Regen, Nieseln, Wolken. So war der Juni 2012 bis gestern. Nun aber – plötzlich von gestern auf heute – wurde Sommer. Kein Wölkchen ziert den Himmel und das Thermometer wandert fast an die 30°C. Endlich mal Zeit für Eis!

Aber da bin ich wählerisch. Ich mag die Frucht im Eis. Mag den natürlichen Geschmack erkennen – pur und ohne jegliche Hilfsmittel. Achja, allzu süss und fett sollte es halt auch nicht sein. Da bleiben mir nicht viel Alternativen. Und wie sooft bedeutet das für mich: Selbermachen. Denn nur bei Speisen, die ich selber zubereite, kann ich kontrollieren, was dann wirklich drinnen ist. Im Kühlschrank (als Schutz vor den Fruchtfliegen) hatte ich noch den Rest von burgenländischen Erdbeeren, die ich vor wenigen Tagen beim Berber am Naschmarkt erstanden habe.

Genau so kleingeschnitten stelle ich die Beeren für längere Zeit in den Tiefkühler, bis sie so richtig hart gefroren sind. Heute hab ich das nach dem Frühstück erledigt und bin dann zum Annahof für meine Wochenendeinkäufe gefahren. Heimgekommen, also vielleicht 90 Minuten später, hatten die Früchte die richtige Konsistenz.

Mit etwas mehr als 120 g Biojoghurt und ein paar Tropfen Stevia lass ich dann den Pürierstab ran. Die ersten Sekunden mutet der Sound eher einer Zahnarztpraxis an, die Angst steht im Raum, die scharfe Kante des Pürierers zerbricht an den hartgefrorenen Erdbeeren. Aber binnen 40 Sekunden entwickelt sich die Masse zu einer  fruchtigen Eiscreme, die den Vergleich mit konventionellem Saloneis nicht zu scheuen braucht.