Einige sehr intensive Messetage in Salzburg haben meinen Weg wieder unterbrochen. Aber was will man tun, wenn sich eine Messe schon CULINARIA – The Foodstock Festival nennt.

Nun gut, ich hab mich auch darauf gefreut. Die besten Foodtrucks sollten vor Ort sein, viele regionale Produzenten mit ihren innovativen Spezialitäten und auch eine Vielzahl an Bioprodukten. Ich selber durfte mit dem Craft Bier Fest den Teil der Bierkultur kuratieren. Dazu waren wir auch gleich zum Start zur Pressekonferenz gebeten.

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Dass ich an diesen 5 Tagen – inklusive Auf- und Abbau wohl mein Intermittierendes Fasten nicht aufrechterhalten konnte, war mir klar. Manchmal muss man auch Pause machen. Diese Pause hatte es aber besonders in sich. So zum Beispiel hatte man bereits am ersten Abend, der nur ein ComeTogether der Veranstalter und der Aussteller war, für uns gegrillt.

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Es war natürlich übercool, am nächsten Morgen in einem Traumhotel direkt an der Salzach aufzuwachen und einen wunderschönen Ausblick über Salzburg zu haben.

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Aber die Tage auf der Messe waren sehr heiss. Trotzdem die Veranstalter ob der hohen Temperaturen über vergleichsweise wenig Gäste klagen mussten und ein Gros der Aussteller dadurch sehr unzufrieden wurden, ist Bier geflossen. Sagen wir, man musste sich darüber hinwegtrösten. Und ich habe mich diese Tage viel getröstet.

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Auch abends dann noch auf der Terrasse mit Blick auf die Salzach bei einem guten Glas Wein. Gut, auch das sei mir ab und an vergönnt. Aber über all die Tage hat es sich summiert und summa summarum hab ich wohl mehr getrunken als gegessen. ..wollen wir mal die Hitze als Ausrede verwenden, denn natürlich schwitze ich ja auch wie Sau:)

Aber daheim hab ich schnell wieder meinen Rhythmus gefunden. Dienstag ging es wieder los mit einem NULLER (=Null Kalorien für etwa 36 Stunden), die Aquagymnastik und das anschliessende Schwimmen haben mir sehr gut getan. Werde das nun zweimal wöchentlich machen. Gestern Donnerstags wieder ein sehr intensiver Tag mit viel Arbeit, bisserl Politik und einem langen entspannten Abend an der Liesing. In etwas so: Zwei Stunden in den aufsteigenden und leuchtenden Mond schauen, der in der nächsten Nacht ja zum Vollmond wird. Und den NULLER wieder mit viel Wasser problemlos geschafft. Am Heimweg bin ich noch an einem Eissalon vorbeigekommen – Blick nach vorne, ja nicht hinschauen, da musst du jetzt durch-> geschafft.

Umso schöner war heute das Frühstück, bei dem ich endlich die Salami kosten konnte, die ich auf der CULINARIA erstanden habe. Mahlzeit!

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Andere Menschen jammerten nach ihrer Heimkehr immer vom übermäßigen Essen und von den dazugekommenen Kilos im Urlaub. Das war für mich bis jetzt noch selten ein Problem. Und heuer?

Viele Menschen essen im Urlaub gleich viel mehr als daheim. Weil es eben dieses zumindest aus quantitativen Aspekten gute All-You-Can-Eat Buffet gibt, oder weil man viel später am Abend noch isst und so weiter und so fort. Nachdem ich aber ohnehin auch zu Hause recht viel gegessen habe, hat sich die Veränderung im Urlaub nie zu Buche dh zur Waage geschlagen. Im Gegenteil: Durch kontrolliertere und geregeltere Essenszeiten und insbesondere viel mehr Bewegung habe ich zu Urlaubszeiten zumeist abgenommen. Und auch in diesem Jahr war es so, trotz wahrlich schwerwiegender Prüfungen:

Begonnen hat es im Biohotel Ulrichshof im bayrischen Wald. Ein Paradies für Familien mit Babies und Kleinkindern. Und ein Paradies für Schlemmer, insbesondere Freunde der deftigen Kost. Natürlich war hier alles biologisch – aber die Tatsache, daß mein Schweinebraten von einem glücklichen Schwein stammte und der Käsekuchen aus Biosahne fabriziert wurde, heisst halt noch lange nicht, daß man davon nicht runder wird. Und weil das ganze noch frei portionierbar von einem üppigen Buffet kam, hab ich mit Sicherheit mehr gegessen, als ich es normal gewohnt bin. Wie auch beim Kuchenbuffet am Nachmittag (siehe Bild).

Aber der Ulrichshof ist eben ein Kinderhotel – und das heisst nicht, daß hier nur die Kinder herumtollen. Erstens hatte ich genug damit zu tun, meinem Sohn nachzuhirschen und all seine Unternehmungen mitzumachen (Irgendwer muss das Pony ja führen, oder mit dem Kleinen auf die Wasserrutsche). Und zweitens hab ich alle Momente, in denen die Kinder in Gruppen beschäftigt waren (Piratenfest, Kinderdisco usw) genutzt um Sport zu machen. Schwimmen, Tennis und Radfahren – Und wer schon mal durch den bayrischen Wald geradelt ist, der weiss wie hügelig es dort werden kann.

Die zweite Hälfte des Urlaubs fand dann in Oberfranken statt, einer Region die auch nicht gerade für Gemüseküche oder gesunde Salate bekannt wurde. Und mittendrin war ich auf einer Hochzeit geladen. Auch dort war ich in der Schlange zum Schnitzel- und Bratenbuffet wieder in vorderster Position dabei:

Der Vorabend der Hochzeit wurde in einem Biergarten zelebriert und der Tag danach wurde (zumindest von mir) dazu genutzt, die Kuchenreste verschwinden zu lassen. Alles in allem auch nicht unbedingt der Klassiker für Abnehmwillige!

Aber auch hier bin ich öfters in die Radpedale getreten, machte große Spaziergänge oder bin mit meinem Sohn herumgerudert. Es ermangelte also neben gutem Essen auch nicht an Bewegung.

Und so kam es, daß ich nach 11 Tagen Urlaub in Deutschland tatsächlich mit fast 2 kg weniger wieder nach Hause gekommen bin. Leider hab ich diese 2 kg in den restlichen 4 Tagen daheim wieder eingebüßt. Der nächste Urlaub kommt aber bestimmt!

Heute ist es genau 3 Jahre her, daß ich aufhörte, Alkohol zu trinken. So weit, so gut: Aber es gibt immer noch Situationen wo ich alkoholische Getränke vermisse.

Einige Zeit nachdem mein Sohn zur Welt kam, habe ich mich entschlossen, nie wieder Alkohol zu trinken. Ich machte damals alkoholische Getränke zu einem hohen Prozentsatz verantwortlich für mein extrem hohes Gewicht. Nicht zu Unrecht. Und natürlich hatte ich Angst, daß die großen Mengen des Konsums irgendwann auch zu Krankheit oder Abhängigkeit führen würden. Mein Arzt unterstrich diese Vermutung uns so stoppte ich im Juli 2009 für mich den Alkohol.

Es war leichter als ich dachte. Und hatte kaum schwer eingreifenden Verzicht zur Folge. Mir wurde bald bewusst: Es funktioniert für mich sehr leicht ohne Bier, Vodka und Wein. Ich merkte nur deutlich, daß ich einige Verhaltensmuster massiv umstellen muss. Ich fand mittlerweile auch sehr gutes alkoholfreies Bier, daß mir manchmal noch den vermissten Biergeschmack gibt.

Damit trotze ich allerdings der Meinung meines Arztes, der mir empfohlen hat auf alkoholfreie Biere zu verzichten. In Kreisen von Alkoholikern spricht man im Fall von diesen Produkten vom “sanften Rückfall”. Es gibt Menschen, die dann in kurzer Zeit 8-10 Flaschen alkoholfreier Biere trinken! Warum? Auch hinter dem Namen “alkoholfrei” steckt produktionbedingt noch immer eine Restmenge Alkohol, die gesetzlich bis 0,5 Prozent liegen darf. In einigen Ländern Europas, so auch in Spanien, haben Verbraucherschutzorganisationen durchsetzen können, daß diese Produkte gar nicht mehr als alkoholfrei tituliert werden dürfen.

Aber ich glaube ich übertreibe nicht. Mein Maximum an einem Abend verteilt waren einmal 4 Flaschen alkoholfreies Bier. Das entspricht auf vielleicht 2-3 Stunden aufgeteilt dem Alkohol, den man mit einem Pfiff Bier (=0,2 liter) zu sich nimmt. Und natürlich trinke ich auch nicht täglich alkoholfreies Bier, denn schlußendlich geht es in meinem Fall ja auch um Kalorien und – obwohl AF-Bier stark kalorienreduziert ist, und von vielen als gesundes isotonisches Getränk angepriesen wird- hat es noch immer ausreichend Potential zum Dickmacher.

Vor wenigen Tagen hatte ich aber wieder so eine Situation. Entspannende Radtage am ungarischen Plattensee. Große Radrunde am Ufer entlang. Danach etwas Schwimmen und dann das große Abendessen im Ort. Danach zurück in die Ferienwohnung und vom Balkon aus auf den See blicken. Wonach schreit das? Für mich sind das die Momente, wo eine schöne Flasche Wein geöffnet wurde und ruhig und langsam genossen wurde. Was mach ich bloss? Mit Mineralwasser, Saft oder alkoholfreien Bier krieg ich dieses Gefühl nicht. In diesem Fall könnte ich mir noch alkoholfreien Sekt vorstellen. Den hab ich schon mal an Silvester versucht . In solchen Momenten wahrscheinlich ein guter Ersatz. Aber eben gerade nicht zur Hand – den gibt es nur sehr selten zu kaufen! Aber mit Sicherheit noch lange nicht der Genuss, den ich früher mit einem runden, vollen, süssen ungarischen Wein in diesen Momenten hatte.

Aber ein bisserl Verzicht gehört in meiner Situation halt immer noch dazu. Mindestens.

Das ist wahrscheinlich etwas, daß sich kaum jemand vorstellen kann. Insgesamt war ich schon 4 mal am Münchner Oktoberfest. Ein Event, daß unumgänglich mit Bier, Alkohol und Betrunkenen in Verbindung gebracht wird. Und es ist bereits mein zweiter Besuch auf der Wiesn, ohne einen Tropfen Bier zu trinken.

Es sind die ersten Tage meines wohlverdienten Urlaubes. Nach einem beruflichen Abstecher nach Linz, wo ich wunderbare Menschen auf de WearFair-Messe getroffen habe, bin ich nun für zwei Tage in Fürstenfeld-Bruck, einem kleinen Ort ausserhalb Münchens. Es war eigentlich meine Idee, hier bei Bekannten den Urlaub zu starten: Der Ort war am Weg quasi und das Oktoberfest ging dieser Tage in die Zielgerade. Und ich bin gerne dort. Klingt komisch, ist aber so.

Den ersten Abend verbrachten wir auf dem knallvollen Viktualienmarkt und danach mit einem kleinen nächtlichen Streifzug durch München, das ganz im Zeichen der Wiesen stand. Erst am nächsten Tag gingen wir zur Theresienwiese. Genaugenommen kann man sagen, wir liessen uns schieben. Ich war der einzige, der sich dann von uns tatsächlich das heisse Pflaster der Wiesn gab. Schon unter tags (und ja, das ist der einzige Zeitpunkt wo ich es dort mag) war es mehr als nur rammelvoll. Ab der S-Bahnstation gab es nur noch Gedränge und ein Geschiebe.

Ein paar nette Aufnahmen habe ich dann gemacht, zwei Festzelte auch von innen angesehen und zum zweiten Mal in Folge um genau 0 (sprich Null) Euro auf der Wiesn kommuniziert. Ich glaub es waren maximal 15 Minuten am Festgelände, die ich es ausgehalten hab.

Schön war es nachher im Zentrum, im englischen Garten und auf einer kleinen Friedhofstour. Das Abendessen haben wir uns dann aber doch wieder in FFB vor den Toren der Stadt zu Gemüte geführt.