Grad ein paar Tage ist es her, daß die Winterzeit mit einem kleinen einstündigem Tagesverkürzungsprogramm beendet wurde, steht schon wieder das Thema Fahrradfahren weit oben auf meiner Prioritätenliste.

Mein Drahtesel an einem der noch lebenden Bäume rund um das Bahnhofsprojekt Stuttgart21

 

Der Drahtesel ist geölt und renoviert und hat schon wieder meine ersten Reisen mitgemacht. Unter anderem hab ich die Autostadt Stuttgart unsicher gemacht. Was nicht ganz einfach ist. Denn das Zentrum ist ein Talkessel und wohnen tut man quasi ringsrum. Das ist beim Fahren in die City ganz angenehm, heimwärts gehts aber zumeist immer rauf bis steil bergauf. Ein Problem, daß mich auch in Wien zumeist hemmt, in die Arbeit zu fahren. Denn bei den cirka 9 km, die ich pro Richtung zurücklegen muss, ist doch immerhin die große Schwelle rund um den Schönbrunner Schlosspark dabei, in Straßennamen gefasst: Die Grünbergstrasse.

In der Stadt selber, also im zentral gelegenen Büro, vermisse ich fast täglich mein Fahrrad, das mich bei kurzen Wegen quer über den Naschmarkt oder schnell mal zum Bäcker Gragger in die Innenstadt bringt. Zu einem Termin im Museumsquartier oder irgendwo am Donaukanal. Alles einfach, schnell und leicht zur erreichen. Aber der Weg von daheim ist für einen Geschäftstag und meine Kondition in vielen Fällen noch zu sportlich. Inbesondere, wenn ich Kundentermine hab und hier nicht duschen kann. Was also wäre die Lösung?

Die halbe Strecke den Drahtesel in den Öffis mitnehmen? In Wien zahlt man dafür in der Schnellbahn einen eigenen Fahrschein, und in der Rush-Hour ist es auch nicht so komfortabel in dem Gewirr ein Fahrrad mit sich zu führen. Oder: und das verfestigt sich immer mehr in meinem Hirn – der Hang zum Zweitrad! Vielleicht sollte ich mir einfach günstig ein zweites Fahrrad gebraucht kaufen, daß ich für solche Wege immer im oder ums Büro herum abgestellt habe. Eine Lösung dafür wäre natürlich auch ein Faltrad, daß ich noch einfacher auf Reisen mitnehmen könnte. Vor wenigen Tagen hatte ich die Möglichkeit, so ein Teil zu testen.

Auf einem Tern durch die Autostadt

Eigentlich hab ich das immer für ziemlich bescheuert gehalten. Ein Klapprad! Das ist doch nichts für richtige Radfahrer. Aber es war anders als gedacht. Das Teil ist leicht, handlich und vor allem: man kann damit wirklich Tempo machen. Es hatte eine sehr flotte Schaltung, die mit der rechten Hand am Lenker zu betätigen war und mit einem BioLogic-Fahrradprogramm & Halterung für mein iPhone konnte ich sehr schnell und einfach meine Daten verfolgen. Geschwindigkeit, Distanz, Route -> alles in einer App. Sehr praktisch. Das Fahrrad musste ich leider wieder zurückgeben, den iPhone-Halter durfte ich behalten und das Programm Bike-Brain Lite von BioLogic kann sich ohnehin jeder iPhone-Besitzer kostenlos runterladen – und ich kann das nur empfehlen.

Die Bike-Brain App für das iPhone am BioLogic Fahrradhalter.

Dieses Tern Faltrad hat mich echt begeistert und seit Tagen wäge ich meine Finanzen ab, und überlege Alternativen. Auch BMW mit Ihrer Kleinwagenmarke Mini haben nun ein Faltrad auf den Markt geworfen. Vielleicht sollte ich das auch noch mal Probefahren? Aber ich glaub die Entscheidung zum Zweitrad ist gefallen.