Meinen Garten hab ich ja jetzt bekommen, die ersten Arbeiten sind getan. Jetzt hoffe ich, daß uns die Eisheiligen nichts böses wollen.

Freitag morgen bin ich schon 5.45 Uhr in meinem Selbsterntegarten in Siebenhirten gekniet. Die Jungpflanzen, die sich 2 Wochen auf meinem Balkon entwickeln konnten, sollten nun auf meine Parzelle gepflanzt werden. Supersache, so früh am morgen. Man ist beinahe allein am Feld. Gerade am Nachbarfeld, das kommerziell bestellt wird, tummelt sich schon eine Gruppe Ungarn und die Ketzergasse dröhnt im ersten Morgenverkehr.

Erst zum Frühstück daheim hab ich dann meine nächtlichen mails und blogeinträge gelesen. Dabei kam mir eine Nachricht unter, die mich etwas erblassen liess: Frau B. meinte, es wäre noch zu früh, die Jungpflanzen auszusetzen. Auch die zuständige Gutsverwaltung gibt daher die Gemüsepflanzen erst in 10 Tagen an die Parzellenpächter aus. Der Grund: Dieses Wochenende kommen ja noch die Eisheiligen, eine mitteleuropäische meteorologische Singularität (Witterunsregelfälle). Zwischen 11.Mai (Mamertus) und 15.Mai (Sophie) könnte es demnach noch einmal so richtig kalt werden. Meine armen Pflanzerln! Was tun? Mit Vlies abdecken? Wieder auf den Balkon zurückholen?

Karl Ploberger & Michaela Bartl am Biomarkt Freyung

Karl Ploberger & Michaela Bartl am Biomarkt Freyung

Etwas nervös bin ich dann vormittags zum Sushi-Frühstück auf den Biomarkt Freyung gegangen (Der WWF präsentierte Journalisten gemeinsam mit der ARGE BioFisch sogenannte Bio-Sushi). Dort habe ich dann auch den aus dem österreichischen TV bekannten grünen Bio-Gärtner Karl Ploberger getroffen und Ihm meine Sorgen erzählt. Die hat er aber sofort abgeschwächt und gemeint, da bräuchte ich mir keine Sorgen machen. Nun gut.

Die Temperaturen sind dann ab Samstag mittag tatsächlich um gut 15°C gesunken. Die Witterungsregelfälle sind also tatsächlich wahr. Den Pflanzen geht es aber noch gut, grad der Wind hat ein paar Spuren hinterlassen. Aber heute morgen wahr alles eitel Wonne. Und so soll es auch bleiben.

 

 

Vor wenigen Tagen hatte ich ein Buch in der Post, das ein durchaus schlauer Ratgeber für Abnehmwillige Menschen ist und sehr informativ die Grundlagen aufzeigt.

“Salamitaktik zum Wohlfühlgewicht” wurde vom forum.ernährung.heute herausgegeben und von Mag.Marlies Gruber (Wissenschaftliche Leitung des forums) und Mag.Karin Lobner (Ernährungswissenschaftlerin und Psychotherapeutin) verfasst. Letztere ist auch Begründerin der Gefühlsküche und war in meiner Ausbildung zum Ernährungsvorsorgecoach  eine sehr spannende Vortragende.

Mit der Salamitaktik scheibchenweise zum Erfolg
Salami und Abnehmen? Die Verbindung stellt man normalerweise nicht so schnell her. Doch es geht um die Herangehensweise: Salami verzehrt man scheibchenweise – genauso funktioniert es mit der Gewichtsreduktion. Denn Gewohnheiten sind hartnäckig. Sie lassen sich nur Schritt für Schritt ändern. Gerade das Essverhalten mit seinen vielfachen täglichen Prägungen läuft nahezu automatisiert ab und oftmals wird nicht mehr bewusst wahrgenommen, wann wir welche Produkte in welchen Mengen konsumieren.

Für ein langfristiges Wohlfühlgewicht gilt es daher, langsam und nachhaltig etablierte Ernährungs- und Verhaltensmuster zu entdecken und umzustellen. Hungerkuren und Diäten sind dabei tabu. Es geht schließlich nicht darum weniger, sondern besser zu essen und zu trinken – verbunden mit einem aktiven Lebensstil. Zudem kann keine der kurzfristigen Einschränkungen je für langfristige Zufriedenheit sorgen. Im Gegenteil: Der Jojo-Effekt folgt bestimmt.

Motiviert und mit langem Atem
Behutsame Änderungen beginnen beim Einkauf und beim Speiseplan, bei den Reaktionen auf Stress und Fadesse sowie beim Freizeitverhalten. Optimal ist, wenn man so langsam vorgeht, dass man im Grunde nichts vermisst. Denn mit einem guten Gefühl fällt das Dranbleiben leichter und führt folglich zu einer langfristigen Änderung des Lebensstils – inklusive Gewichtsreduktion.

Wesentlich für eine gelungene Veränderung ist auch, die eigene Motivation zu kennen und sich selbst Zeit zu geben. „Beim Abnehmen oder in der – im Vergleich viel schwierigeren – ersten Phase des Gewichthaltens gibt es immer wieder Stolpersteine und Rückschläge. Deshalb haben wir in Form des Ratgebers ‚Salamitaktik zum Wohlfühlgewicht‘ nachvollziehbare Tipps für die Praxis und den Alltag zusammengestellt. Ob für Einsteiger, Ausredefreudige, ewig Hungrige, Stress-Esser oder Belohnungsschlemmer – es ist für alle etwas dabei”, so Marlies Gruber, wissenschaftliche Leiterin des forum. ernährung heute. Die Kernaussage: Auf dem Weg zum Wohlfühlgewicht braucht es ein gutes Gespür für sich selbst sowie Ausdauer und Geduld für kleine, aber stetige Lebensstilveränderungen.
Zahlreiche Anregungen gibt es in dem 72-seitigen Ratgeber “Salamitaktik zum Wohlfühlgewicht”, herausgegeben vom forum. ernährung heute. Bestellung direkt um € 9,40 /zzgl.Versandkosten

Es war in 4 Jahren nun die X-te Sendung, in der ich zum Thema Dick sein bzw. Abnehmen zu Gast sein durfte. Aber diesmal war es fein. Richtig fein.

Nach meinem Start bei DU BIST WAS DU ISST (die Sendung in der Sasha Walleczek die Ernährungsberaterin mimte) und den darauffolgenden Auftritten bei ATV, PulsTV, ZDF und RTL war es längere Zeit ruhig. Dann kam nochmal diese unselige Geschichte in der Barbara Karlich-Show. Und irgendwie war ich dann müde davon. Brachte es meinen Geschichten hier zwar wieder einige Öffentlichkeit und mir wieder ein bisschen zusätzlichen Druck und Motivation – die Art und Weise, wie man mit Kandidaten und (nicht sehr prominenten) Gästen im Privatfernsehen oder in Nachmittags-Talkshows umgeht, war unter jeder Würde.

Sehr zweifelnd war ich daher bei einem Angebot, in der TV Show von Barbara Stöckl im ORF dabeizusein. Und noch bis kurz vor der Sendung hatte ich meine Zweifel, ob ich wirklich dorthin passe. Aber es war gut. Es war richtig gut.

Auch meine Eltern sind im Publikum gesessen und durften vor der Show Backstage mit den anderen Gästen und Redakteuren sprechen. Alles war sehr professionell organisiert – und alle Beiträge in der Show gut recherchiert und nicht zu reißerisch aufbereitet. Hier hat man den Unterschied zwischen den unangenehmen Privat TV Shows und dem öffentlichen rechtlichen Fernsehen im Hauptabendprogramm kräftig bemerkt.

Die Sendung kann man noch bis Mitte Mai 2012 auf diesem Link online in der ORF Mediathek ansehen.

Nachdem mein Projekt in einem 6minütigen Film vorgestellt wurde, durfte ich mit anderen Personen, die in Österreich weitläufig als bisserl prominent gelten für 60 Minuten Bewegung ausüben. Während Christoph Fälbl putzte und Zabine Kapfinger mit Ihrem Gatten tanzte, radelte ich auf einem Ergometer und wurde mit Pulsuhr und Herzgurt überwacht. Nach einer Stunde wurde überprüft, wieviel Kilokalorien (kcal) ich bei dieser Bewegung verbraucht habe. War nicht einfach, denn anders als bei der täglichen Radltour in die Arbeit (an diesem Tag hatte ich schon 90 min radeln in den strammen Wadeln) gab es weder Pausen noch kühlenden Wind. Ich schwitzte wie Sau. Aber immerhin hab ich über 800 kcal verbraucht.

Und nachdem über 90 Minuten über gesundes Essen, Abnehmen und Gesunder Ernährung gesprochen wurde, gab es nach der Sendung im Backstagebereich für die Gäste Gulasch und Schnitzel und Käsebrote. Ich muss gestehen: Ein kleines Schnitzerl hab ich dann gegessen.

 

Im letzten Jahr hatte ich mit meiner Schwester gemeinsam eine Parzelle im Selbsterntegarten in Erlaa. Heuer haben wir uns offensichtlich zu spät angemeldet. Alles war schon besetzt. Möglicherweise wird es morgen bei der Übergabe noch Restplätze geben, derweil versuche ich am Balkon mein Glück.

Am Wochenende besuchte ich mit meinem Sohn die Gartenfreuden Schau in Perchtoldsdorf. Dort konnten wir uns schon mit Bio-Jungpflanzen vom Biohof Rapf und Saatgut von Reinsaat eindecken, die ersten Exemplare haben wir gleich am Balkon ausgepflanzt. Wenn mein Sohn neben mir aufwachst ist mir unheimlich wichtig, daß er einen vernünftigen Umgang mit gesunden Lebensmitteln bekommt und auch selbst sieht und mithilft, wie Obst und Gemüse wächst und gedeiht.

Platz haben wir da nicht viel, die Pflanzen müssen sich die 4 m2 derweilen noch mit 2 Fahrrädern und einigen Mineralwasserkisten teilen. Aber es kommt Licht von 2 Seiten und für uns ist die Pflege recht leicht. Motiviert wurden wir durch das Buch über Bio-Balkongärten von Andrea Heistinger, dessen Präsentation in der Wiener Hauptbücherei ich vor einiger Zeit besuchen durfte.

Ein Funken Hoffnung ist aber noch da, daß wir eine Restparzelle im Selbsterntegarten bekommen, dann werden die nicht mehr ganz so jungen Jungpflanzen noch einmal umgesetzt.