Bier ist wohl nicht das richtige Rezept um sich zu halbieren. Da es aber doch einen beträchtlichen Teil zu meiner aktuellen Körperform beigetragen hat, hab ich mal einen anderen Zugang zu diesem Genussmittel gesucht. Und hab mal mit ein paar Freunden selber gebraut.

Wenn man bedenkt, daß es Bier schon bei den alten Ägyptern gegeben haben soll, dann ist die Technik, mit der wir da am letzten Sonntag gearbeitet haben doch schon etwas fortschrittlich, zum Teil sogar digital. Die Ägypter haben wohl altes Brot im Wasser vergessen und nach Tagen oder Wochen soll es dann Bier geworden sein. Mag vielleicht nicht so köstlich geschmeckt haben, wie die Stammsorte beim Lieblingswirt … aber es berauschte auch irgendwie.

Ich habe schon seit Wochen dieses Gerät namens Speidel Braumeister am Balkon stehen, sieht aus wie ein großer Glühweinkocher am Weihnachtsmarkt ist aber bei genauem Hinsehen und Hantieren ein Wunderwuzzi zum Heimbrauen. Das Gerät hab ich mit so einem Starterset (Malzmühle, Gärbottich, Kühlspindel etc) erstanden, die Zutaten im Beer Store Vienna gekauft, dort bekommt man neben Malz, Hopfen und Hefe vor allem auch echt fundierte Beratung.

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Den ersten Teil des Tages verbrachten wir mit Malzschroten (das Gerstenkorn in der Mühle brechen) in der Wohnung und dem Brauvorgang am Balkon. Das dauert mehrere Stunden, bei dem wir natürlich auch viel Zeit hatten, daneben andere Biere zu verkosten, plaudern und sogar ein Quiz zu spielen.

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Am Nachmittag haben wir dann das Bier im Kessel in die Waschküche gebracht, wo es aufgrund der Wasseranschlüsse mit Schläuchen einfacher war, das Bier von einer Kochtemperatur von 75°C auf ca 25°C runterzukühlen. Danach wurde es in den Gärbottich aus Kunststoff umgefüllt und lagert nun für etwa eine Woche im Keller bei ungefähr 18 Grad. Dann fülle ich es in Flaschen und in etwa 3 Wochen wird wohl das erste American Pale Ale aus eigener Produktion verkostet.

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Was aber ganz irre an dieser Sache ist: Wir haben für die Rohstoffe etwa € 19 ausgegeben. Wir haben etwa 8 Stunden Zeit investiert (gut, Arbeit war davon vielleicht 3-4 Stunden, den Rest hat die Maschine alleine erledigt). Und wahrscheinlich schafft man das auch alleine, obgleich es da nicht so viel Spass machen würde. Aber aus dieser Investition an Zeit und Geld werden schlussendlich 18 Liter hausgemachtes Bier herauskommen. Das kann man natürlich nicht mit dem Preis vergleichen, den man im Supermarkt für die gleiche Menge an teilweise sogar gutem Bier ausgibt.

Für mich hebt das nun aber die Wertigkeit für dieses Genussmittel. Es ist immer gut, wenn man weiss, wie so etwas hergestellt wird. Ist irgendwie eine ähnliche Erfahrung wie das erstemal am Feld draussen Radieschen und Tomaten selber zu ziehen. Unglaublich toll. Ich freu mich schon auf das Bier.

Für die Tage ohne Essen habe ich nun das ideale Getränk gefunden. Eine gute Abwandlung meines Sommerklassikers.

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Im Sommer habe ich mir immer schon gerne ein paar kleine Stücke Ingwerwurzel in das Mineralwasser geschnitten. Wenn die Flasche dann einige Stunden im Kühlschrank gestanden ist, dann hat das Wasser ein angenehmes Aroma gehabt. Oder einfach in ein Mineralwasserglas ein paar Blätter Minze. Da kommt schon Geruch beim Ansetzen in die Nase. Der Traum vom Mojito an einem Tag ohne Kalorien und Alkohol.

Nun habe ich aber in einem Forum vom sogenannten “Schrankwasser” gelesen, das in seiner Zusammensetzung den Stoffwechsel stark anregen soll: Und gleich probiert. Ich verwende ja seit Monaten schon den SodaStream Automaten mit den Glasflaschen (fürwahr die beste Invention der letzten Jahre) um mir das Schleppen von Mineralwasserflaschen zu ersparen. Und gerade in der warmen bis heissen Jahreszeit mag ich Kohlensäure in meinen Getränken.

So sprudle ich mir eine Flasche kaltes Wasser auf und schneide dann hinein:  ein paar kleine Stücke Zitrone (ohne Schale), Feldgurkenstücke (natürlich mit Schale!), ein paar kleine Stücke Ingwerwurzel und ein paar Minzeblätter. Nach mindestens einer Stunde hat das Wasser einen sehr angenehmen Geschmack und haltet so zumindest 2 Tage. Die 2 Tage sind theoretisch, denn bei mir ist das schnell weggetrunken. Bei längerer Lagerung dreht der Minzgeschmack etwas ins Negative und wird unangenehm.

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Überhaupt habe ich einige Male herum experimentiert um die für mich ideale Geschmacksbalance zwischen Gurken, Minze und Zitrone zu finden. Dabei hab ich auch einmal alternativ eine Limette versucht, kommt aber geschmacklich nicht so gut in die Balance wie eine Zitrone.

Und was den Stoffwechsel betrifft: Ja, es wirkt! Sehr sogar. Und den Durst stillt es ungemein.

 

 

Am kommenden Sonntag darf ich als DJ ein Damenfussballturnier beschallen. Dafür hab ich seit längerer Zeit wieder mal den Mixer abgestaubt und ein paar sommerliche Lieblingstracks zusammengemischt. Hier zum reinhören. Viel Spass damit.

Ich hab nun ja endlich wieder mit dem für mich idealen Ernährungsprogramm begonnen, oder wie es andere auch nennen: Lebenseinstellung. Ich nehme nur noch jeden zweiten Tag Kalorien zu mir. Und das ist manchmal nicht ganz einfach.

Schon im letzten Dezember habe ich mit dem sogenannten 10in2 Programm begonnen und bis zum Schiurlaub über 10 kg abgenommen. Leider kam dann der Schiunfall dazwischen, Spitalsaufenthalt und über längere Zeit viele Medikamente. Das wollte ich nicht ohne Nahrung im Bauch machen, so habe ich mein Programm abgebrochen. Besser gesagt: unterbrochen. Denn nun habe ich damit wieder begonnen und der letzte Donnerstag war quasi der neunte Nuller. 18 Tage ziehe ich das nun wieder durch. 36 Stunden gar nichts zu mir nehmen ausser Wasser, Tee und Kaffee. Dafür dann 12 Stunden lang Essen und Trinken was ich mag. Aber keine Angst, nach einiger Zeit sind diese Tage nicht mehr sehr ausfallend.

Für mich ideal, aber leider nicht besonders sozial anpassungsfähig. Denn viele wundern sich, verstehen es nicht oder finden es seltsam, wenn man bei einer Einladung, Feier o.ä. einfach nur mit einem Glas Wasser danebensitzt. Für mich kein Problem mehr, bin es auch schon leid, das immer erklären zu müssen.

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Von Donnerstag bis heute war es besonders schwer. Am Donnerstag eröffnete das von mir und unserem Team organisierte Craft Bier Fest Wien. Drei Tage die Hochkultur der heimischen und internationalen Kreativbierszene in Wien zu Gast. Mit all den tollen Bieren, die ich so gerne mag, die man aber sonst eher selten bekommt. Und genau zwei dieser 3 Tage waren Nuller. Und ja, ich habe es beide Tage geschafft, nur von Wasser zu leben. Ist aber am späten Abend dann nicht ganz einfach, wenn alle anderen schon eine sehr beschwingte Zunge und etwas glasige Augen zu haben, als einziger quasi nüchtern herumzulaufen. Aber keine Angst, am Tag dazwischen habe ich die Möglichkeit gehabt, alle Biere zu verkosten – und ja, ich nutzte es reichlich aus.

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Lustigerweise war ich am Freitag – einem sogenannten Einser – auch zu Gast in der beliebten Kochshow “Koch mit Oliver” des Senders Puls4. Während aktuell noch die Staffel “Koch dich Schlank” läuft, wurden bereits Sendungen zum Thema “Männer an den Herd” aufgenommen, die Sendung mit mir wird irgendwann im Juni ausgestrahlt. Es wurden gemeinsam zwei deftige Gerichte gekocht und ich durfte dazu meine Bierempfehlungen aussprechen und ein wenig über den heutigen Stellenwert von Bier und den Trend der Craft Biere erzählen.

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Und schon während der Sendung haben wir gemeinsam das eine oder andere Glaserl Prosecco und dann auch die Biere verkostet. Danach bin ich gleich mit dem Rad zur MGC Messe geradelt, wo das Craft Bier Fest stattfand und eifrig weiterverkostet wurde. Kleine Impressionen gibt das angehängte Video, in dem ich auch vorkommen darf. BIRRA VIVA … an einem Einser!!

 

 

Schon bei der Abnahme der Orthese hatte ich gehofft, gleich wieder radeln zu können. Die Ärzte haben mich aber noch gebremst. Nun war es endlich wieder soweit.

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Fahrradfahren ist für mich weniger ein Sport, sondern mein Fortbewegungsmittel. Damit bin ich schnell beim Einkaufen, flott im Bezirk unterwegs und manchmal fahre ich sogar die 12 km in die Arbeit damit. Da fehlt mir aber im Moment noch die Kondition. Aber es war wirklich schon höchste Zeit, daß ich nach fast 4 Monaten Pause wieder auf dem Drahtesel herumgedüst bin.

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Gedüst ist wohl ein wenig übertrieben, weil ich bin es natürlich vorsichtig angegangen. Gerade beim Bremsen und Absteigen spüre ich noch mein Armgelenk extrem. Die Bewegungsfreiheit ist ja noch sehr eingeschränkt, die Kraft kommt aber langsam zurück. Mit meinem Sohn, der ja zu Ostern erst sein neues Radl bekommen hat, sind wir auf den kleinen Bikepark nach Perchtoldsdorf geradelt. Ich hab mich dort entspannt und er hat sich ausgetobt. Fahrradsaison, du bist für uns hiermit eröffnet!

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In den letzten Wochen seit dem Unfall hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Auch über Abnehmen. Leider waren es nur Gedanken. Denn bei über 8 Wochen Krankenstand fällt einem die Decke schon auf den Schädel. Und Nahrungsaufnahme zählt da zu den wenigen Glücksmomenten.

Nach 10 Tagen kam ich aus dem Krankenhaus und schon davor plagten mich große Ängste. In vielen Lebenssituationen bin ich auf beide Hände angewiesen. Wie werde ich vom Sofa oder aus dem Bett aufstehen. Dort stützte ich mein Gewicht immer auf beide Hände. Wird sich das auch mit einer ausgehen? Wie manipuliere ich mit nur einer Hand? Gut, diese Befürchtungen waren unbegründet und vieles hat funktioniert. Anfangs war ich einfach einmal froh wieder zu Hause zu sein. Meine Frau, die sich von mir trennen wollte blieb noch einige Zeit und war anfänglich natürlich eine große Hilfe.

3 Wochen nach der Operationen hatte ich einen steifen Gips bis zur Schulter. Für weitere 4 Wochen bekam ich eine Orthese, mit der man im Ellbogen schon etwas Beweglichkeit hatte. Wirkte irgendwie wie Robocop. War aber wirklich schon viel angenehmer, da man sie auch selber öffnen konnte im Notfall und auch zum Duschen runternehmen konnte.

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Erschrocken bin ich allerdings, als ich die beiden langen Narben an beiden Seiten der Beugung gesehen habe. Bin ohnehin ein kleiner Schisser was sowas betrifft und kann auch kein Blut sehen, dieses frankensteinesque Bild hat mich aber besonders geschockt.

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Trotz Krankenstand habe ich daheim natürlich viel gearbeitet, mein Craft Bier Magazin fast im Alleingang fertiggestellt, und auch alles getan, was man mit so bisserl Einschränkung daheim tun kann. Allerdings war es doch sehr sehr langweilig. Dem wurde durch kräftiges zulangen im Kühlschrank oder den Vorratskästen abgeholfen. In diesen Wochen ist mein Gewicht leider wieder enorm hochgeschossen, Bewegung war ja nicht wirklich viel drinnen (Bis zu den Vorräten sind es nur paar Schritte).

Die Physiotherapie wird nun nach endgültiger Abnahme der Orthese noch 10 Wochen dauern. Aber ich werde sukzessive immer mehr machen können, besonders auf das Radfahren freue ich mich wieder. Nach der Trennung lebe ich in meinem Haushalt alleine, da gibt es jetzt mal genug anzupacken.

So, das hat man nun davon! Ich sollte mit diesem Gewicht einfach nicht schifahren. Nach einem harmlos wirkenden Sturz musste ich ins Spital und wurde fast 4 Stunden operiert.

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Auf diesen Urlaub habe ich mich – und insbesondere auch mein 7jähriger Sohn – schon sehr gefreut. Er besuchte seinen ersten Schikurs und am Nachmittag wollten wir auch etwas gemeinsam auf dem wenigen Schnee runterrutschen, den sie im Kärntner Weissbriach für uns künstlich hindrapiert haben. Es war wirklich sehr warm und nachmittags der Kunstschnee sehr schlecht zu fahren. Als Floris Schikurs am Mittwoch um 13.00 Uhr aus war, wollten wir nach einer kurzen Mittagspause noch ein wenig gemeinsam am Kinderhang fahren. Bei der ersten Liftfahrt ist es dann leider passiert. Als ich am Tellerlift obern raus bin habe ich mich noch umgedreht, um zu sehen wo mein Sohn bleibt. Bin dabei aber gegen eine aufgeschaufelte Wächte gefahren und umgefallen. Mit meinem kompletten Körpergewicht auf den Ellbogen auf den harten Schnee. Hat unheimlich weh getan und laut dem Liftwart war ich kurz bewusstlos.

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Mit so einem Skidoo haben sie mich dann zum Parkplatz geführt und meine Vermieterin hat uns mit dem Wagen ins Quartier gebracht. Bin sofort zum lokalen Arzt, der feststellte, daß nichts gebrochen war. Eventuell schwerere Prellung oder ähnliches. Ohne Röntgen konnte er mehr nicht feststellen. Bin dann erst einige Tage später wieder in Wien ins Spital, weil der Arm nun grün und blau wurde.

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Dort hat man mich gleich behalten. Nach mehreren Untersuchungen war klar, daß das Gelenk raus- und wieder reingesprungen ist, dabei die Bänder beidseitig gerissen waren. Auch kleine Knochenstücke sind abgesplittert. Uff. Die Operation hat beinahe 4 Stunden gebraucht, soll aber gut gelungen sein.

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Nun also mal 7-10 Tage im Spital bleiben und dann etwa 6 Wochen Gips. Das sind ja schöne Aussichten!

 

Nun sind insgesamt 18 Nuller verstrichen. Dabei war ich auch schon mal inkonsequent. Aber es wird zur Normalität. Und das ist gut so.

Über mein Gewicht darf ich momentan nicht unzufrieden sein. 10 kg sind seit der ersten Weihnachtswoche gepurzelt. In der letzten Woche blieb es aber konstant. Das liegt zum Teil daran, daß ich in der vorigen Woche so schwach war und einen Nuller storniert habe, also 3 Tage hintereinander gegessen habe, aber auch durch die Intensität der Einser. Da hab ich dann zum Ausgleich schon extrem viel gegessen und getrunken. Da wirkt der darauffolgende Nuller wie ein idealer Ausgleich, der quasi alles wieder gut macht.

Eine irrsinnige Challenge habe ich übrigens überstanden. Letzten Freitag, ich hatte endlich wieder Balance mit 10in2 gefunden, kam ein junger Bäcker in unsere Redaktionsräume. Hatte den jungen Mann in der Slow Food Bewegung entdeckt und die Kollegin gebeten für unseren Foodblog “Richtig Gut Essen” ein Interview mit ihm zu machen. Echt spannender Typ, mit tollen Bioprodukten. Er ist mit vollen Händen gekommen. Für die Redaktion hat er zahlreiche Brotwecken und ein volles Blech mit Buchteln gebracht. Kollegin Silvia hat daraus einen tollen Artikel gemacht.

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Jetzt hat es nicht nur gut gerochen im Büro. Obendrauf sind noch alle Kollegen wie aufgeschreckt mit Zuckerbestäubten Mundwinkeln durch das Büro gelaufen und haben im Einklang geschworen, noch nie im Leben so gute Buchteln gegessen zu haben. Uff. Das war beinahe zu viel für mich. Das sind die Sekunden wo man ein wenig wankt. Ich hab mir dann neben einem Wecken Biobrot auch noch 2 Buchteln eingepackt und sie für den nächsten Tag mit nach Hause genommen. Die tollen Backwaren haben den ganzen Heimweg in U- und S-Bahn so aus der Tasche gerochen, daß auch die SitznachbarInnen Freude daran hatten. Erst nächsten Tag konnte ich dann in die vollen langen. Aber die besten Buchteln sind halt auch einen Tag später nur noch die zweitbesten. Egal. Gut waren sie trotzdem, und ich mächtig stolz, diese Probe bestanden zu haben.

An einem anderen Einser war ich dann wieder in alte Gewohnheiten verfallen und habe ungestoppt süsses Zeug in mich gelehrt. Die Lakritzevorräte meiner Frau mussten daran glauben. Leider hatte sie es schon bemerkt, bevor ich Nachschub besorgen konnte.

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Immerhin hatte ich es dann geschafft, in der Lakritzewüste Wien sowas zu bekommen. Dies war ebenso eine Challenge!

Im Moment bin ich stark verkühlt und wache jeden Morgen mit der Hoffnung auf, weiterhin fieberfrei zu bleiben und einer Verschlechterung zu trotzen. Am Nuller bin ich dann verunsichert, weil ich ja auch keine Medikamente zu mir nehmen mag bzw nicht weiss, wie Körper ohne anderes festes Zeugs im Magen auf die Wirkstoffe reagiert. Im schlimmsten Fall, die Nuller halt wieder aussetzen. Derweil habe ich abends halt doch ein Lutschbonbon genommen. Mehr war es bis dato nicht. Und heute – juhu – esse ich ja auch wieder.

Gestern war also mein 12.Nuller. Der 12.Tag innerhalb von 25 Tagen, an denen ich absolut nichts gegessen habe. Energieaufnahme an diesen Tagen 0 (=Null) Kalorien. Die Waage verrät mir ein Minus von 9 kg in diesen 25 Tagen (inklusive Weihnachtsfeiertage und Silvester…). Voraussichtlich werde ich mein Ziel von 10 kg im ersten Monat also erreichen.

Meine Handyapp, die mit der CRANE Diagnosewaage verbunden ist und die Veränderungen (auch von Körperfett, Wasseranteil etc) aufzeichnen sollte, funktioniert weiterhin nicht, weil sie mir die Zahlen nicht glaubt. Blödes Elektronikding! Gestern Abend waren wir im Kino. “Wie auf Erden”, die Fortsetzung des schwedischen Films “Wie im Himmel”. Soviel wie ich weinen musste, konnte ich gestern gar nicht trinken, glaub ich. Großteils ob des Filmes, die Qualität im Wiener Top-Kino war auch das mieseste, was ich seit langem erlebt habe. Klar mag ich Retro-Kinos und finde den Charme alter Kinosäle toll, vor allem wenn sie noch als Programmkino dienen. Allerdings blieb der Film zweimal hängen, was den Flow eines solchen Schinkens schon ziemlich bremst. Und ausserdem dient der kleine Saal, oder sagen wir Raum, im Top-Kino offensichtlich auch als Abluft für die Küche. Und da die Gastronomie dort immer mehr Gäste als das Kino hat, war uns der Filmgenuss über 120 m durch den Geruch von gebratenem Huhn verdorben. Meiner Frau als Vegetarierin und mir als “Nichtesser”. Zum Weinen eigentlich, genauso wie der Film, den ich aber liebte.

Was mir an diesen Nullern diesmal aber besonders auffällt. Ich friere viel leichter und habe abends immer kalte Hände und Füsse. Nach dem Kino sind wir zu Fuss von der Rahlgasse zum Matzleinsdorfer Platz spaziert, an solchen Tagen ohne Energiezufuhr habe ich immer viel mehr Energie als an “essenden” Tagen. Komisch eigentlich.

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Trotzdem freue ich mich an jedem Nuller abends im Bett schon auf das Frühstück am kommenden Tag. Und nach etwa 36 Stunden ohne Nahrungsaufnahme gönne ich mir dann ein wirklich schönes Frühstück wie heute morgen. Mit Ei und frisch gepresstem Orangensaft.

Nebenbei sei auch erwähnt, daß man sich mit 10in2 natürlich auch ganz schön viel Geld spart. Also nicht nur Zeit und Nerven, sondern tatsächlich auch viel weniger Geld ausgiebt. Für Menschen wie mich, die gerne und regelmäßig auch auswärts essen bzw  in der Firma an den Bestellungen bei irgendwelchen Zustelldiensten partizipieren, kommt da in einem Monat ganz schön was zusammen. An die € 200 werden das schon sein! Das Sparschwein jubelt.

In den letzten Jahren habe ich immer wieder das 10in2 System angefangen, aber noch nie mehr al 7 “Nuller” in Folge gemacht. Mittlerweile ist heute der 11. Nuller und es geht mir sehr gut dabei. In diesen 21 Tagen habe ich jetzt einmal 8 kg verloren. Das ist leider 1 kg weniger als geplant. Aber irgendwie auch verständlich. Da waren ein paar “Einser” dabei, wo ich wieder einmal masslos übertrieben habe. Besonders an Silvester und dann noch gestern.

Gestern gab es Eiernockerlparty für meinen Vater. Sein Lieblingsessen. Gemeinsam mit meinem Sohn haben wir quasi 3 verschiedene Arten von Notkerl gemacht und für meine Mama sogar eine glutunfreie Version. Dazu habe ich ein paar Bockbier getrunken. Unmengen von Kalorien in kurzer Zeit. Heute aber wieder gar nichts am Speiseplan.

Seltsam hat meine Diagnosewaage auf die Abnahme reagiert. Vor ein paar Tagen habe ich mal interessenmäßig in der Früh und am Abend eines Nullers und am Folgemorgen nach dem Stuhlgang gewogen. Davor übrigens auch am Abend des “Einsers”. Die Differenz war da innerhalb von 48 Stunden knapp über 2 kg. Und das wollte die Handy-App zur Diagnosewaage nicht glauben. Sie hat sich geweigert, das Ergebnis zu speichern. Errormeldung:” +/- 2 kg in dieser Zeitspanne ist unmöglich – bitte geben sie eine andere Person ein.” Egal. Ich glaub es.

Was mir aktuell ein wenig fehlt ist die Bewegung. Ich gehe extra viel und verbringe öfters 10-15 min am Hometrainer. Aber für längere Fussmärsche oder Radtouren hat es gerade nicht das richtige Wetter. Schwimmen werde ich bald wieder beginnen. Und darauf freue ich mich schon!