Langsam freue ich mich auf die Frühlingswochenenden und die zunehmende Fitness und das Wetter tragen Ihren Teil dazu bei.

Nach den letzten beiden Radauflügen um den Neusiedlersee hab ich so richtig wieder die Lust am Radfahren gespürt. Natürlich ist es noch ein Vergnügen in Grenzen, aber so zwei Stunden  Radeln am Tag gehen schon. Immerhin habe ich jetzt mal den Mut gefasst, die Neusiedlerseeumradelung – sage und trete über 138 km – in den nächsten Wochen anzugehen. Es wird wohl Pfingsten werden.


Und damit ich bis dahin fit bin, will ich keine Chance auslassen, meinen dicken Popo auf diesen ungemütlich und kaum gepolsterten Sattel zu drücken und die strammen Wadeln in die Pedale zu drücken. In den nächsten Tagen treibt es mich beruflich ins Salzburger Land und da muss das Radl auch mit. Irgendwie ist es schön, in eine andere Stadt zu fahren, den Wagen am Stadtrand abzustellen und dann mit dem Velo die kleinen Gässchen und Winkeln der Metropole kennezulernen. So ist heute eben Salzburg dran. Und weil hier gleich am Residenzplatz der Radfrühling mit viel Action gestartet war, bin ich dorthin. Grad rechtzeitig bevor alle abgebaut haben, denn das um 18.00 angekündigte Ende wurde von den Standlern unkommentiert auf 16.00 vorverlegt. Aber grad noch genug Zeit um von einem Radlpannenhelfer eines Touringclubs zu erfahren, daß bei mir sowohl Gangschaltung als auch Bremsen allerdringendst repariert gehören.

Nun gut: Machen wir das halt. Oder besser: Lassen wir das bald machen. Denn mit meinem mechanischen Geschick würde das wohl nie was werden. Danach bin ich etwas schaumgebremst aber doch recht zügig durch die Mozartstadt gedüst, wo ich noch viele nette andere Radfahrer mit Ihren lustigen Vehikeln getroffen habe.

Das Gewicht hat sich in den letzten beiden Wochen konstant knapp über 140 kg eingependelt. Fortschritte gibt es im sportlichen Bereich. Und das ist ja auch schon was !

Schwimmen im Hallenbad ist mittlerweile zu einem Fixum meiner Woche geworden, mindestens einmal in sieben Tagen spule ich über 60 Minuten in Brustlage runter. Das ist gut so und schafft einen guten Ausgleich. Dazu noch viel schnelles gehen und immer wieder kräftiges Herumtollen mit meinem Sohn. Das ist schon ein guter sportlicher Start.

Mit Beginn der wärmeren Witterung war es aber auch wieder Zeit den Drahtesel ans Tageslicht zu befördern. Und nach anfänglichen Unsicherheiten waren schon die ersten Versuche von Erfolg gekrönt. Letztes Wochenende bin ich mit dem Radl über 30 km vom burgenländischen Rust auf die ungarische Seite des Neusiedlersees geradelt, und abschliessend sogar noch 80 Minuten im Hallenbad von Eisenstadt geschwommen. Schön war das. Und voller Stolz war ich, als ich die (gering anmutende Steigung) am Weg vom See hinauf nach Fertörakos ohne Absteigen bezwungen habe. 141 kg müssen da erst mal mit Muskelkraft hinauf pedaliert werden.

Nach so einem Tag spürt man dann schon das Gesäß und ist irgendwie froh, daß das mit dem Stammbaumhalter schon abgeschlossen ist. Fühlen Frauen das eigentlich ähnlich ? Okay ich werds wohl nie nach vollziehen können.

Und gestern dann eine weitere Etappen entlang des Neusiedlersees. Diesmal war der Start in Neusiedl und durch die Pampas (ja, dort wo das Schilf den See von der Zivilisation trennt), ging es Richtung Museumsdorf in Mönchhof und zurück. Etwas über 40 km sind es diesmal geworden. Das Wetter war ja für Ostermontag eher schlecht angesagt und für zumindest 32 km hatten wir da echt Glück. Strahlender Sonnenschein und Eincremen war angesagt. Die letzten 8 km arteten dann zum Wolkenbruchradeln aus und das war wirklich ein grenzwertiges Erlebnis. Denn es war echt saukalt, nass und Sicht (ohne Scheibenwischer auf den Augengläsern) ging gegen Null. Aber irgendwie machte es total Spass. Und Angesichts dessen, daß in Neusiedl eine trockene Garnitur Wäsche und eine heiße Dusche bei Freunden wartete, war es schon irgendwie lustig.

 

Eigentlich waren die Überlegungen für mich nicht wirklich schwer, aber die Aussicht, daß ich eine Absage der Operation vielleicht irgendwann bereuen konnte, gab mir doch zu denken.

Vom ersten Moment an, als ich den Anruf von Frau Dr.Milessi bekam, hatte ich ein ungutes Gefühl: Es war nicht nur diese Abruptheit, die mich unsicher machte. Immerhin sollte ich innerhalb weniger Tage entscheiden, ob ich einer Operation in schon 3 Wochen zustimme, die mir mit einem Schnitt fast 20 kg entfernt.

Nein, es war mit Sicherheit das Zweifeln an der Art, wie ich mich von meinem überschüssigem Fett trenne. Seit dem Anfang meines Weges im Jänner 2010 propagiere ich den natürlichen Weg. Völlig ohne irgendwelche einschränkenden Diäten oder Diätmitteln, wie überteuerte sinnfreie Shakes etc, von denen schlussendlich nur der Hersteller profitiert.

Ich habe mir all diese Speckfalten selber eingebrockt, nun will ich das Schlamassel auch wieder selber auslöffeln. Das bin ich mir schuldig. Auch die Gedanken an die Operation und was dabei wirklich passiert machten mich unrund. Ja, wahrscheinlihc war auch ein bisschen Feigheit dabei. Das gebe ich zu.

Sicherlich werde ich einer Operation wieder nähertreten, wenn ich meinen kompletten Weg zum UHU (=unter Hundert Kilo) absolviert habe und das Gewicht über einen längeren Zeitraum gehalten habe. Aber dann wäre es nur eine kosmetische Korrektur der verbleibenden Hautfalten, die dann nichts mehr zu umfassen haben. Dieser Eingriff wird wohl irgendwann nötig sein. Ein Eingriff viel geringerer Natur.

Also hab ich der Ärztin und damit auch dem TV Sender abgesagt, mit der Bitte, mich in Evidenz zu halten, falls in einem Jahr ein Probant für ähnliche Dinge gesucht wird. Dann wäre ich dabei.

In den Tagen der Überlegung hatte ich auch Kontakt zu einem Freund, mit dem ich mich immer wieder austausche. Auch er hat sehr viel Gewicht verloren, ist seinem Ziel schon ganz nahe und hat sich mit bewunderswerter Disziplin schon halbiert. Für Ihn ist dieses OP-Thema jetzt schon vakant und nach Rücksprache habe ich Ihn an Frau Dr.Milessi weiterempfohlen. Er wurde genommen und schon Mitte Mai wird seine Bauchdecke gestrafft sein. Wie dies alles verlaufen ist, wird es demnächst auf ATV zu sehen geben. Watch Out

Natürlich werde ich irgendwann mal unter das Messer kommen müssen, um die überlappende Haut um die Bauchschürze entfernen zu lassen. Irgendwann ? Wann kann dafür der richtige Zeitpunkt sein ?

Diese Woche überstürzten sich die Ereignisse : Eine Kollegin hat den Aufruf einer Agentur bemerkt, die für eine ORF Sendung einen Patienten suchen, der sich nach langer erfolgreicher Abnahme die hängende Bauchdecke operativ straffen lässt. Nun ist mein Weg dem Ziel ja noch nicht all zu nahe, aber nachdem ich auch nicht wusste, für wann ein Proband gesucht wird, hab ich mich einfach beworben. Eine Bekannte nannte mich vor wenigen Tagen wohl auch “Rampensau”, und viel kann ich dagegen wohl nicht halten.

Die Agentur hat sich umgehend gemeldet und telefonisch wurde mein Abnehweg und derzeitiges Gewicht besprochen. Ich wurde gebeten, eine Termin bei einer plastischen Chirurgin wahrzunehmen, die sich mein Bäuchlein ansehen möchte. Als ich versuchte, die Adresse der Ärztin herauszufinden, entdeckte ich, daß Frau Dr.Dagmar Millesi wohl doch eine ziemlich Prominente Schönheitschirurgin ist. In der Fernsehsendung EIN LEBEN FÜR DIE SCHÖNHEIT operiert Sie öffentlich an Brüsten, Gesichtern und Bäuchen. Das hat mich ein wenig verschreckt. Aber immerhin ging es ja ums Fernsehen, und die wollten ja auch alle Kosten für den Eingriff übernehmen.

Im Warteraum der Praxis von Dr.Millesi

Im Warteraum der Praxis von Dr.Millesi

Unser Termin war nett. Sie war gleicher Meinung wie viele andere, die ich befragt hatte: Eine Operation nach erfolgreicher Abnahme sollte zumeist erst nach mindestens 6 Monaten nach dem erreichten Ziel erfolgen. Und das wäre ja wohl erst Mitte 2012, oder sogar später. Jetzt erzählte Sie mir aber von einer anderen Methode, die mir viele Probleme, die ich momentan mit dem hängenden Bauch habe, ersparen würde. Es gibt eine Operation, bei der gleichzeitig massiv Fett abgesaugt und ausgespült wird, danach die Haut gestrafft und der Nabel wieder an den rechten Platz gesetzt wird. Dauer: cirka 5-6 Stunden. Es wäre allerdings der einzige Eingriff, danach wäre keine Straffung mehr notwendig und ich könnte schon sehr früh wieder viele Sportarten ausüben, die mir jetzt noch sehr schwerfallen. Es wurden Fotos gemacht, Details zum OP-Ablauf besprochen und irgendwie war die Frau Doktor sehr sympathisch und hatte ein offenes Ohr für meine Fragen und Probleme. Das hatte ich mir nach ein paar Blicken in die Fernsehsendung anders erwartet. Aber die Entscheidung liegt auch bei der TV Produktionsfirma.

Zwei Tage später an der Peripherie, in der Hietzinger Villengegend: Ein nettes Gespräch mit der Redaktion der ORF Sendung BEWUSST GESUND, die ja den Aufruf starteten. An meinem Weg war man sehr interessiert. Jedoch, und da stimme ich mit der Produktion überein, wäre mein Projekt “Micky Halbiert Sich” viel interessanter, als nur in einem kurzen Beitrag eine Bauchdeckenstraffung zu zeigen. Eine regelmäßige Beobachtung meiner Fortschritte zum Beispiel. Dafür passt aber das Sendeformat der bewussten Sendung nicht. Versteh ich auch. Man wolle dann einen Bericht über mich drehen, wenn ich am Ziel angelangt bin. Gut so. Auch das freut mich. Die Operation allerdings war damit wohl vom Tisch einstweilen.

30 Minuten später, ich bin grad im Auto meinen Sohn holen gefahren: Dr.Millesi am Telefon. “Die österreichische TV Anstalt möchte Ihre Geschichte bringen, der Operationstermin wäre der 12.Mai. Das ist ein Sonntag.” Schluck. Hust. Nochmal Schluck. Irgendwie konnte ich in dem Moment keine passende Antwort finden. Das Thema war also noch heiss. Sehr heiss sogar. Natürlich konnte ich das jetzt im Auto nicht entscheiden. Wäre mein Bauch in 3 Wochen dann tatsächlich weg ? Will ich das so schnell ? Passt das zu dem Weg, den ich eingeschlagen hab ? Ist das nicht zu früh ? Da hab ich doch schon was vor ! So eine Operation kurz vor dem Sommer, wenn es heiss wird !  All diese Gedanken schossen mir in Sekundenbruchteil durch den Kopf, noch bevor ich mein Statement in Worte fassen konnte. Aber ich erbat mir Bedenkzeit. Sowas lässt sich nicht in Sekunden über die Freisprechanlage des Autos klären. Das gehört überlegt. Da müssen noch andere Meinungen eingeholt werden.

Nächsten Montag, das hab ich Ihr versprochen, werde ich Ihr sagen, ob schon in 3 Wochen das Skalpell das Fettgewebe vom Muskelgewebe trennen wird und ich mit einem Eingriff an die 20 kg und viel viel Haut los bin. Und jetzt ab in mein Grübeleck !

Seit 5 Jahren krebse ich regelmäßig in einem deutschen Abnehmforum herum. Tagebuch schreiben, Informationen austauschen und über weltbewegende Dinge chatten. Nun wurde es Zeit, die Menschen, mit denen man seit Jahren kommuniziert auch mal persönlich kennenzulernen. Beim Forumstreffen in Frankfurt und Mainz.

Viel hat sich geändert, seitdem ich aufhörte Alkohol zu trinken: Früher war ich oft dicht, nun ist es mein Terminkalender laufend. Nach meinem absolut letzten Abend als DJ beim legendären Woodman Clubbing in Wien am Donnerstag und meinem abendlichen Kochkurs am Freitag bin ich Samstag frühmorgens mit dem Flieger nach Frankfurt geflogen. Bei einem gemeinsamen Frühstück über den Dächern von Offenbach hatte ich schon mal einige kennengelernt, die man die letzten Jahre nur als verschwommenes Avatarbild  oder anonymen Profilnamen kannte. Und irgendwie passte es auch zum Thema des Abnehmforums, daß wir den ganzen Tag nur völlerten. Oder sagen wir lieber: gemeinsam genossen.

Ich war ja schon in Frankfurt zuvor, daher hat es mich kaum gestört, daß alle touristischen Pläne, die wir zuvor hatten, über den Haufen geworfen wurden. Und bei gemeinsamen Essen war es doch auch viel gemütlicher zu plaudern als in den überfüllten Strassen der Finanzmetropole. Abends waren wir 10 Leute im gut besuchten Lokal direkt am Main in Mainz. Nicht nur ich hatte eine längere Anreise, auch aus Bremen und der Gegend um Hannover sind Freunde aus dem Forum angereist. Und es gab viel zu quatschen: Nette Menschen allesamt. Und auf ein baldiges Wiedersehen in Wien oder weiter oben im Norden freu ich mich jetzt schon.

Unser Forumstreffen in Frankfurt war auch wieder eine gute Gelegenheit meine gute Freundin Tina zu treffen, die mittlerweile für den Blog von DICKE WELTEN eine famose Gourmetkolumne verfasst. Der Genuss und das gute Essen kann sehr verbindend sein. Und es ist ein Vergnügen mit jemandem unterwegs zu sein, der die Auswahl hochwertiger Lebensmittelprodukte auch sehr schätzt und auf schnell zubereitete Industrieprodukte gerne verzichten kann. Am Sonntag fiel unsere Wahl dann auf einen vegetarischen Ayurveda-Stand, der uns in Schalen aus Palmblättern famose Currys und Chili Non Carne servierte.

Leider musste ich Montag morgen wieder zurück. Niki Lauda flog mich zu meiner Überraschung persönlich. Und in meinem schmerzhaften Knie spür ich die Anstrengungen der letzten Tage sehr stark. Trotzdem: bald wieder. Meine Reiselust ist geweckt … und Frühling ist sowieso. Wie schön !!

Wenn es um weibliche Formen geht, dann halte ich mich gerne an Peter Paul Rubens. Der Name des Malers aus Flandern steht heute noch für den Figurentyp, den er in seinen bekannten Werken zu Leinen brachte.

Und gerade eben habe ich ein reizendes Gedicht in den Weiten des WWW gefunden. Es hat mich amüsiert und ich will es Euch nicht vorenthalten.

Eine Frau aus Rubens Sicht,
zeigte ihre Knochen nicht,
weil sie wusste, dass ein Mann
sich da dran verletzen kann!

Wo sind nur die Zeiten hin,
wo man gar ein Doppelkinn
und ein Bauch und volle Brüste
liebevoll und zärtlich küsste?

Scheinbar gilt es heut als schön,
durch die Frau hindurch zu sehen
und zu winken, wenn sie fliegt,
weil sie überhaupt nichts wiegt!

UND: es wußten schon die alten Römer,
mit Mollies kuscheln das ist viel schöner !!!