Andere Menschen jammerten nach ihrer Heimkehr immer vom übermäßigen Essen und von den dazugekommenen Kilos im Urlaub. Das war für mich bis jetzt noch selten ein Problem. Und heuer?

Viele Menschen essen im Urlaub gleich viel mehr als daheim. Weil es eben dieses zumindest aus quantitativen Aspekten gute All-You-Can-Eat Buffet gibt, oder weil man viel später am Abend noch isst und so weiter und so fort. Nachdem ich aber ohnehin auch zu Hause recht viel gegessen habe, hat sich die Veränderung im Urlaub nie zu Buche dh zur Waage geschlagen. Im Gegenteil: Durch kontrolliertere und geregeltere Essenszeiten und insbesondere viel mehr Bewegung habe ich zu Urlaubszeiten zumeist abgenommen. Und auch in diesem Jahr war es so, trotz wahrlich schwerwiegender Prüfungen:

Begonnen hat es im Biohotel Ulrichshof im bayrischen Wald. Ein Paradies für Familien mit Babies und Kleinkindern. Und ein Paradies für Schlemmer, insbesondere Freunde der deftigen Kost. Natürlich war hier alles biologisch – aber die Tatsache, daß mein Schweinebraten von einem glücklichen Schwein stammte und der Käsekuchen aus Biosahne fabriziert wurde, heisst halt noch lange nicht, daß man davon nicht runder wird. Und weil das ganze noch frei portionierbar von einem üppigen Buffet kam, hab ich mit Sicherheit mehr gegessen, als ich es normal gewohnt bin. Wie auch beim Kuchenbuffet am Nachmittag (siehe Bild).

Aber der Ulrichshof ist eben ein Kinderhotel – und das heisst nicht, daß hier nur die Kinder herumtollen. Erstens hatte ich genug damit zu tun, meinem Sohn nachzuhirschen und all seine Unternehmungen mitzumachen (Irgendwer muss das Pony ja führen, oder mit dem Kleinen auf die Wasserrutsche). Und zweitens hab ich alle Momente, in denen die Kinder in Gruppen beschäftigt waren (Piratenfest, Kinderdisco usw) genutzt um Sport zu machen. Schwimmen, Tennis und Radfahren – Und wer schon mal durch den bayrischen Wald geradelt ist, der weiss wie hügelig es dort werden kann.

Die zweite Hälfte des Urlaubs fand dann in Oberfranken statt, einer Region die auch nicht gerade für Gemüseküche oder gesunde Salate bekannt wurde. Und mittendrin war ich auf einer Hochzeit geladen. Auch dort war ich in der Schlange zum Schnitzel- und Bratenbuffet wieder in vorderster Position dabei:

Der Vorabend der Hochzeit wurde in einem Biergarten zelebriert und der Tag danach wurde (zumindest von mir) dazu genutzt, die Kuchenreste verschwinden zu lassen. Alles in allem auch nicht unbedingt der Klassiker für Abnehmwillige!

Aber auch hier bin ich öfters in die Radpedale getreten, machte große Spaziergänge oder bin mit meinem Sohn herumgerudert. Es ermangelte also neben gutem Essen auch nicht an Bewegung.

Und so kam es, daß ich nach 11 Tagen Urlaub in Deutschland tatsächlich mit fast 2 kg weniger wieder nach Hause gekommen bin. Leider hab ich diese 2 kg in den restlichen 4 Tagen daheim wieder eingebüßt. Der nächste Urlaub kommt aber bestimmt!