Wahrscheinlich fällt es kategorisch unter “Lebensmittel”, ist aber dann eher Genussmittel, wenn überhaupt. Ich will es nicht überprüfen, weil mich so ein Marketing ohnehin schon auf die Palme bringt.

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Die neuen Keks von DeBeukelaer gehen mir wortwörtlich auf den Keks. Vieleicht schmecken sie sogar, darüber mag ich gar nicht urteilen, denn so ein Produkt kommt mir nicht ins Haus! Warum eigentlich? Worüber ärgert er sich denn schon wieder?.

Ich mag diese Art nicht, mag nicht, wie dafür geworben wird. Und Dinge, die ich für ein NoGo halte, werden extra noch als Qualitätsmerkmal hervorgehoben. Diese Dinge werden einzeln verpackt. Jedes dieser Kekse ist also einzeln nochmal verpackt. Grauslich, was da an Material verschwendet wird. Nachhaltig sicher nicht. Da kann auch nicht das “UTZ-Certified” Label hinwegtäuschen, daß manchen sowas ähnliches wie Fairtrade suggerieren will, aber von glaubwürdigen Organisationen eher nicht ernst genommen wird. Oder vielleicht besser gesagt: Aufgrund seiner Kritierien wird das UTZ Label von Konsumentenschützern eher am unteren Ende der Qualitätsskala angesiedelt.

Und was für ein toller Spruch auf der Einzelverpackung oben steht:

“A balanced Diet is a Cookie in Each Hand”

Gut, dieses Inserat ist im Standard erschienen, und dessen Leser trau ich schon mal zu, daß sie das als originellen Gag abhaken. Aber stellen sie sich vor, sowas erscheint in den grenzdebilen Gratiszeitungen wie HEUTE oder ÖSTERREICH. Die unreflektierten Leser dieser Grausampostillen nehmen das vielleicht doch ernst und betrachten solche Cookies als ausgewogene Diet. In dem Fall vielleicht eh ganz gut, daß dieser Wortwitz in einer Fremdsprache verfasst ist und es nur wenige aus derer Leserschar verstehen.

Von den Nährwerten kann man sich übrigens sogar auf der Produktwebsite informieren. Na Mahlzeit!

 

Als ich genau vor einem Jahr zum ersten Mal mit der Ernährungform 10in2 begonnen hab, währte es kaum eine Woche. Trotzdem ich in den wenigen Tagen eigentlich begeistert war und es bald wieder starten wollte, hat es ein Jahr für den ReStart gebraucht.

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10in2 – eine Methode nach Bernhard Ludwig – wirkt eigentlich recht seltsam und vor allem unnatürlich. Aber ich habe sehr viele Menschen kennengelernt, denen diese Ernährungsform ein schöneres Leben gebracht hat. Einen Tag essen was man will, am nächsten Tag dafür absolut nichts essen. Gerade mal viel Wasser trinken an den sogenannten Nullern. Damals im Juni 2013 war ich schon sehr überrascht, daß es funktioniert hat. Hatte so gut wie keine Beschwerden an den beiden Nullern. Als dann der dritte Nuller-Tag kam, musste ich aufgeben. Es war Freitag und der erste Tag der Biorama Fair Fair, einer Messe die ich für meinen Verlag organisiere. Es hatte über 30 Grad Celsius, ich bin mit dem Fahrrad in die Stadt gekommen und ich war ob meiner Bühnenauftritte angespannt. Es wurde mir schon gegen 13.00 Uhr sehr schlecht und ich spürte, daß mein Kreislauf mehr als nur Wasser benötigt. Hab dann ein bisserl was gegessen und im Laufe des Tages dann alle Regeln gebrochen. Aber ich wollte bald wieder ins 10in2 Programm einsteigen. Habe es aber – trotz anfänglicher Begeisterung – fast wie einen Zahnarztbesuch immer wieder hinausgeschoben. Viele nennen es das “Aber morgen beginn ich …”-Syndrom.

Und nun, 13 Monate später hab ich endlich wieder begonnen. Montag war der erste Nuller und es viel mir genauso wie der Mitwoch eigentlich sehr einfach. Und abends hat sich an den beiden Tagen wieder die bekannte Euphorie eingestellt. An beiden Tagen habe ich viel Wasser getrunken, im Laufe des Vormittags mal einen halben Liter Tee und auf den Tag verteilt noch 2-3 Kaffee. Die ich aber ohnehin immer ohne Milch und Zucker trinke.

An den beiden anderen Tagen habe ich viel gegessen. Aber wohl nicht mehr soviel, wie ich früher normal an einem Tag gegessen habe. Weil irgendwie ist auch der große Appetit weg. Nach einem Tag Abstinenz will der Körper zwar dringend was, aber er will nicht mehr so viel.

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Beide Tage waren aber auch ein wenig Sonderfälle. Dienstag hatte ich Geburtstag. Wir hatten schon ein schönes Frühstück mit frischem Gebäck, mittags gab es eine kalte Platte mit 2 Gläsern Aperolsprizz und abends waren wir beim Griechen essen. Aber auch in meinem griechischen Lieblingslokal in Brunn hatte ich weniger als normal gegessen. Und am Donnerstag, dem zweiten “Einser” in dieser Woche war ich abends bei meinen Eltern eingeladen. Wir haben den Geburtstag nachgefeiert und sie hatten neben dem üppigen Essen auch noch guten Wein aufgetischt. Mit einfachen Worten: Ich habe es mir gut gehen lassen.

Richtig schwierig wurde es dann gestern. Es war der dritte “Nuller”. Es hatte in Wien etwa 33°C, ich hatte ausnahmsweise meinen Sohn- und dadurch einen Urlaubstag. Am Vormittag waren wir auf unserem Selbsterntefeld wo wir einige Zucchini, Karotten und Mangold ernteten. Das Feld schaut schon sehr wild aus und irgendwie wächst uns gerade alles davon. Dort wo ich normalerweise gerne eine kleine Karotte aus der Erde ziehe und gleich verkoste, blieb mir diesmal nur: Meinen Sohn dabei zu beobachten. Mittags hab ich dann für ihn gekocht. Und ihm beim Essen zugesehen. Noch nie viel mir sowas so schwer wie gestern.

Nachmittags sind wir dann zum Parklife-Fest der Grünen Mödling gefahren. Die hatten neben Kinderkarussell, Eselreiten, Live-Bands und OpenAir-Kino natürlich auch tolle Gastrostände. Insbesondere der Saftladen hat es mir angetan. Auf einer Fahrradbar wurden frische Bio-Fruchtsäfte gemixt. Florian hatte einen Apfel-Ingwer-Mango-Saft: Und ich hab ihm dabei zugesehen und am nächsten Brunnen gaaaaanz viel Wasser geschlürft.

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Abends daheim hatte ich nur noch das Bedürfnis ganz schnell schlafen zu gehen und kurz vor einem üppigen Frühstück erst wieder aufzuwachen. Was mir dann auch beinahe gelungen ist. Heute esse ich wieder was ich will!

 

 

Das ist jetzt in der Tat der erste Blogeintrag seit 9 Monaten. Nicht nur höchste Zeit sondern wirklich allerhöchste Eisenbahn, daß hier wieder passiert. Und mit hier meine ich natürlich den Blog als Spiegel meines Weges. Denn der war in den letzten 12 Monaten genau in die falsche Richtung. Aber es war nicht alles für die Fisch!

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Ein kurzes Update: Im vergangenen Juni, als ich freudig in den Hafen der Ehe segelte, habe ich mich nach über 4 Jahren auch dazu entschlossen wieder einmal Alkohol zu trinken. Wollte doch zumindest bei meiner Hochzeit wieder einmal mit einem Glaserl Wein anstossen können. Und ja … es hat mir geschmeckt. Und es blieb auch nicht bei diesem einen Glaserl. Speziell beim Bier – wo ich meine alkoholische Kernkompetenz sehe – hat sich in der Zeit meiner Abstinenz eine Menge getan. Da gab es sehr viel zum nachverkosten, bis ich wieder am aktuellen Stand der Biertrends war. Ich sag nur Craftbier. Handwerklich gebraute Biere, denen ich sofort verfallen war. Daraus resultierte dann zum Beispiel auch das von mir organisierte Craft Bier Fest Wien, das im Mai über 4000 Wiener an zwei Tagen besuchten.

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In meinem Leben habe ich auch andere Prioritäten gesetzt. Vorbei mit fast 47 Jahren die Abend- und Eventjobs. Das bedeutet, daß ich nach genau 10 Jahren Tätigkeit als Musikquizmaster diesen Juni mein letztes Quiz moderierte. Und schon vor Monaten aufgehört habe DJ-Jobs anzunehmen. Das passte einfach nicht mehr in dem Alter. Und hat zumeist auch gar keinen Spass mehr gemacht. Im Gegenzug habe ich schon vor Monaten begonnen, aus meinem politischen Interesse auf Bezirksebene auch Aktivitäten zu setzen und unterstütze seitdem DIE GRÜNEN im Bezirk auch aktiv. Parallel dazu habe ich die Ausbildung zum Urbanen Klimaschutzbeauftragten gemacht. In diese Richtung möchte ich mich noch mehr bewegen.

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Apropos bewegen: Mit der Bewegung ist das auch so eine Sache. Im Februar bin ich dann am rechten Meniskus operiert worden. Das bedeutete Einschränkung für längere Zeit und fast 2 Monate keine richtige fettverbrennende Bewegung. Danach begann es daheim am Hometrainer wieder mit Radeln, ins Schwimmbad habe ich es seitdem leider noch überhaupt nicht geschafft.

Auf den Punkt gebracht. Ich habe in diesem letzten Jahr sicher wieder 15 kg zugenommen. Nach all dem, was ich bereits geschafft hatte, eigentlich ein Debakel. Ein Debakel, daß mich persönlich natürlich sehr unglücklich macht. Und offensichtlich damit auch die Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung. Unglücklicher Micky ist ja auch unleidlicher Micky. Und ja, natürlich kann man das unmittelbar mit der Tatsache in Verbindung bringen, daß ich wieder gerne Alkohol trinke. Damit muss ich weiterhin aufpassen, ich möchte es aber nicht ganz aus meinem Leben streichen und mich weiterhin bemühen, damit vernünftig umzugehen. Also im Genussbereich da und dort mal ein Achterl Wein oder ein gutes Glas Craftbier trinken, aber das ganze nicht zu übertreiben. Und dazu neige ich ja leider.

Für einen Neustart habe ich mir den 14.Juli 2014 ausgesucht. Den Tag nachdem Deutschland zum vierten Mal Fussballweltmeister wurde. Wie ich konkret neu durchstarten werde und was meine Ziele sind, darüber bin ich mir noch nicht so ganz im klaren. Aber dazu bediene ich mal ein altes Sprichwort: Der Weg ist das Ziel! Und auf diesen Weg begebe ich mich. Und zwar nicht morgen oder nächste Woche – sondern jetzt und heute.