahmen der ORF Sendung “Heute Konkret” statt. Im Rudolfinerhaus in Wien/Döbling analysierte die zuständige Diätologin Maddalena meinen Ernährungsplan der letzten zwei Wochen und gab mir wertvolle Tipps. In erster Linie geht es bei meinem Essverhalten um die Reduzierung der Portionsgrössen und um Vermeidung von sinnlosen Dingen. Für letzteres ist aber wohl eher ein Psychologe, denn ein Ernährungsberater zuständig.

In dem Zusammenhang wurde (wahrscheinlich von einer Schar an Haubenköchen) ein Menü gekocht, daß die ideale Zusammensetzung und Kalorienanzahl für einen Tagesspeiseplan haben sollte. Das sah für mich sehr viel aus:

Eigentlich nicht schlecht, konnte ich zudem kaum glauben, daß all dies in Summe nur 1500 kcal haben soll. Für mich selber passen da einige Dinge aber nicht. In der Früh würde ich diesen Magerquarkaufstrich durch ein veganes Produkt von Hiel (Orientalischer Aufstrich oder ähnliches) ersetzen und 4 Scheiben Brot würde ich wohl auch nicht essen. Da könnte ich mir eventuell etwas für die erste Jause aufheben.

Generell wäre ja auch zu sagen, daß nach Diagnose des Ernährungsmediziners Dr.Widhalm, mein Körper einen Ruheumsatz von 2900 kcal hat. Ruheumsatz heisst: Soviel Energie benötigt mein Körper zur Aufrechterhaltung des Betriebs bei quasi Nichtbetrieb (also in Ruhelage ohne Bewegung). Er meinte, ich sollte einfach 300 kcal weniger pro Tag essen und mehr Bewegung machen! Wieso also nur 1500 kcal pro Tag essen. Da würde ich wohl viel zu schnell abnehmen.

Übrigens: Zur Jause würde ich dann aber definitiv Obste essen. Das fehlt mir hier gänzlich. Mir wurde zwar verständlich gemacht, daß die bisherige Menge an Obst zum Frühstück (1 Apfel, 1 Banane und einige Weintrauben oder Trockenobst in meinem Porridge) viel zu viel Zucker hat, aber darauf ganz verzichten? Ein Apfel am Tag sollte schon sein.

Das tut übrigens auch unseren Kindern gut. Wenn ich die morgendlichen Schlangen vor dem McDoof in Liesing sehe, dann sollte wirklich viel getan werden, damit ich die Kleinen in der Schule besser ernähren. Eine feine Aktion finde ich daher die Verteilung von 50.000 Äpfeln an Wiener Schulen durch Ja!Natürlich, der österreichischen Bio-Marke des REWE-Konzerns.

Und falls Ja!NAtürlich Chefin Martina Hörmer bei euch persönlich nicht vorbeigeschaut hat: Holt euch einfach irgendwo einen heimischen BioApfel und rundet euer gesundes Tagesmenü (siehe Bild oben) damit ab. Mahlzeit!

 

 

 

Regen, Nieseln, Wolken. So war der Juni 2012 bis gestern. Nun aber – plötzlich von gestern auf heute – wurde Sommer. Kein Wölkchen ziert den Himmel und das Thermometer wandert fast an die 30°C. Endlich mal Zeit für Eis!

Aber da bin ich wählerisch. Ich mag die Frucht im Eis. Mag den natürlichen Geschmack erkennen – pur und ohne jegliche Hilfsmittel. Achja, allzu süss und fett sollte es halt auch nicht sein. Da bleiben mir nicht viel Alternativen. Und wie sooft bedeutet das für mich: Selbermachen. Denn nur bei Speisen, die ich selber zubereite, kann ich kontrollieren, was dann wirklich drinnen ist. Im Kühlschrank (als Schutz vor den Fruchtfliegen) hatte ich noch den Rest von burgenländischen Erdbeeren, die ich vor wenigen Tagen beim Berber am Naschmarkt erstanden habe.

Genau so kleingeschnitten stelle ich die Beeren für längere Zeit in den Tiefkühler, bis sie so richtig hart gefroren sind. Heute hab ich das nach dem Frühstück erledigt und bin dann zum Annahof für meine Wochenendeinkäufe gefahren. Heimgekommen, also vielleicht 90 Minuten später, hatten die Früchte die richtige Konsistenz.

Mit etwas mehr als 120 g Biojoghurt und ein paar Tropfen Stevia lass ich dann den Pürierstab ran. Die ersten Sekunden mutet der Sound eher einer Zahnarztpraxis an, die Angst steht im Raum, die scharfe Kante des Pürierers zerbricht an den hartgefrorenen Erdbeeren. Aber binnen 40 Sekunden entwickelt sich die Masse zu einer  fruchtigen Eiscreme, die den Vergleich mit konventionellem Saloneis nicht zu scheuen braucht.

In den letzten beiden Jahren habe ich immer mehr Abstand von Südfrüchten genommen und bemühe mich untertags nur noch mit heimischen Obst zu versorgen. Ausnahme ist weiterhin mein Morgenporridge. Dort dienen im Winter so exotische Früchte wie Ananas oder Banane zum Süssen.

Eigentlich bemühe ich mich redlich, daß mein Obst und Gemüse nicht so weit reisen muss. Und beim Obst war es bisher auf wenige Sorten und Anlässe beschränkt. Seit wenigen Tagen aber bin ich den Datteln verfallen. Sie sind für mich der ideale süsse Snack zwischendurch.

Bis vor kurzem habe ich diese Früchte, gemeinsam mit den Feigen, als lästiges Beiwerk in Nikolaus-Säckchen für Kinder gesehen. In den eigenen Erinnerungen ist das irgendwie auch so abgespeichert. Damals als Kind wäre mir glaube ich auch noch viel mehr Schokolade lieb gewesen, statt den Erdnüssen, Datteln und Feigen. Irgendwer hat das dann aber doch gegessen – allerdings mit Sicherheit nicht ich.

Nun ist aber so ein Päckchen in der Küche herumgelegen und ich habe einfach mal so probiert. Lecker war das. Und mein Weg führte mich die nächsten Minuten immer öfters dort in der Küche vorbei. Und kaum war eine Stunde vergangen, war die Packung auch leer. Meine ersten Recherchen im Netz ergaben einen frappant niedrigen Kaloriengehalt, das war aber nur ein Irrtum. Da läßt sich manchereiner von Stück bzw 100 g Angaben verunsichern. Eine Dattel (also eine Frucht) hat so an die 16 kcal, für 100 g schlägt der Energiewert dieser getrockneten exotischen Frucht mit ca 280 kcal zu Buche, oder besser gesagt zu Bauche.

Die Dattelpalme stammt ursprünglich aus dem Iran. Früchte, die in unseren Breitengraden vermarktet werden, kommen vornehmlich aus Nordafrika. Da ich gehört habe, daß sehr viele Früchte mit Glukosesirup überzogen werden, greife ich wie in sovielen anderen Fällen hier ausnahmslos zu Bio-Qualität.

Und als Snack für unterwegs sind getrocknete Datteln einfach super. Sie geben dem körper sehr schnell die erforderliche Energie und sind ein natürlicher Kraftspender. Auch für Leistungssportler sehr zu empfehlen. Aber wie bei sovielen anderen Sachen auch, muss ich mich mäßigen. Ich laufe Gefahr, gleich viel zu viel davon zu essen.

 

Bis gestern hab ich meine üblichen Teigwarenportionen wie gewohnt in weiten Töpfen mit ganz viel Salzwasser gekocht. Aber dann hab ich Elisabeth Schweiger getroffen. Ein Besuch am Hirschbacher Biohühnerhof:

Gemeinsam mit Friederike Schneider vom Genussladen Schneebergland in Bad Fischau hab ich mir gestern einige Ihrer Lieferbetriebe angesehen. Es ist immer interessant für den Konsumenten zu sehen, wo seine Bio-Produkte herkommen. Und warum uns der Mehrpreis zu konventionellen landwirtschaftlichen Produkten etwas wert sein muss. Neben einem Biohof für Schaf- und Ziegenkäse in Schwarzau am Gebirge haben wir uns noch einen Bauernhof für Biofleisch von Ochsen, Enten und Gänsen sowie den Hirschbacher Hühnerhof von Elisabeth Schweiger angesehen.

Einmal im Jahr werden die Hühner ausgetauscht und gerade gestern waren gar keine zu Hause. Der neue Schwung von 1000 Legehühnern, die in den nächsten 12 Monaten hier für frische Bio-Eier sorgen war gerade am Weg nach Schwarzau. Im Vergleich zu konventionell aufgezogenen Hühnern kostet ein Bio-Huhn der Bäuerin heute fast das doppelte. Es gibt keine Fleischart, bei der Bio-Aufzucht so teuer kommt wie bei Geflügel. Die Eier verkauft Familie Schweiger ab Hof an die regionale Gastronomie und Privathaushalte, die Nachfrage ist gross. Einen Teil der Bio-Eier verarbeitet Elisabeth Schweiger in Ihrer Nudelküche jedoch selber. Was dabei herauskommt, sind exklusive Teigwarenspezialitäten, die ich am Hof gleich verkosten durfte. Dazu hat Elisabeth Bärlauch in den Teig gemischt, der wild hinter Ihrem Hof wächst.

Ganz neue aber war für mich die Art der Zubereitung, und der Geschmack der “al dente” gekochten Bärlauchnudeln hat für sich gesprochen: Sie hat die Nudeln mit nur wenig Wasser in der Pfanne gekocht, dh etwa 1,5 liter Wasser auf eine Packung von 330 g Bio-Nudeln. Beim herkömmlichen Nudelkochen werden wertvolle Nährstoffe mit dem Nudelwasser ausgeschüttet, während beim “Nudel kochen in der Pfanne” die Nährstoffe und der Geschmack voll erhalten bleiben. Besonders zu beachten ist dies natürlich bei den verschiedenen Gewürz- und Kräuternudeln.

Ich hab mir dann ein paar Packungen eingekauft, eine nette Auswahl an Bärlauch-, Pilz- und Rotweinteigwaren (letztere natürlich zum Verschenken). Und weil das so gut war hab ich natürlich abends auch gleich nochmal Bärlauchnudeln die Pfanne gehauen. Anders werd ich Nudeln jetzt nie wieder kochen. Ein heisser Tipp (der mir ja auch bei 35°C im Schatten gegeben wurde) und dafür auch Dank an Elisabeth Schweiger ! Mahlzeit

 

Das Frühstück ist für mich die wichtigste Mahlzeit geworden. Alles andere lässt sich verschieben, kompensieren oder manchmal gar streichen. Aber der energiereiche Start in den Tag ist für mich unerlässlich.

Frühstück hatte immer schon eine grosse Bedeutung. Die Zeit habe ich mir genommen und da hab ich an nichts gespart. Lange Zeit wurde täglich eine Avocado mit Tomaten und Gewürzen gemischt, auf Semmeln/Brötchen geschmiert und das Glas frisch gepressten Orangensaft neben der grossen Schale Filterkaffee war Standard. Natürlich war auch Butter und Käse dabei. Also eigentlich gar nicht so schlecht. Trotzdem hat sich in den letzten Monaten einiges geändert.

Meine Freundin Madeleine hat mich mit einem Buchgeschenk auf die chinesische Lehre der Fünf Elemente Küche gebracht. Ich habe mich mit den verschiedenen Stoffwechseltypen beschäftigt und herausgefunden, was mir gut tun sollte. Natürlich auch prompt geteste – und na bumm – es hat gewirkt: Warmer Brei am Morgen ! Vor wenigen Wochen hätte ich mir das gar nicht vorstellen können. Es hat mich immer schon gewundert wie zum Beispiel mein Kollege zum Frühstück im Büro eine warme Suppe essen kann. Igitt ! Heute verstehe ich es. Und ich brauche es. Und ich mag gar nicht mehr darauf verzichten. Es tut mir gut und es gibt mir wahnsinnig viel Energie. Das spür ich.

Mein Porridge am Morgen ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Ich variiere täglich mit Obst und Kornflocken. Ausnahmslos verarbeite ich aber immer 3 verschiedene Obstsorten, die Basis ist täglich ein ganzer Apfel. Wenig heisses Wasser wird aufgesetzt und der kleingeschnittene Apfel (natürlich mit Schale) wird einige Minuten gekocht, dann schneide ich immer ein zweites Obst nach Saison (am liebsten süsse Weintrauben) dazu.  Nach insgesamt cirka 5 Minuten nehme ich das ganze von der Hitze, giesse das meiste Wasser ab und verrühre den Rest mit 2-3 Esslöffeln feinen Haferflocken und/oder Hirse- bzw Dinkelflocken aus dem Bioregal. Am Schluss kommen dann noch die frischen Früchte dazu, die geschmacklich nicht gekocht werden sollten bzw kaum Hitze brauche, wie Erdbeeren oder Banane. Zumeist ist bei den Früchten ein hoher Fructose-Anteil, so daß ich das ganze in keiner Weise süssen muss. Wenn das Obst etwas säuerlich tendiert ergänze ich mein Porridge manchmal mit einem Tropfen flüssigem Stevia, der für mich besten und natürlich gesündesten, kalorienfreien Süssungsmethode.

Und als ob das nicht jetzt schon vor wohlschmeckender Energie- und Gesundheit strotzt werf ich zu guter Letzt noch ein paar getrocknete Aronjas und einen Teelöffel Leinsamen dazu. Da sagen die Nieren und Verdauung ganz laut DANKE. By the way sei ergänzt, daß so ein Brei je nach Menge der beigemischten Flocken auch bis zu 500 kcal haben kann.