In letzter Zeit habe ich viel verloren. Das war oft traurig. Aber ich bemühe mich gerade extrem, alles positiv zu sehen. Es gelingt halt nicht immer. Das positivste an den Verlusten waren übrigens die Kilos, weil von denen sind alleine in den letzten 6 Wochen wieder 10 weggepurzelt.

Leider kann die Seele dem Körper im Moment nicht so schnell folgen. Vieles macht mich im Moment etwas depressiv, Angststörungen und Stresssituationen sind die unangenehme Folge. Bei meinen diversen Fachärzten hab ich schon Stammplätze erste Reihe fussfrei. Das mir überhaupt geholfen wird sehe ich dann natürlich wieder positiv. Positiv natürlich auch, dass alle Ärzte in der Akte gleich erkennen, wieviel ich zuletzt abgenommen habe. Auch beim Arzt kann man Lob gut vertragen, oder?

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Fotosession im November mit meinem Bären “Herr Bomi”

Was aber komisch ist in der aktuellen Situation: Obwohl ich seit Februar fast 40 kg verloren habe, fühle ich mich nicht leichter. Als ich etwas vor 10 Jahren auch soviel verloren habe, da war jedes weitere Kilo ein Luftsprung, ausufernde Leichtigkeit. Damals fühlte ich mich auch mit 155 kg plötzlich wie eine Gazelle. 2018 ist das anders: Ich schleppe mich weiterhin langsam und ein wenig humpelnd durch die Gegend. Möglicherweise ist das den Medikamenten geschuldet, die ich seit Februar zur Blutdrucksenkung nehmen darf. Und den Dingern, die mir zuletzt helfen, schlafend durch die Nacht zu kommen. Ich bin sowas nicht gewohnt, ich habe zuvor nie regelmäßig Medikamente genommen. Wollte das immer meiden. Jetzt grad geht es halt wohl nicht anders.

Fröhliche Bilder sind im Moment eher gestellt

Fröhliche Bilder sind im Moment eher gestellt

Wegen dieser Medikamente verzichte ich übrigens seit geraumer Zeit auf alkoholische Getränke. 11 Wochen schon, auch nicht schlecht? Das hilft mir natürlich sehr bei der Gewichtsreduktion. Auch wenn mir der Genussmoment eines guten Bieres oder einem schönen Wein manchmal fehlt, aber mir geht es zur Zeit einfach besser ohne. Das soll auch noch ein Weilchen so bleiben!

Ich mag übrigens diese Tage überhaupt nicht. Wo man noch nicht wirklich daran gewöhnt ist, dass es schon kurz nach 16.00 Uhr dunkel wird. Und beim Aufstehen draussen noch dunkel oder nebelig. Grrrrr. Hebt die Stimmung auch nicht gerade. Dafür nutze ich die langen Abende und schreib nun endlich mein Buch. Es wird nicht mehr lange dauern …..