Bis gestern hab ich meine üblichen Teigwarenportionen wie gewohnt in weiten Töpfen mit ganz viel Salzwasser gekocht. Aber dann hab ich Elisabeth Schweiger getroffen. Ein Besuch am Hirschbacher Biohühnerhof:

Gemeinsam mit Friederike Schneider vom Genussladen Schneebergland in Bad Fischau hab ich mir gestern einige Ihrer Lieferbetriebe angesehen. Es ist immer interessant für den Konsumenten zu sehen, wo seine Bio-Produkte herkommen. Und warum uns der Mehrpreis zu konventionellen landwirtschaftlichen Produkten etwas wert sein muss. Neben einem Biohof für Schaf- und Ziegenkäse in Schwarzau am Gebirge haben wir uns noch einen Bauernhof für Biofleisch von Ochsen, Enten und Gänsen sowie den Hirschbacher Hühnerhof von Elisabeth Schweiger angesehen.

Einmal im Jahr werden die Hühner ausgetauscht und gerade gestern waren gar keine zu Hause. Der neue Schwung von 1000 Legehühnern, die in den nächsten 12 Monaten hier für frische Bio-Eier sorgen war gerade am Weg nach Schwarzau. Im Vergleich zu konventionell aufgezogenen Hühnern kostet ein Bio-Huhn der Bäuerin heute fast das doppelte. Es gibt keine Fleischart, bei der Bio-Aufzucht so teuer kommt wie bei Geflügel. Die Eier verkauft Familie Schweiger ab Hof an die regionale Gastronomie und Privathaushalte, die Nachfrage ist gross. Einen Teil der Bio-Eier verarbeitet Elisabeth Schweiger in Ihrer Nudelküche jedoch selber. Was dabei herauskommt, sind exklusive Teigwarenspezialitäten, die ich am Hof gleich verkosten durfte. Dazu hat Elisabeth Bärlauch in den Teig gemischt, der wild hinter Ihrem Hof wächst.

Ganz neue aber war für mich die Art der Zubereitung, und der Geschmack der “al dente” gekochten Bärlauchnudeln hat für sich gesprochen: Sie hat die Nudeln mit nur wenig Wasser in der Pfanne gekocht, dh etwa 1,5 liter Wasser auf eine Packung von 330 g Bio-Nudeln. Beim herkömmlichen Nudelkochen werden wertvolle Nährstoffe mit dem Nudelwasser ausgeschüttet, während beim “Nudel kochen in der Pfanne” die Nährstoffe und der Geschmack voll erhalten bleiben. Besonders zu beachten ist dies natürlich bei den verschiedenen Gewürz- und Kräuternudeln.

Ich hab mir dann ein paar Packungen eingekauft, eine nette Auswahl an Bärlauch-, Pilz- und Rotweinteigwaren (letztere natürlich zum Verschenken). Und weil das so gut war hab ich natürlich abends auch gleich nochmal Bärlauchnudeln die Pfanne gehauen. Anders werd ich Nudeln jetzt nie wieder kochen. Ein heisser Tipp (der mir ja auch bei 35°C im Schatten gegeben wurde) und dafür auch Dank an Elisabeth Schweiger ! Mahlzeit

 

2 Comments

  1. Gute Idee! Danke für die Weiterleitung des Tipps!

  2. admin
    7:03 pm on August 24th, 2011

    …und in dem moment hab ich schon wieder so ein leckeres portiönchen pfannennudeln (das ist soooo lecker)