Ein Leben ohne Auto fühlt sich sehr gut an. Mit Fahrrad noch besser. Hat lange gedauert, bis ich das begriffen hab

Nun bin ich schon mehr als ein halbes Jahr autolos. Das hatte ich zuvor schon zweimal: Das erste mal bis zum Alter von 20 Jahren, als ich dann meine erste Karre anschaffte. Das zweite mal dann irgendwann so im Alter von 38 Jahren. Damals aber eher aus finanziellen Nöten. Im Herbst 2012 haben dann aber eher ökologische Gründe den Ausschlag gegeben.

Der Wagen ist die ganze Woche herumgestanden, in die Arbeit und kurze Wege bin ich damals schon immer mit dem Fahrrad gefahren. Und jede kleine Reparatur am Wagen kostet halt mal schon soviel wie ein schönes Fahrrad. Als ich den Wagen dann verkauft habe, war das wie eine riesige Erleichterung. Die enorm hohen Fixkosten fielen weg, und die Sorge um Einbruch/Diebstahl/Beschädigung gleich dazu. Das ist in meiner Gegend zuletzt leider sehr oft vorgekommen.

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Den damaligen Schwur, daß ich mir im Frühjahr von einem Teil des Erlöses ein Zweitrad (nämlich ein Faltrad) kaufe, habe ich doppelt umgesetzt. Meine Frau hat auch gleich eines bekommen. Achja, mein Sohn der Florian hat ja auch noch eines bekommen. Alle 3 Fahrräder waren gebraucht gekauft worden, machen aber wirklich eine große Freude.

Das Faltrad verwende ich für den Stadtverkehr, den Weg zur Arbeit und auf Ausflügen, wo die Anfahrt mit der Bahn erfolgt. Bahnfahren ist nämlich auch etwas, das für mich total an Wert gewonnen hat. Die Autofahrten zur Familie meiner Frau ins Oberfränkische oder zu Geschäftsterminen in österreichischen Bundeshauptstädten erscheinen mir im Nachhinein als Horror. Stundenlang auf den Verkehr konzentrieren – tote Zeit! Die Bahnfahrten (egal ob mit ÖBB, DB oder Westbahn) sind ein Traum. Ich kann das WLAN mit meinem Computer nutzen und arbeiten, schreiben oder einfach nur Filme schauen!

 

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Und die Möglichkeit überall das Faltrad mitzunehmen ist Topklasse. Als Beispiel: eben fahre ich zu Geschäftsterminen nach Salzburg (siehe aktuellstes Live-Bild). Sehr angenehmes Frühstück in der Bahn, wohlklimatisiert und ich kann schon genau diesen Artikel schreiben. In Salzburg sind es dann nur wenige Kilometer zu meinem Termin. Mit Bussen etwas umständlich, mit Taxi unnötig teuer. Wozu auch. Ich hab mein Radl dabei, mein “Geschäft” im Rucksack und auf geht es. Und überall wo ich bis dato hingekommen bin ist das zudem äusserst sympathisch aufgenommen worden. Noch ein Pluspunkt.

Und ja: es hat gerade über 30°C draussen. Das klingt nach Tortur. Aber ganz ehrlich. Der Fahrtwind bringt Erlösung und man schwitzt unmerklich mehr als in der U-Bahn oder Bus.

Mit einem Experiment bin ich allerdings gescheitert: In den Flitterwochen in Irland wollte ich auch gänzlich ohne Auto auskommen. Obwohl mir jeder vorher gesagt hat, daß Irland ohne Leihwagen nicht funktionieren kann. Die ersten Tage in Dublin und Umgebung haben bestens mit Bus und Lokalbahn funktioniert. In der Stadt war ich zudem froh, mich nicht auf den automobilen Linksverkehr einstellen zu müssen. Die nächsten Tage im Herzen der Wicklow Mountains auch noch. Aber irgendwann wollten wir dann doch noch einige andere Sehenswürdigkeiten besuchen, die ausserhalb des Fussmarsch- und Radfahrradius war. Und dies schien mit Bussen schier unmöglich. Schweren Herzens haben wir uns dann für 3 Tage doch noch einen Leihwagen genommen.

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Für Dublin selber, und das für Städtereisende als Tipp: Es gibt einen wunderbaren Fahrradleihservice names Dublinbikes, ähnlich den Wiener Citybikes.

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Vor einem halben Jahr, genaugenommen am Heiligen Abend, hab ich meine Freundin gefragt, ob sie meine Frau werden möchte. Nun, am 1.Juni war es endlich soweit. Unsere Hochzeit war ein wunderschönes Fest mit allen wichtigen Freunden und Verwandten:

Obwohl das Wetter seit Tagen nur verregnet war und sogar die Wetterprognose einen wolkigen, kalten 1.Juni versprochen hat, wurde dieser wunderbare Tag noch von andauerndem Sonnenschein gekrönt.

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Unsere zum Teil von weither gereisten Gäste haben Perchtoldsdorf als Kulisse von seiner schönsten Seite erlebt.

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Wir sind sehr glücklich! Auf diesem Weg möchte ich mich auch für die vielen Glückwünsche bedanken, die wir über diese Seite von euch bekommen haben. Vielen Dank!