Halbieren in 2 Jahren. Von über 200 kg zum UHU (Unter HUndert kg). Das war das Ziel. Ergebnis zumindest in dieser Zeitspanne verfehlt. Das Ziel jedoch bleibt. Und wird jetzt genauer anvisiert denn je.

Kick Off war eine Gesundenuntersuchung im Wiener Rudolfinerhaus. Geleitet vom bekannten Universitätsprofessor Dr.Widhalm – Spezialist für Ernährungsmedizin und Stoffwechsel.

Blut wurde abgenommen, Harn abgegeben und die Körperzusammensetzung analysiert. Dazu noch ein EKG, eine Echokardiographie und ein Ultraschall der wichtigsten Organe.

Die detailierten Ergebnisse bekomme ich nächste Woche, das wichtigste aber vorab: Zur Überraschung der Ärzte gibt es trotz des vormals sehr hohen Gewichts kaum relevante Unregelmäßigkeiten. Herz arbeitet tadellos, die Leber nur gering vergrößert. Allerdings wurde ein Gallenstein von 15mm gefunden, der zur Zeit aber noch keine Probleme bereitet.

Nächste Woche bekomme ich mehr Ergebnisse, mein Programm habe ich aber bereits gestern gestartet. Details folgen.

Der Herbst hat Einzug gehalten und es locken mich neue Versuche in der Küche. Aus einem gerade neu erschienenen Kochbuch versuche ich mal was neues. Und nicht alles was ich hier publiziert schmeckt mir dann auch wirklich!

Vor wenigen Tagen sind wieder einige neue Kochbücher in meinem Kochbücherregal gelandet. Um einfache schnelle Küche für meinen Sohn zu kochen habe ich zu Beginn sofort “Vegetarisch für Faule” (von Martin Kintrup bei Verlag Gräfe und Unzer) durchgeblättert und bin auf einige interessante Rezepte gestossen. Für die nächste Woche habe ich mir dann die Lauch-Birnen-Tarte,  die Spinat-Kichererbsen-Wraps und das grüne Püree aus Knollensellerie und Erbsen vorgenommen.

Als ich beim samstäglichen Wocheneinkauf am Laaber Annahof dann gleich die Sellerie entdeckte, war der Fahrplan klar:

1 großes Stück Knollensellerie mit einer Zwiebel kleinschneiden und mit einer Knoblauchzehe in Milch cirka 20 Minuten weichkochen. Bereits nach 8 Minuten noch 100 g Tiefkühlerbsen dazu. Die Flüssigkeit am Schluss abgiessen. Die Gemüsemasse hab ich unter hinzufügen von etwas Olivenöl und einem Schuss Saft aus der Zitrone mit dem Pürierstab bearbeitet. Eine lustige grüne Creme entsteht dabei, die mich vorderhand einmal an Pistazieneis erinnert. Abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer, eh klar.

Das ganze hab ich dann mit etwas frischer Kresse garniert und mit gebratenem Chili-Haloumi serviert:

Die Optik war eigentlich super, aber aus vollem Herzen: Man muss Sellerie schon sehr mögen, damit man dieses Pürree einem guten Erdäpfelpüree vorzieht. Übrigens hab ich beinahe 2 ganze Portionen essen dürfen -> mein Sohn hat das ganze schon beim Anblick verweigert.

Mein Versuch, mich möglichst gesund zu ernähren beinhaltet natürlich vorderhand auch biologisch gewachsene Lebensmittel. Hier gibt es viele tolle Erzeuger, herausragende Persönlichkeiten aber leider auch viel Trittbrettfahrer.

Gestern abend ging ich beschwingt zur Eröffnung der neuen Sonnentor-Filiale in der Wiener Wollzeile. Wieder mal eine Gelegenheit über die Kärntner- und Rotenturmstrasse durch die Innenstadt zu bummeln. Bei letzterer Adresse komme ich natürlich nicht umhin einen kleinen Stopp beim Eis Greissler zu machen. Neben den Sorten aus dem neuen Lepantos für mich das beste Eis der Stadt.

Der Eis Greissler deklariert sich nicht als Bio-Eis, verwendet jedoch ausschliessliche Bio-Milch vom eigenen Hof in der Buckligen Welt (Region der Wiener Alpen in Niederösterreich, ca 70 km südlich der Hauptstadt) und zumeist regionales Obst, das meiste sogar vom eigenen Hof. Aber eben nicht alles Bio – und das wurde auch nie behauptet.

Umsomehr hat mich gestern ein kleines Outlet des benachbarten Eisriesen Zanoni & Zanoni überrascht. Der Eissalon, der nur wenige Meter vom Eisgreissler entfernt liegt und zur Sommerzeit im Sekundentakt die eishungrigen Massen versorgt hat nun vis-a-vis ein kleines Outlet mit dem angesagten Frozen Yoghurt geöffnet.

Und – da schau her – von weitem schon blitzt mir PUR BIO ins Auge. Da kommt ja Freude auf. Noch jemand, der die Zeichen der Zeit sieht und auf das richtige Pferd setzt. Dachte ich allerdings nur. Auf die Frage von wo denn das Joghurt herkommt konnte der Verkäufer – vielleicht auch mangels Sprachverständnis – nur auf den Automaten hinter sich zeigen.

Auf meine Frage, welche Bio-Toppings denn angeboten werden zeigte er auf die Tafel hinter sich: Da kann ich sie lesen – alle die “bio”-toppings: Nutella und Eierlikör stechen mir besonders hervor. Also wieder nix mit Bio bei den Toppings. Ich fühl mich verarscht, und im Gegensatz zu den wahrscheinlich meisten Konsumenten, merke ich es auch. Da kann es eigentlich nur eine Konsequenz geben: Ohne Konsumation runter zum Eis Greissler, denn da wollte ich ohnehin ein Eis holen.

Und zu meiner Freude gab es ein Eis der Sorte “Zotter weisse Schokolade”. Schmunzelnd erklärte mir die nette junge Verkäuferin noch, daß sie in der Schokolademanufaktur Zotter auf Betriebsausflug waren. Ist immer gut, wenn man weiss wo all die Sachen auch herkommen.

Und hiermit ist das neue Sonnentor Geschäft eröffnet. Das kann man sogar auf meinem schlechten Handybild erkennen!

Und hiermit ist das neue Sonnentor Geschäft eröffnet. Das kann man sogar auf meinem schlechten Handybild erkennen!

Witzigerweise hab ich Andrea und Georg Ploberger, Biobauern aus Krumbach und Betreiber der Eis Greisslerei später noch bei der Eröffnung des Sonnentor Shops getroffen. Und da musste ich fast genauso lachen wie Sonnentor-Gründer Hannes Gutmann es immer tut. Der übrigens gestern die selben roten Waldviertler Schuhe wie ich getragen hat.