Die Hochzeit eines lieben Bekannten durfte ich gestern mit Musik beschallen und die freudige Gesellschaft zum Tanzen bewegen. Der Bräutigam krönte mit der schönen Trauung auch seine Abnehm-Story

Den Fritz kenn ich seit vielen Jahren. Dem Fussballteam eines Wiener Irish Pubs stand er immer als Sanitäter zur Seite und an den Wochenenden sorgte er an der Tür des Charlie P’s für die Sicherheit der Gäste. Er war nie der Typ Türsteher vor dem man Angst haben musste, sondern eher der gutmütige grosse Bär an der Tür, den man gerne begrüsst und vertrauensvoll im Lokal verweilt.

Als ich in facebook seinen geänderten Beziehungsstatus “in einer Beziehung” bemerkte, freute ich mich. Seine ehrgeizigen Abnehmpläne verfolgte ich immer wieder, habe Ihn aber persönlich seit über einem Jahr nicht mehr gesehen.  Was ich am Tag der Hochzeit zu sehen bekam war beneidenswert:

@ www.hochzeitsfotografen.at

Ein traumhaft schönes Hochzeitspaar in der romantischen Kulisse von Gumpoldskirchen. Mit einem Bräutigam, der in ungefähr 18 Monaten an die 80 kg verloren hat und einer wunderschönen Braut die Ihn nicht nur motivierte, sondern selber auch 40 kg bis zur Hochzeit abgenommen hat. Mein ganzer Respekt gehört dem glücklichen Paar ! Seine Ernährungsumstellung machte er nach der “Schlank im Schlaf”-Methode des Dr.Detlef Pape. Kohlenhydratarme Trennkost, kein Alkohol mehr und steigernde Bewegung. – mit dieser Formel erreichte Fritz sein Ziel und will dies natürlich auch noch halten. Ich freu mich für Ihn und seine reizende Frau Britta und wünsch Ihnen alles Gute für das gemeinsame Leben. Für mich ist es eine Riesen-Motivation

Seit 2006 dokumentiere ich meinen Ab- und manchmal auch Zunahmeverlauf in einem deutschen Abnehmforum. Dort tausche ich mich mit vielen Mitstreitern aus und lese viele Berichte anderer Abnehmender.

Das Spektrum der Forumsmitglieder ist weit gestreut einige tausend Schreiberlinge wird es wohl schon geben, die täglich dort Ihre Erfahrungen niederschreiben, Fragen stellen oder einfach nur posten, welche Musik sie gerade hören. Viele Informationen haben mir schon weitergeholfen in ganz vielen Fällen kann ich aber nur den Kopf schütteln, beobachte aber gerne den weiteren Verlauf der “Abnehmstory” einzelner Personen. So wird dort von chirurgischen Eingriffen bis zu diversesten Nahrungsergänzungen bzw. -ersatzstoffen alles behandelt was es so gibt.

Bei einer Fernsehdiskussion, zu der ich vor einem Jahr als “betroffener Dicker” eingeladen war, habe ich die Ernährungswissenschaflerin Mag.Angela Mörixbauer kennengelernt, deren Buch mich in Punkto Diäten schon immer gut beraten hat. Dieses Werk nehme ich immer wieder her um Details über Diäten zu lesen, die im Forum wieder andisskutiert werden.

Hier werden an 50 Beispielen die gängigsten Irrtümer rund um Kilos, Kalorien und den gängigen Schlankheitskuren behandelt. Die Autorin, ehemals auch Vorsitzende des Verbandes der Österreichischen Ernährungswissenschaftler, geht hier gemeinsam mit dem Journalisten Dr.Markus Groll auf die gröbsten Fehler ein, die so manchem Abnehmwilligen schon nach einiger Zeit wieder den sogenannten JoJo Effekt bringen.

Für Menschen, die schon öfters an Diäten scheiterten ist dieses im Krenn Verlag erschienene Buch und bei Goldmann nun auch als Taschenbuch erhältliche Werk wirklich gut investiertes Geld.

Vom Sternzeichen bin ich Krebs. Also auch ein Wasserzeichen. Damit die geborene Wasserratte. Was nicht immer einfach ist, wenn man an die 175 kg wiegt und noch dazu eitel ist. Doch mit fremder Hilfe ist einiges möglich.

Mit Kontaktlinsen zum Bad

Mit Kontaktlinsen zum Bad

Dick sein ist schon mal ein schweres Schicksal. In der Kombination mit Eitelkeit aber ganz fatal. Auch blöd, wenn man sich Gedanken über die Befindlichkeiten der Mitmenschen macht. Insbesondere wenn es wirkt, als würden Sie einen anklotzen. Schon alleine das ist der Grund, warum ich die letzten Jahre meinen Lieblingssport, das Schwimmen, nicht wirklich ausgeübt habe. Wenn ich dann doch ins Wasser ging, dann war es an einem See bei absolutem Schlechtwetter oder vor- bzw nach Sonnenunter/aufgang, wenn noch niemand am Wasser war.

Jetzt sagen mir zwar viele wohlmeinende Menschen, daß es doch scheissegal sein, was die anderen denken. Aber so leicht ist das auch nicht. Mit Sicherheit bildet man sich auch einiges ein. Aber die paar Momente, die ich in meiner vollen 175 kg Pracht, bekleidet nur mit sowas ähnlichem wie einer Badehose am Weg zum Wasser bin, sind jedesmal ein Horror.

Das Hallenbad Köpfel hoch über Heidelberg

Auf meiner aktuellen Deutschlandreise war ich zu Gast bei einer lieben Freundin in Baden-Würtenberg, die auch seit längerer Zeit mit Ihrem Gewicht kämpft. Sie liebt schwimmen und hat mich ermutigt, gemeinsam ein Hallenbad aufzusuchen. Hoch über Heidelberg haben wir ein nettes Bad gefunden, wo mich garantiert keiner kennt. Da können sie schauen was sie wollen ! Ich war hocherfreut, als wir Samstagmorgen auf einen beinahe leeren Parkplatz stiessen und ein Blick durch die Fenster ins Bad ein leeres Becken offenbarte. Wie schön. Ich hab das Bad für mich allein. Das ist die Lösung aller Probleme.

Doch leider geirrt ! An Samstagen macht das Bad etwas später auf und so kehrten wir erst nach 90 Minuten wieder zurück. Der Parkplatz und das Pool waren derweil wohlgefüllt. Grmpffff !. Aber ich wagte den Schritt, fern der Heimat und offenbarte meinen Körer den Anwesenden. Die 25 Meter von der Umkleidekabine ins Schwimmbecken erschienen mir wie eine Ewigkeit aber irgendwann spürte ich dann doch, wie das verchlorte Wasser meinen ganzen Körper benetzte. Ab diesem Moment war alles gut. Sogar die anwesende Kindergruppe, die irgendwann entdeckte, dass ich von Unterwasser gesehen einen sehr lustigen Anblick biete und wie ein Convoy rechts und links von mir lachend daherschwommen, fand ich mehr amüsant denn lästig.

Als ich geduscht und wieder angezogen vor das Bad trat und auf meine Bekannte wartete, war das sicher einer der schönsten Momente, die mir 2010 bieten konnte. Ich war stolz auf mich. Sehr stolz. Und am nächsten Morgen war ich wieder am Berg. Im Bad über Heidelberg.