Als ich im Februar diesen Jahres mein Buch veröffentlicht habe, war für mich noch mit aller Stolz klar, dass ich trotz meines Gewichtes weiterhin auf einem konventionellen Fahrrad ohne elektronische Unterstützung fahren werde. Damals hab ich noch geschrieben, ein E-Bike würde sich für mich wie ein Rollator anfühlen. Nun ist es soweit – ich habe mir ein e-Bike gekauft. Endlich mein “Rollator”.

Als ich im frühen Sommer in Rust am Neusiedlersee während meines Reha-Aufenthaltes sehr viel Fahrrad gefahren bin, war ich anfänglich noch bestärkt, auf meinem motorfreien Gaul zu beharren. Doch immer mehr Kollegen habe ich dort getroffen, die auf ein e-Bike gesetzt haben. Und damit vieles um einiges leichter geschafft haben. Ich denke da nur an das kleine Hügelchen zwischen Rust und St.Margareten am Weg nach Eisenstadt. Mit meinen über 150 kg nicht sehr leicht zu bezwingen. Und auch der Weg zur Cselley-Mühle hat nur mit Absteigen funktioniert. Ausser bei den Kollegen mit Motorunterstützung – und da habe ich sie wirklich beneidet.

Für unser Magazin BIORAMA habe ich schon einige Male e-Bikes getestet. Mit dem Minister im Rahmen eines Mobilitätstages. Als erster Tester des IKEA-E-Bikes (war damals nur in Österreich mit Family-Card um € 499!!!! erhältlich) und zuletzt ein e-Transportbike im Rahmen der Aktion Radelt zur Arbeit.

Micky Radelt zur Arbeit 2018

Micky Radelt zur Arbeit 2018

 

 

Ich hatte mir sogar schon im Frühsommer ein e-Bike bestellt gehabt, als dieses dann mehr als 3 Wochen im Versand vom Schwedischen Mutterhaus nach Wien brauchte, habe ich die Fracht nicht mehr angenommen. Die komplette Summe wurde gutgeschrieben und ich blieb noch für 3 Monate “Rollatorfrei”. Im September habe ich dann aber bei einem Angebot zugeschlagen und mir ein schickes e-Bike gegönnt.

Der Moment nach dem Radkauf mit neuem Helm und Ladegerät am Gepäckträger

Der Moment nach dem Radkauf mit neuem Helm und Ladegerät am Gepäckträger

Nun, ich kann bis dato nur sagen, daß dies neben dem Sodastream in der Küche wohl eine der besten Kaufentscheidungen meines Lebens war. Seitdem fahre ich fast alle Alltagsstrecken mit dem Rad. Die 13 km zur und von der Arbeit fahre ich seitdem so gut wie täglich. Das war davor eher nur 1-2 mal die Woche der Fall. Klarerweise gibt die Akkuladung bei meinem Gewicht und im Herbst viel eingeschalteter Beleuchtung nicht die vollen versprochenen 85 km Leistung her, aber derweil reicht es gut. Es ist ja das Rad für meine Alltagsfahrten (Büro, Einkäufe, Wege…) . Für den Sport bzw Radtouren bleib ich derweilen bei meinem angestammten Kalkhaff-Strampler.