Seit letztem August quälen mich immer wieder Schmerzen im rechten Knie. Zögerlich wie so oft, hab ich dann doch einen Arzt drübergelassen. Und der verkündete mir gestern nur Gutes

Bereits im letzten Sommer habe ich hier über meine Knieprobleme geschrieben. Vor Weihnachten bin ich dann aber doch noch zu dem nähergelegenen Orthopäden, der mich sofort zum Röntgen schickte. Den Folgetermin konnte ich terminlich leider nicht wahrnehmen und einen neuen Termin bekam ich erst für gestern.

Klar, daß die mich beim Röntgen sehr seltsam angesehen haben, als ich meine Röntgenbilder erst nach über 2 Monaten abgeholt habe. Der schriftliche Röntgenbefund kündete von Inzipienter Gonarthrose sowie minimalen Femoropatellararthrosezeichen. Sonst unauffälliger Skelettbefund ! Alles klar ? Mir nicht. Aber allzu schlecht sieht es offenbar nicht aus.

Der Arzt sprach ja vor Weihnachten nur von möglichen Schuheinlagen und orthopädischen Hilfen. Soll sein. Wird vielleicht schwierig in meinen ohnehin mit Größe 47 schon recht grossen Latschen. Als ich dann endlich aus dem Wartezimmer geholt wurde erzählte er mir fast fröhlich: “Sehr schön, eine Operation werden wir doch nicht brauchen !” Waaaaaas ???? Welche Operation ???? Davon war nie die Rede ! Hätte ich seine Gedanken früher lesen können, hätt ich den neuerlichen Besuch nicht so lange auf sich warten lassen. War schon etwas geschockt. Er schilderte mir seine Befürchtungen und danach war ich dann doch eher jubelnd denn entsetzt. Mit meinem Gewicht und der trotzdem intensiven Bewegung (Volleyball mit 200 kg, stundenlange Spaziergänge mit 180 kg) hat er sich ärgere Abnützungen und Schäden erwartet.

Also bekomm ich jetzt mal Schuheinlagen. Die Gipsform wurde sogleich erstellt, die passenden Teile hole ich schon nächste Woche ab. Mal sehen wie das in meine zarten Schuhchen passt. Injektionen gegen Schmerzen hat er mir auch angeboten, die hab ich aber natürlich abgelehnt. Hilft mir ja nichts, wenn ich die Schmerzen nicht merke, mag ja die Ursachen bekämpfen. Dafür sollte Medizin eigentlich da sein !

Die Lieblingsjacke geht zu !Mit dem Wissen, daß eine Operation nicht nötig sein wird, von der ich ja ohnehin nichts wusste, hab ich beschwingt diese Grosspraxis verlassen. Hab schnell daheim die Röntgenbilder abgegeben, mich in meine Lieblingsjacke geworfen, die zum ersten Mal überhaupt wirklich passt (hab Sie seit 2 Jahren, hat sich aber vorne nie schliessen lassen – und das lag nicht an der Jacke ). Vor Freude wollte ich schon zum Jubelsprung ansetzen. Aber ob der Bilder aus Neuseeland wollte ich weitere Erdbeben vermeiden und hab meine freudige Energie in einen zweistündigen Spaziergang entlang der Liesing umgesetzt.

In den letzten Tagen wurde breit über eine Studie diskutiert, die den Transfetten neben Ihrer gesundheitsschädigenden Wirkung auch noch den schwarzen Peter für Depressionen zuschiebt. Dabei gibt es für Produkte, die gewöhnlich derartig ungesund konsumiert werden, durchaus gute und appetitliche Kochmethoden.

Transfette, genaugenommen die Transfettsäuren sind in gehärteten Fetten enthalten. Sie entstehen in hocherhitzten ungesättigten Fetten, zB beim frittieren.

Der menschliche Körper schafft es nicht,  Transfette von den lebensnotwendigen, essentiellen Fetten zu unterscheiden. Die Transfettsäuren stören die Grundfunktionen der Zellen.Deswegen werden Transfette auch mit den verschiedensten Problemen in Verbindung gebracht, da sie im ganzenKörper grundlegende Stoffwechselvorgänge stören. Sie werden mit koronaren Erkrankungen, Hirnschlägen, Depressionen und Diabetes Typ II in Verbindung gebracht.

Seit Herbst 2009 gibt es in Österreich ein Gesetz, daß eine maximale Höhe von Transfettanteilen reguliert, in den meisten industriell gefertigten Produkten sind Transfette allerdings weiterhin zu finden. Besonders hohe Anteile findet man besonders bei Pommes in Fast Food-Läden, zumeist aber auch bei vorgebackenen Backrohr Pommes.

Fein geschnippelt und olivenölig benetzt landen diese Fritten im BackrohrKartoffel an sich sind aber ein sehr gesundes Lebensmittel, und mit einigen Tricks kann man auch recht bekömmliche Pommes Frittes zaubern, ohne eine Friteuse anwerfen zu müssen. Bis dato habe ich dazu Kartoffel in kleine Stücke geschnitten und mit nur ganz wenig gewürztem Olivenöl benetzt für cirka 15 Minuten im Backrohr finalisiert.

Nun hat mir aber die freundlichen Menschen von Philipps ein Gerät geborgt, mit dem Pommes Frittes besonders gelungen, aber auch hier fast ohne Fett hergestellt werden können: Der Airfryer. Daß der Hersteller sein patentiertes Heißluftsystem “Rapid” nennt, verzeihe ich den Holländern, denn immerhin soll man mit diesem System bis zu 80 % Fett einsparen, will man herkömmliche Pommes kredenzen.

Dafür habe ich aber auch gleich mein Backrohr in den Konkurrenzkampf geschickt und zweierlei Pommes mit unterschiedlichen Lebensbaum-Gewürzen aus dem Bio-Regal geschnitzt.

Genauso wie mein Backrohr, muss auch der Airfryer auf 180° Celsius vorgeheizt werden. In den Korb, der wie das ganze Gerät sehr leicht zu hantieren ist passen an die 800 g Pommes, das ist etwas weniger als ich auf ein Backblech bringe. Aber als Beilage für eine vier- bis fünfköpfige Familie durchaus ausreichend.

Backrohrfritten, Gemüse und die neuen Pommes aus dem Airfryer (v.l.n.r.)

Während man bei einer gewöhnlichen Fritteuse nach kurzer Zeit nicht am penetranten Fettgestank vorbeikommt, so ist der Airfryer nicht zu überhören. Hier hat wieder mein Backrohr einen Pluspunkt gesammelt. Das Resultat beider Pommes-Variationen war durchaus ansprechend. Die geschnitzten Kartoffel im Airfryer waren sogar schon etwas eher fertig und haben tatsächlich eine knackige, appetitliche Farbe aufgesetzt. Die mediterranen Gewürze bzw der Rosmarin haben dazu auch Ihre Note beigetragen.

Das Gerät ist übrigens allereinfachst zu reinigen und mit ein bisschen Wasserspülen und Küchentuch wischen ist das sogleich getan.

Wer bis dato gerne frittierte, dem wird der Airfryer ein guter, gesunder Gefährte sein. Vorausgesetzt, man ist bereit, dem Elektromarkt seines Vertrauens dafür 249 Euronen rüberzuschieben und findet in einer Küchenecke den entsprechenden Platz. Für mein persönliches Pommes-Aufkommen wird es aber auch in Zukunft das Backrohr tun. Insbesondere, als ich bei gleichem Energieaufkommen daneben gleich in Backpapier gewickelt mein mediteranes Gemüse mitschmoren kann. Mahlzeit.

Es wurde ja auch Zeit. Weihnachten hat seine Spuren hinterlassen, dann noch ein paar blöde Ausrutscher, die gemeinhin als Frustessen bezeichnet werden. Nichts ging weiter. Für ein paar Wochen. Nun geht es wieder.

Dieses Wochenende hab ich wieder mal so eine magische Grenze unterschritten. Die UH50 Marke, das heißt: Nach langer Zeit bin ich mit meinem Gewicht wieder unter 150 kg angelangt. Das macht aufs Erste nicht nur Freude, das sollte auch wieder mal Anlass für ein kleines Vergleichsfoto herhalten.

Das auf dem Foto war mal meine Lieblingsjeans. Am Sonntag morgen bin ich aus Spass wieder mal reingehüpft. Um cirka 50 kg Gewichtsunterschied auch mal in Zentimetern zu fassen. Erinnert mich an diese ganzen Vorher / Nachher-Bilder aus den Hochglanzmagazinen. Mit dem Unterschied, daß hier auf Nachbearbeitung verzichtet wurde.

Na Gut: Den Bauch hätte ich gerne mit Photoshop weggemacht. Man merkt jetzt wirklich schon ganz blöd, wie leeres Gewebe zum Hängen beginnt. Das wird sicher noch viel ärger. Bis dann irgendwann der Chirurg mit der Schere vorbeischaut … aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Heute in einer Woche beginnt meine Ausbildung zum Ernährungsvorsorgecoach. Darauf bin ich gespannt und darauf freue ich mich. Langweilig wird mir vorerst mal wieder nicht.