Ihr Kind mag auch gerne Fruchtjoghurt? Im Regal im Supermarkt stehen ja genug! Oder seien wir ehrlich: Es stehen dort ganz viele gezuckerte Joghurtprodukte mit Fruchtabbildungen am Deckel.

Innen drinnen gibt es zumeinst Aromastoffe. Und wenn darauf die Bezeichnung “mit echten Früchten” steht, gilt das schon als hervorzuhebendes Qualitätsmerkmal. Echt noch mit Früchten – wow! Was aber gar nicht so bekannt ist: Oft sind es gar nicht die eigentlichen Früchte. Von einem Kürbisbauer in Niederösterreich hörte ich, daß er den Großteil seiner Produktion an eine Molkereigenossenschaft verkauft, die das Kürbisfleisch dann als Fruchtstücke dem aromatisierten “Erdbeerjoghurt” beimischt.

Daher machen mein Sohn und ich uns das Fruchtjoghurt selber. Mit richtigen Früchten, eh klar! Und ganz ohne Zucker: selbstverständlich.

Wir schneiden einen Apfel, eine Banane und heute auch mal ein Stück Mango und werfen es in eine große Schüssel.

Gemeinsam mit einem Becher Ziegen- oder Schafjoghurt pürieren wir das ganze mit dem Mixstab. Das Ding ist schon irgendwie das Lieblingsspielzeug von meinem Sohn geworden.

Und was rausgekommen ist, war ein wirklich leckeres Joghurt, wobei der Fruchtanteil weit über 50 Prozent gelegen ist. Damit kann kein konventionelles Industrieprodukt aus dem Regal mithalten. Geschmacklich ja sowieso nicht.

Regen, Nieseln, Wolken. So war der Juni 2012 bis gestern. Nun aber – plötzlich von gestern auf heute – wurde Sommer. Kein Wölkchen ziert den Himmel und das Thermometer wandert fast an die 30°C. Endlich mal Zeit für Eis!

Aber da bin ich wählerisch. Ich mag die Frucht im Eis. Mag den natürlichen Geschmack erkennen – pur und ohne jegliche Hilfsmittel. Achja, allzu süss und fett sollte es halt auch nicht sein. Da bleiben mir nicht viel Alternativen. Und wie sooft bedeutet das für mich: Selbermachen. Denn nur bei Speisen, die ich selber zubereite, kann ich kontrollieren, was dann wirklich drinnen ist. Im Kühlschrank (als Schutz vor den Fruchtfliegen) hatte ich noch den Rest von burgenländischen Erdbeeren, die ich vor wenigen Tagen beim Berber am Naschmarkt erstanden habe.

Genau so kleingeschnitten stelle ich die Beeren für längere Zeit in den Tiefkühler, bis sie so richtig hart gefroren sind. Heute hab ich das nach dem Frühstück erledigt und bin dann zum Annahof für meine Wochenendeinkäufe gefahren. Heimgekommen, also vielleicht 90 Minuten später, hatten die Früchte die richtige Konsistenz.

Mit etwas mehr als 120 g Biojoghurt und ein paar Tropfen Stevia lass ich dann den Pürierstab ran. Die ersten Sekunden mutet der Sound eher einer Zahnarztpraxis an, die Angst steht im Raum, die scharfe Kante des Pürierers zerbricht an den hartgefrorenen Erdbeeren. Aber binnen 40 Sekunden entwickelt sich die Masse zu einer  fruchtigen Eiscreme, die den Vergleich mit konventionellem Saloneis nicht zu scheuen braucht.