Die Tage waren eigentlich gar nicht so schwierig. Die Bahnfahrt am 23.Dezember von Wien nach Bayreuth war der dritte Nullen (Tag an dem ich nichts esse) in Folge und so eine lange Bahnfahrt ist ob des kulinarischen Angebots an Bord ohnehin nicht so schwierig Essenslos zu bewältigen. Schwieriger war da natürlich der Christtag, also der erste Weihnachtsfeiertag.

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Der Heilige Abend war also ein sogenannter Einser (Tag an dem ich esse) und da habe ich ordentlich zugeschlagen. Zu Mittag schon hatte ich in einem kleinen Brauwirtshaus eine Portion Leberkäse mit Brot und dazu zwei starke Bockbier. Zwar habe ich davor ordentlich Bewegung gemacht, aber das war schon mal ein starker Einstieg in einem Tag, von dem man ja weiss, daß auch der Abend üppig sein wird. Vor allem, wenn man sich in solchen Situationen nicht im Griff hat, und dazu gehöre ich ja bekanntlich.

Zur Vorspeise gab es diverse leckere Aufstriche mit viel Brot, danach dreierlei Arten von Lasagne (mit Faschiertem/Hack, mit Lachs und Spinat sowie eine rein vegetarische Variante). Klar habe ich von überall probiert, von der Fleischvariante sogar öfters. Und zum Desert noch köstliches mit Kuchen und Eierlikör im Glas. Dazu natürlich auch noch einiges an Bier und Wein. Klar. Ist halt so. Aber es war ja auch ein Einser.

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Aber nach so einem üppigen Abend ist ein Nuller am nächsten Tag natürlich schwerer. Es ist nämlich nicht so, daß man dann am Morgen noch immer voll ist. Die Erfahrung zeigt, daß man gerade nach solchen Abenden in der Früh wieder massig Hunger bzw Appetit hat. Der Magen wurde halt extrem gedehnt und verlangt wieder nach Füllung. Uff. Aber geschafft habe ich es trotzdem. Dem Mittagessen am ersten Feiertag bin ich dann gänzlich ferngeblieben und hab mich mit Zeitungen beschäftigt. So wurden einmal die ersten Tage gut überstanden, die Kilos purzeln trotz Weihnachten weiter – das merke ich zur Zeit einfach am Gewand. Da brauche ich gar keine Waage dazu. 5 Nuller waren das bis jetzt. Chapeau! Stolz bin!

In den letzten Monaten ist es mit meinem Gewicht leider wieder stark nach oben gegangen. Private Sorgen, beruflichen Stress und ähnliches habe ich zu oft mit Essen und Trinken kompensiert. Und gerade das Trinken im alkoholischen Bereich hat mein Gewand wieder enger erscheinen lassen. Immer wieder habe ich in den letzten Monaten kleine Versuche unternommen, das zu stoppen. Gelungen ist es bis Mitte Dezember nicht.

Dabei habe ich mit dem ersten Schiurlaub mit meinem Sohn Anfang Februar 2016 wirklich ein sehr kurzfristiges Ziel vor Augen. In die Schihose, die ich letzte Weihnachten bekommen habe, mag ich auf alle Fälle wieder rein passen. Und beweglicher muss ich auch wieder werden. Also 6 Wochen mal Zeit bis zum ersten Ziel und da hilft für mich aus Erfahrung nur die 10in2-Methode nach Bernhard Ludwig.

Ich will wieder doppelt so viel Spass haben und nicht mehr doppelt so viel Kinn!

spass

Also ab jetzt nur noch jeden zweiten Tag etwas essen. An allen anderen Tagen auf die Aufnahme von Kalorien verzichten. Das heisst dann: Nur noch Wasser, Tee und Kaffee trinken und nichts essen. Im Regelfall sind das dann inklusive der Nacht davor und danach um die 36 Stunden ohne Nahrungsaufnahme. Und das besondere diesmal: Ich starte kurz vor Weihnachten und berücksichtige dabei die Feiertage nicht, dh es wird keine sogenannten Jokertage geben. Nach meinem Rhythmus kann ich am 24.Dezember essen, auch am zweiten Weihnachtsfeiertag. Nicht aber bei einigen großen Familientreffen in diesen Tagen. Aber ich schaffe das, ganz bestimmt!