Gestern abend gab es im deutschen Fernsehen einen sehr interessanten Bericht, in dem Tim Mälzer an Hand eines Versuches dem Mythos um richtige und gesunde Ernährung nachgegangen ist. Das Ergebnis war für mich sehr überraschend und hinterlässt einige offene Fragen.

Mit dieser Sendung hat es eine gut recherchierte und interessant gestaltete Doku mitten in der Fastenzeit in die ARD Prime-Time geschafft. Als Fernsehkkoch konnte ich Tim Mälzer nie besonders viel abgewinnen. Zuletzt – nachdem er längere Zeit auf Grund eines Burn-Outs aus den Medien verschwunden war – hat der Norddeutsche bei mir aber mit mehreren Medienauftritten an Sympathie gewinnen können.

Für dieses Format hat er gemeinsam mit der Universitätsklinik Heidelberg 3 Gruppen von Probanden über 14 Tage mit je einer bekannten Ernährungsform versorgt. Allesamt gesunde junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren, die über den Versuchszeitraum alle die selbe Kalorienmenge zu sich genommen haben und den Durst nur mit Wasser oder ungesüssten Tee stillten. (Frauen waren für einen Test über einen solchen Zeitraum nicht geeignet, da die Hormonschwankungen die Ergebnisse verzerrt hätten). Die erste Gruppe ernährte sich ausschliesslich mit deutscher Hausmannskost (Motto “Fleisch satt”), die zweite mit der sogenannten Mediterranen Kost (Die Mittelmeerküche Italiens, Spaniens und Griechenlands) und die dritte Gruppe bekam nur Fast Food (Burger, Spiegelei, Pommes etc.).

Mit seinem Versuch wollte Tim Mälzer insbesondere eine Aussage von Professor Dr. med. Peter Nawroth, dem führenden Stoffwechselexperten und Leiter der Uniklinik Heidelberg, widerlegen. Nawroth sagte:  “Ob es eine Kost gibt, die bei einem Gesunden das Leben noch weiter verlängern könnte, Krebs und Herzerkrankungen seltener machen könnte, Blutdruck noch mehr senken könnte – das sind alles Themen die gehören in den Bereich des Glaubens aber nicht in den Bereich der durch wissenschaftliche Beweise unterstützten Medizin” Seine Thesen:

1. Ungesunde Nahrungsmittel soll es nicht geben

2. Ein gesunder Mensch kann im Prinzip alles essen was er will, sofern die Menge stimmt.

3. Es gibt auch keine Ernährung, die einen noch gesünder macht

Bevor die 14-tägige Phase der einseitigen Ernährung zu Testzwecken einsetzte, wurden alle Männer für 2 Wochen mit exakt dem selben ausgewogenen Speiseplan versorgt, damit man für den Versuche von einem einheitlichen Stoffwechsel ausging.

Während den letzten beiden Wochen bekamen die Probanden täglich 2500 kcal an Nahrungsmittel über den Tag verteilt. Auf Grund der unterschiedlichen Energiedichte und Fettgehalte war das mengenmäßig sehr unterschiedlich. Durchschnittlich bekam die Gruppe der Mediterranen Kost dann 2030 g Nahrung täglich, die Gruppe der deutschen Hausmannskost 1335 kcal und die Fast-Food Gruppe nur 940 g.

Das führte schon nach einer Woche dazu, daß sich die Gruppe der Fast-Food Esser sehr hungrig fühlte und auch eher schlapp und unwohl. Die anderen, insbesondere die Gruppe der Mittelmeerkost, blühten auf und fühlten sich sehr leistungsstark. In den letzten beiden Tagen setzte man die Kalorienzahl für alle nochmal hinauf, damit die Fast-Food-Gruppe bis zum Ende durchhielt. Was allerdings dazu führte, daß die Gruppe der Mittelmeerkost Ihre Portionen (mit derselben Energie-Menge in kcal) fast nicht mehr bewältigen konnte.

Nach Ende der Versuchsreihe wurde allen Versuchspersonen wieder Blut abgenommen und alle relevanten Gesundheitswerte, sowie Körpergewicht gecheckt. Alle Teilnehmer waren ausreichend mit Vitaminen versorgt und alle Werte (Blutfett, Cholesterin, Harnsäure etc) in Ordnung. Damit wurde zumindest in dieser Versuchsreihe bewiesen, daß nicht die Art der Ernährung, sondern die Menge für Gesundheit und Übergewicht verantwortlich ist.

Insbesondere auf die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen wurde geschaut:  Hier wurde bewiesen, was auch schon im SPIEGEL-Report vor wenigen Wochen thematisiert wurde -> selbst bei durschnittlicher oder als “klassisch schlechter” Ernährung ist die grundsätzliche Vitaminversorgung gegeben. Gerade bei Vitamin C wurde in der Fast Food Gruppe ein kleiner Mangel festgestellt, der aber schon durch ein kleines Glas Orangensaft täglich beseitigt werden kann.

Aber warum fühlten sich die Gruppe mit der Mittelmeerkost subjektiv um so viel besser als die Fast-Food Esser? Prof.Nawroth: “Es gibt immer einen Placebo-Effekt. Wenn ich was “gesundes” ess fühle ich mich besser und wenn ich etwas zu mir nehme, daß das Label “Krankmacher” trägt, fühle ich mich gleich schlechter. Ausserdem ist eine hohe Fett- und Energiedichte im Essen einfach mühsamer zu verdauen. Leichte Kost ist auch einfacher zu verdauen und das spürt man schon beim Wohlbefinden. Ausserdem: Wenn man es nicht gewohnt ist, so energiedicht zu essen – dann ist man schlicht und ergreifend hungrig.”

Eine Grundvoraussetzung muss man zu dieser Versuchsreihe allerdings erwähnen. Für alle Teilnehmer wurde während dieser extremen 2 Wochen frisch gekocht. Selbst das Fast-Food war aus frischen Zutaten von Mälzer’s Team speziell für die Gruppe zubereitet worden. Es gab kein Dosenfutter oder Convenience-Produkte. Auch wurde einheitlich Wasser getrunken.

Ich seh mir die Doku in der Mediathek sicher noch ein zweites Mal an und werde einige Aspekte genauer hinterfragen. Grundsätzlich aber eine absolute TV Mediathek-Empfehlung:

Ernährungscheck mit Tim Mälzer

Da ist es wieder mein großes Problem. Und dem geneigten Leser meines Blogs wird das Thema nicht ganz unbekannt vorkommen. Viel zu oft versuchte ich es anzugehen und immer wieder hielten meine Vorsätze nur kurz. Ich esse noch immer viel zu viel süsses Zeug!

Heute morgen auf der Waage hatte ich das Glücksgefühl, mit 132 kg wieder auf einem Tiefstand zu sein. Als ich den dann in die Tabelle meiner Abnehmgruppe im Internet eingetragen habe, bemerkte ich, daß ich genau dieses Gewicht schon am ersten Wiegetag nach Weihnachten hatte. Es ist zwar ein Gewicht, daß ich davor irgendwann zur Jahrtausendwende hatte, aber trotztdem fühlt es sich blöd an. Wenngleich mein Weg ja ein langsamer und daher nachhaltiger sein soll fühlt es sich irgendwie nutzlos an, wenn der Gewichtsverlust in genau 2 Monaten genau 0 Kilogramm ist. Warum aber eigentlich?

So sieht er aus, mein Feind!

So sieht er aus, mein Feind!

Zwei wichtige Faktoren sehe ich: Zuwenig effiziente Bewegung und das eigentliche Übel – noch immer, oder schon wieder viel zu viel Süssigkeiten. Und wie mir zuletzt offen vorgeworfen wurde: Es ist wohl eine Sucht. Für die Bewegung zeichnet in den letzten beiden Monaten vielleicht auch das Wetter verantwortlich, hinzu kam diese dämliche Gürtelrose auf der Kopfhaut, die mich für 3 Wochen auch etwas eingeschränkt hat. Und wann war ich zum letzten Mal im Hallenbad? Sehr nachlässig, sehr sehr nachlässig!

Zum nächsten Schwimmtreff hab ich bereits aufgerufen. Meine Ernährung im allgemeinen ist auch viel besser geworden (seit über 4 Wochen nun auch fleischlos), der Knackpunkt ist aber immer noch der Zucker, insbesondere meine sogenannte “Jause” nach dem Mittagessen und manchmal auch schon ein Vormittagssnack.

Da kam mir das folgende Buch sehr gelegen, denn wie auch der Autor Andreas Schweinbenz selber meint: Fundiertes Wissen ist das wichtigste und erfolgreichste Mittel gegen Übergewicht.

Zucker ist ein grosses Thema für mich. Daher möchte ich mich noch stärker hier damit auseinandersetzen und Euch ein paar verschiedene Varianten, die für mich als Alternativen gelten, vorstellen:

 

 

Ich habe erst einige Kapitel des Buches durch, aber viele Fakten haben mich wieder ein wenig aufgerüttelt. Na klar, ganz neu war das nicht, aber es hilft mir und ist frische Motivation:

– die vielen Zuckermengen verursachen nicht nur eine äusserst schlechte Energiebilanz

– Sie belasten zudem meinen Insulinhaushalt und provozieren Diabetes

– von den kariogenen Auswirkungen ganz zu schweigen

– Zucker ist es, der mich oft schon so früh müde werden lässt

Obwohl es mich im privaten Bereich wieder mal sehr emotionell beutelt und ich mich gerade in diesen Situationen oft an meine “Suchtmittel” halte, hab ich am gestrigen Sonntag mal versucht, meine “Jause” zu stoppen. Es war gar nicht so leicht. Immer ist mir die Lust auf was Süsses durch den Kopf geschossen. Gerade in der Zeit nach dem Mittagessen, wo mein Sohn für fast 2 Stunden schlafen geht, ist normal die Zeit für diese Jause. Zum Kaffee ein Plundergebäck, ein Stück Torte oder Unmengen von Keksen. Gestern dann eben nicht. Gleich den Kaffee auch weggelassen, denn alleine würde der auch ganz blöd dastehen. Am Abend dann ein üppiger Salat mit Tofuwürstchen. Da hab ich mal das Brot auch weggelassen. Und es ging gut.

Heute droht aber im Büro die nächste Herausforderung. Zusehr hat sich nach dem Mittagessen schon der Gang zum Bäcker institutionalisiert bzw der Griff in den Schrank mit den Süssigkeiten, die den Mitarbeitern unseres Unternehmens kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Gang vorbei wird mir heute nicht leicht fallen. Aber ich werde es versuchen.

Literaturhinweis: SCHATZ, MEINE HOSE RUTSCHT! (Vibono Books) von Dr. Andreas Schweinbenz

 

Eigentlich startete es nur als Vorsatz für ein Wochenende – nun habe ich bereits 24 aufeinanderfolgende Tage ohne Fleischprodukte in meiner Kost hinter mir. Und so kam es dazu:

Lafer's Backhendl im Steirereck

Lafer's Backhendl im Steirereck

Es war ein Donnerstag im späten Jänner. Mittags präsentierte Johann Lafer im Wiener Steirereck sein neues Buch “Meine Heimatküche” und inmitten von zahlreichen Prominenten durfte ich Kostproben seiner Rezepte probieren – allen voran: Backhendl und Wiener Schnitzel. Diese in hervorragender Qualität – so konnte ich einfach meine Finger nicht davon lassen, als die Kellner mit den Kosttellern öfters an mir vorbeistolzierten. Am Abend dann feierte unsere Firma den Einzug in ein neues Büro und das hervorragende Bio-Catering aus der Villa Berging versorgte uns mit exzellentem Fingerfood. Und wieder konnte ich nicht widerstehen. Zu oft hab ich zugelangt, zu viel Fleisch musste durch meinen Verdauungsapparat. Das spürte ich. Schon abends am Heimweg und erst recht in den Knochen und Gelenken am nächsten Morgen. Ich fühle mich dann immer etwas älter und unbeweglicher. Und das mag ich nicht. Also war der Vorsatz schnell gefällt: Über das Wochenende mal total auf Fleisch verzichten. Das fällt mir ja normal auch gar nicht schwer.

Die erste Challenge kam erst fünf Tage später, als ich im Familienkreis zum Essen eingeladen war und schon im Vorfeld signalisierte, daß ich mich beim Tafelspitz diesmal nur an die Beilagen halten werde. Und ich bin froh, daß dies an dem Abend nicht thematisiert wurde und ich frech und frei einfach nur von Spinat, Rösti und Gemüse mit Joghurt-Schnittlauch Sauce satt wurde. Was heisst eigentlich “nur”. Das war eine total leckere Mahlzeit, der es an nichts gefehlt hat.

In der Zwischenzeit gab es viel Lektüre über vegetarische Kost. Zum Beispiel Attila Hildmanns neues Buch “Vegan for Fun”. Ich entwickle mich zwar gerade in eine Richtung, in der es keinen klassischen Fleischersatz braucht (wo alles fleischliche durch zB Tofu oder Weizengluten ersetzt wird), aber ein paar interessante Rezepte habe ich auch dort gefunden. Da ich in den letzten Wochen sehr viel mit Linsen experimentiert habe und zum Teil auch Teigwaren wie Tarhonja damit supplementiere, klappte es auch mit der Verdauung wunderbar.

Irgendwie habe ich mir nicht von Tag 1 weg vorgenommen, kein Fleisch mehr zu essen. Aber desto länger diese Phase dauert, desto weniger habe ich Lust auf tierische Produkte. Bei meinen Eltern am Wochenende zu Mittag habe ich nur Reis mit gemischtem Salat gegessen, während der Rest der Familie Lungenbraten verzehrte. War nicht besonders ausgewogen meine Kost, aber das konnte ich durch vollwertiges Frühstück und reichlich Gemüse am Abend wieder wettmachen.

Am vorletzten Wochenende habe ich mit meinem kleinen Florian dann zum Einkaufen den Hofladen des Biogutes Annahof in Laab/Walde besucht. Wir durften auch die Tiere im Stall besuchen. Der Anblick all der kleinen Schweinchen, der freundlichen Rinder und gackerten Hühner war eine Freude. Ich wusste, daß diese – wenn auch ökologisch und sehr artgerecht gehalten – rein zur Fleischproduktion gehalten werden. Und irgendwie hat mir das dann ohnehin auch den Appetit auf Fleisch vermiest.

 

 

 

 

 

 

Die letzten Tage war ich dann in Deutschland. Zuerst auf der Biofach Messe in Nürnberg und dann noch ein Wochenende in Bayreuth. Die Messe war ein Genuss, an vielen Ständen gab es leckere vegetarische und vegane Gerichte zum Verkosten. Auch hier hat es für mich nicht unbedingt diese Ersatzprodukte wie “Vegarnelen” (Garnelenattrappen aus Soja) oder “Cevapcici” (aus Weizengluten) bedarft, es gab genug andere feine Gerichte.

Nur einmal bin ich von meinem unbewusst bewusstem Weg etwas abgekommen. Bei einer Einladung am Freitag abend vergass ich die Gastgeber zuvor über meine neuen Essensgewohnheiten zu informieren. ich war der einzige Gast und es wurde Fisch gekocht. Da habe ich dann ein kleines Stückchen gegessen. Es war gut, aber ich hätte auch ohne leben können, denn als Beilage gab es mit Orangenbulgur gefüllte Rote Beete. Eine Köstlichkeit für sich.

Wenn man dieses kleine Stück Fisch also übersieht, dann habe ich nun 25 Tage ohne Fleischprodukte gelebt und es geht mir sehr gut damit. Ich mag nicht ausschliessen, daß ich bald wieder mal ein Stück davon esse, aber brauchen tu ich es momentan nicht! Und das find ich gut so.

 

Das letzte Wochenende hatte ich einen Brotbackautomaten zum Test daheim. Und ich bin davon begeistert. Ob das gut ist, weiss ich noch nicht.

Von meinem Kollegen hab ich gehört, daß beim letzten Sonnentor-Kräuterfest im Waldviertel von einer Ernährungsberaterin mit Kindern Brot gebacken wurde. Der dazugehörige Ofen soll ein stylisches italienisches Teil gewesen sein. Das hat mich neugierig gemacht, das Gerät haben wir dann im letzten Biorama auf Seite 20  bereits präsentiert, nun wollte ich den DeLonghi Pangourmet Ofen auch einmal testen. Zu diesem Zweck bekam ich Ihn für einige Tage zur Verfügung gestellt.

Der erste Eindruck: Das Ding sieht sehr gut aus, ist kaum größer als meine (nur mehr nutzlos im Weg herumstehende) Mikrowelle und spielt neben Brotbacken noch einige andere feine Stücke. Es gibt nämlich auch noch die normale Backfunktion, mit der man von Bratkartoffeln über Aufläufe bis Hähnchen so ziemlich alles fabrizieren kann.

 

Versuch 1 war sehr leicht: Ich habe eine Bio-Fertigbrotmischung verwendet. Nur noch mit Wasser in die Backform füllen und den Rest macht der Ofen. Für cirka 700 g Brot brauchte er dafür etwas über 2 Stunden. Das Ergebnis war meines Erachtens sensationell. Die Wohnung hat schon nach 90 Minuten wohlig geduftet, aber das fertige Brot war dann der Knüller. Hab es eigentlich nur mit etwas geträufeltem Olivenöl gegessen. Und da habe ich bemerkt wie kontraproduktiv eigenes gutes Brot ist: Man isst viel mehr davon. Gerade wenn es noch warm ist.

Was mich allerdings auch etwas beunruhigt, sind die Stromkosten. Für gerade mal 700 g Brot läuft diese Maschine über 2 Stunden. Auch die Zeit, in der der Teig aufgeht, ist das Ding beleuchtet und gibt ab und an Geräusche von sich. Wie hoch der Unterschied im Energieaufwand zu einem herkömmlichen Backrohr ist, würde ich gerne wissen.

Die positiven Kommentare in Facebook zu meinen ersten Brotbildern haben mich zwar sehr gefreut, allerdings war ich mir auch bewußt, daß dies jetzt nicht grad meine Leistung war, denn im Endeffekt bestand meine Leistung nur im Schalten von On/Off an der Maschine.

Versuch 2 sollte dann schon eine Herausforderung sein: Für meine Mama wollte ich ein glutenfreies Brot backen, das alle Stückchen spielt. Sie jammert oft, das es fast unmöglich sei, ein Brot zu bekommen, das wirklich noch wie Brot schmeckt: ganz ohne Weizen, Roggen, Dinkel etc. Im Biomarkt hab ich mir dann so eine Spezialvollkornmischung aus Reis und Maismehl gekauft, die nur noch mit Trockenhefe und Wasser angerührt werden musste. Das ganze habe ich noch mit vielen kleinen Stücken getrockneter Tomaten, etwas Olivenöl und einiger mediterraner Gewürze verfeinert. Schon beim Teigaufrühren im Brotbackofen (der auch ein eigenes Programm für glutenfreie Brote vorsah) merkte ich den Unterschied zum ersten Versuch: Das Mehl ließ sich nicht so einfach zu einem kompakten Teig kneten und ging bei weitem nicht so gut auf. Das könnte eventuell aber auch durch den Zusatz des Öls sein. Auf alle Fälle musste ich die Maschine zum Beginn der Backzeit nochmal öffnen und den Teig in eine brotähnliche Form bringen.

Nach der angegebenen Backzeit hatte ich das Gefühl, daß das Brot innen noch zu roh war, so hab ich mit dem normalen Backprogramm nochmal 10 Minuten nachgefeuert. Danach hab ich das Brot aufgeschnitten und sowohl meine Mama als auch ich waren begeistert. Schmeckt wie richtig gutes Brot und jedweder konventioneller Brotgeniesser würde wahrscheinlich nicht erkennen, daß es sich um eine glutenfreie Variante handelt. Gerade vom Olivenöl dürfte ich etwas zu viel erwischt haben, den bitteren Nachgeschmack könnte man noch etwas reduzieren.

Alles in allem wird es mir wohl schwer fallen, die Maschine wieder zurückzugeben. Über eine Anschaffung wird jetzt wohl nachgedacht.

 

Ganz unbewußt, vielleicht aber gerade deswegen “bewußt” habe ich in den letzten Tagen komplett auf Fleisch verzichtet, sogar komplett auf tierische Lebensmittel. Fast. Aber vielleicht bestätigen Ausnahmen auch in diesem Fall die Regel.

Eigentlich sollte es gar keine Regel sein. Denn ich habe eigentlich nach wie vor gerne Fleisch gegessen. Dabei habe ich zwar schon darauf geachtet, daß es sich in Grenzen hält und die Qualität der Ware passt. Und mit Qualität meine ich nicht ausschließlich den Gechmack, sondern insbesondere die Herkunft in Bezug auf Tierhaltung und ökologischer Landwirtschaft.

Das ist ein Punkt, der den Fleischkonsum aus wirtschaftlichen Gründen ohnehin schon einschränkt. Denn will ich gutes Hühnerfleisch kaufen, geht das nicht mit Preisen unter € 30 pro kg und das kann ich mir einfach nur noch sehr selten leisten. Der Preis bei konventionellen Hühnerfleisch liegt in etwa bei einem Drittel, bei Diskonterware noch darunter. Dieser Unterschied ist aber jeden Cent wert mehr als nur nachhaltig begründet.

Weil ich mich aber letzte Woche ganz gegen meine eigentliche Einstellung recht ungesund ernährt habe und auch viel zu oft Fleisch gegessen habe (das spüre ich übrigens sofort auch negativ an Hand meines körperlichen Befindens), wollte ich das komplette Wochenende ohne Fleisch auskommen.

Das ist mir auch gelungen. Ganz ohne Probleme. Und mittlerweile sind es jetzt schon 5 Tage geworden, in denen ich kein Fleisch esse. Gestern, als ich zum Mittagstisch am Biohof Adamah eingeladen war, ist mir das erst aufgefallen. Dort wird für die Belegschaft täglich vegetarisch gekocht. Und als ich speziell darauf hingewiesen wurde, ist mir erst aufgefallen, das ich zuletzt Donnerstags letzter Woche Fleisch gegessen hab. Gut so.

Die Veränderung von Attila HildmannInteressanterweise liegen schon seit Tagen zwei Dinge auf der Fernsehbank, die ich mir bald anschauen möchte. Das ist auf der einen Seite das neue Kochbuch von Attila Hildmann: Vegan For Fun. Und auf der anderen Seite die DVD A Life Connected, die ich bei einem Gewinnpiel von Animal Fair gewonnen habe. Das Buch wird mir wohl noch mehr Appetit auf veganes/vegetarisches machen und der Film wohl vor weiteren Fleischverzehr abschrecken.

Ausserdem hab ich beinahe geglaubt, daß ich mich die letzten Tage sogar vegan ernährt hab. Milchprodukte haben in meinem Haushalt ohnehin keinen wichtigen Platz. Erst bei genauerer Hinsicht sind mir dann die paar Löffel Parmesan aufgefallen. Und mit Sicherheit war irgendwo anders auch noch bisserl was tierisches versteckt. Und ich meine jetzt nicht meine Lederschuhe.

Im Eisschrank liegt nun schon seit 2 Wochen eine unangebrochene Packung Schinken. Muss wohl mal auf das Mindesthaltbarkeitsdatum sehen, aber so schnell werde ich das sicher nicht essen. Mein Frühstück sah heute finde ich besonders lecker aus, heute variierte ich mal und hab statt dem morgendlichen Obstporridge wieder gutes Brot mit Hiel-Aufstrichen und viel frischem Gemüse gegessen.

Im Übrigen ist mir in den letzten Tagen auch aufgefallen, daß zwei Freunde von mir zu Vegetariern mutiert sind. Menschen, von denen ich das absolut nicht erwartet hab. Ganz unprätentiös. Weiter So!