Im Oktober 2010, also vor fast 3 Jahren, hab ich hier über ein neues “Diät”-Programm geschrieben, daß vom Kabarettisten Bernhard Ludwig präsentiert wurde. Ich fand es lächerlich, absurd – es widersprach fast allem, was ich für natürliche Ernährung hielt.

Vor einigen Monaten war ich dann zur Buchpräsentation geladen. Bernhard Ludwig präsentierte im intimen Kreis einiger Anhänger im Wiener Stadtsaal das Buch zum Programm. Diesmal untermauert mit den Statements einiger Fachleute. Einer der Kommentatoren war auch Prof.Widhalm, der meine Untersuchungen im Rudolfsspital leitete. Diesmal klang alles recht vernünftig, trotzdem hatte ich noch große Zweifel.

Nach der Präsentation plauderte ich im Foyer mit einigen Probanden, die das 10in2 System anwenden, und damit sehr gut und glücklich leben. Aus Ihnen sprach Begeisterung für dieses System: Einen Tag nichts essen, den Tag darauf wiederum alles was man will. Den Tag ohne Essen nennen sie Nuller. Der Tag mit Essen ist der Einser. Daher der Name des Programms: Einer, Nuller in zwei Tagen: 10in2.

Das Buch befindet sich mittlerweile seit fast 5 Monaten in den Top 10 der österreichischen Sachbuch-Hitlisten. Und immer öfter höre ich von Menschen, die dieses Programm anwenden und Erfolg haben. Was heisst Erfolg? Meine Bekannten berichteten von nachhaltiger Abnahme in vernünftigen Zeiträumen. Und von weit verbesserten medizinischen Werten schon nach wenigen Monaten. (Cholesterin, Leberwerte, Blutzucker etc). Ein Bekannter hat in einigen Monaten 18 kg abgenommen un ist danach bei dem System geblieben. Mittlerweile seit fast 3 Jahren. Er fühlt sich glücklich, wohl und gesund. Und das merkt man ihm an. Auch Freunde aus seinem Umkreis haben diesen Weg mittlerweile erfolgreich gewählt.

Vor einiger Zeit berichtete mir eine Bekannte, daß sie auch damit begonnen hat: Mittlerweile sind 12 kg bei ihr gepurzelt. Hmmm, das machte mich dann nun doch neugierig. Denn irgendwas sagt mir: Das könnte auch für mich passen. Warum?

Also ich bin ja ein Mensch der Unmäßigkeit: Ich schaffe es, auf etwas zu verzichten. Wenn ich damit aber anfange, kann ich nicht aufhören. So schaffte ich früher nicht, ein gutes Glas Wein zu trinken. Wenn es geschmeckt hat, war die Flasche gleich leer. Beim Essen genauso. Aber ich hab kein Problem, komplett ohne etwas auszukommen. Siehe meine letzten 4 Jahre komplett ohne Alkohol.

Fazit daraus: Ich versuche es einmal. Genaugenommen – ich versuche es nicht, ich mache es einfach. Mal sehen wie es mir bekommt. Mal sehen, ob ich es schaffe, überhaupt einmal einen ganzen Tag ohne Essen auszukommen.

Ich werde morgen einmal nichts essen. Also fast 36 Stunden keine feste Nahrung. Nur Wasser, Tee und eventuell Kaffee. Erst Dienstag früh wieder Frühstück. Ich freu mich jetzt schon darauf. Mal sehen.

Vor einem halben Jahr, genaugenommen am Heiligen Abend, hab ich meine Freundin gefragt, ob sie meine Frau werden möchte. Nun, am 1.Juni war es endlich soweit. Unsere Hochzeit war ein wunderschönes Fest mit allen wichtigen Freunden und Verwandten:

Obwohl das Wetter seit Tagen nur verregnet war und sogar die Wetterprognose einen wolkigen, kalten 1.Juni versprochen hat, wurde dieser wunderbare Tag noch von andauerndem Sonnenschein gekrönt.

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Unsere zum Teil von weither gereisten Gäste haben Perchtoldsdorf als Kulisse von seiner schönsten Seite erlebt.

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Wir sind sehr glücklich! Auf diesem Weg möchte ich mich auch für die vielen Glückwünsche bedanken, die wir über diese Seite von euch bekommen haben. Vielen Dank!

Bin ich zu fett, oder manch andere zu blöd? Ein ärgerliches Erlebnis in der Wiener Strassenbahn:

Gemeinsam mit meiner Freundin sind wir nach einem langen Spaziergang durch die Stadt beim Burgring in den 1er-Wagen Richtung Matzleinsdorfer Platz gestiegen. Sie fand sofort einen freien Platz. Ihr gegenüber ist eine ältere Dame gesessen, die trotz vollem Wagen Ihre Einkaufstasche auf den Platz neben sich gestellt hat.

Mit freundlichen Worten habe ich um diesen Sitz gebeten, denn die Tasche muss ja nicht unbedingt den letzten freien Sitz in der Bahn blockieren. Voll angewidert blickte mich die Dame an und erquickte sich dann doch langsam, ihre Einkäufe zu sich zu nehmen. Als ich mich dann hingesetzt habe, habe ich sie seitlich gestreift und ihrer bösen Zunge – noch immer angefressen, daß ich ihrer Einkaufstasche nun den Platz wegnehmen mag – entfuhren folgende Worte:

“Heans setzn’s Ihna net auf andere Leut! Wenn’s so fett san!!!!”

Hmmm. Das hat gesessen. Auch wenn die Worte von einer sehr molligen, grantigen alten Furie kamen, war ich erbost. Also eigentlich nicht beleidigt. Denn, das ich noch fett bin, das weiss ich ja. Und das sieht auch jeder. Aber die Plätze waren geräumig genug auch für 2 beleibte Menschen.

Meine Freundin hat der Dame auch etwas empörtes erwidert, dafür bin ich ihr dankbar. Es hat mich einfach geärgert, daß sich diese dumme alte Frau die Frechheit herausgenommen hat, mich “fett” zu nennen. In meiner returnierenden Wortwahl blieb ich keinesfalls sanft, obgleich ich die Grenzen der anständigen Wortwahl nicht überschritten habe. Sobald ein anderer Platz im Wagen frei wurde hat sich die Dame umgesetzt. War ihr dann auch etwas unangenehm, daß sich andere Mitfahrende über Ihren Kommentar mokierten.

Halbieren in 2 Jahren. Von über 200 kg zum UHU (Unter HUndert kg). Das war das Ziel. Ergebnis zumindest in dieser Zeitspanne verfehlt. Das Ziel jedoch bleibt. Und wird jetzt genauer anvisiert denn je.

Kick Off war eine Gesundenuntersuchung im Wiener Rudolfinerhaus. Geleitet vom bekannten Universitätsprofessor Dr.Widhalm – Spezialist für Ernährungsmedizin und Stoffwechsel.

Blut wurde abgenommen, Harn abgegeben und die Körperzusammensetzung analysiert. Dazu noch ein EKG, eine Echokardiographie und ein Ultraschall der wichtigsten Organe.

Die detailierten Ergebnisse bekomme ich nächste Woche, das wichtigste aber vorab: Zur Überraschung der Ärzte gibt es trotz des vormals sehr hohen Gewichts kaum relevante Unregelmäßigkeiten. Herz arbeitet tadellos, die Leber nur gering vergrößert. Allerdings wurde ein Gallenstein von 15mm gefunden, der zur Zeit aber noch keine Probleme bereitet.

Nächste Woche bekomme ich mehr Ergebnisse, mein Programm habe ich aber bereits gestern gestartet. Details folgen.

Da ist es wieder mein großes Problem. Und dem geneigten Leser meines Blogs wird das Thema nicht ganz unbekannt vorkommen. Viel zu oft versuchte ich es anzugehen und immer wieder hielten meine Vorsätze nur kurz. Ich esse noch immer viel zu viel süsses Zeug!

Heute morgen auf der Waage hatte ich das Glücksgefühl, mit 132 kg wieder auf einem Tiefstand zu sein. Als ich den dann in die Tabelle meiner Abnehmgruppe im Internet eingetragen habe, bemerkte ich, daß ich genau dieses Gewicht schon am ersten Wiegetag nach Weihnachten hatte. Es ist zwar ein Gewicht, daß ich davor irgendwann zur Jahrtausendwende hatte, aber trotztdem fühlt es sich blöd an. Wenngleich mein Weg ja ein langsamer und daher nachhaltiger sein soll fühlt es sich irgendwie nutzlos an, wenn der Gewichtsverlust in genau 2 Monaten genau 0 Kilogramm ist. Warum aber eigentlich?

So sieht er aus, mein Feind!

So sieht er aus, mein Feind!

Zwei wichtige Faktoren sehe ich: Zuwenig effiziente Bewegung und das eigentliche Übel – noch immer, oder schon wieder viel zu viel Süssigkeiten. Und wie mir zuletzt offen vorgeworfen wurde: Es ist wohl eine Sucht. Für die Bewegung zeichnet in den letzten beiden Monaten vielleicht auch das Wetter verantwortlich, hinzu kam diese dämliche Gürtelrose auf der Kopfhaut, die mich für 3 Wochen auch etwas eingeschränkt hat. Und wann war ich zum letzten Mal im Hallenbad? Sehr nachlässig, sehr sehr nachlässig!

Zum nächsten Schwimmtreff hab ich bereits aufgerufen. Meine Ernährung im allgemeinen ist auch viel besser geworden (seit über 4 Wochen nun auch fleischlos), der Knackpunkt ist aber immer noch der Zucker, insbesondere meine sogenannte “Jause” nach dem Mittagessen und manchmal auch schon ein Vormittagssnack.

Da kam mir das folgende Buch sehr gelegen, denn wie auch der Autor Andreas Schweinbenz selber meint: Fundiertes Wissen ist das wichtigste und erfolgreichste Mittel gegen Übergewicht.

Zucker ist ein grosses Thema für mich. Daher möchte ich mich noch stärker hier damit auseinandersetzen und Euch ein paar verschiedene Varianten, die für mich als Alternativen gelten, vorstellen:

 

 

Ich habe erst einige Kapitel des Buches durch, aber viele Fakten haben mich wieder ein wenig aufgerüttelt. Na klar, ganz neu war das nicht, aber es hilft mir und ist frische Motivation:

– die vielen Zuckermengen verursachen nicht nur eine äusserst schlechte Energiebilanz

– Sie belasten zudem meinen Insulinhaushalt und provozieren Diabetes

– von den kariogenen Auswirkungen ganz zu schweigen

– Zucker ist es, der mich oft schon so früh müde werden lässt

Obwohl es mich im privaten Bereich wieder mal sehr emotionell beutelt und ich mich gerade in diesen Situationen oft an meine “Suchtmittel” halte, hab ich am gestrigen Sonntag mal versucht, meine “Jause” zu stoppen. Es war gar nicht so leicht. Immer ist mir die Lust auf was Süsses durch den Kopf geschossen. Gerade in der Zeit nach dem Mittagessen, wo mein Sohn für fast 2 Stunden schlafen geht, ist normal die Zeit für diese Jause. Zum Kaffee ein Plundergebäck, ein Stück Torte oder Unmengen von Keksen. Gestern dann eben nicht. Gleich den Kaffee auch weggelassen, denn alleine würde der auch ganz blöd dastehen. Am Abend dann ein üppiger Salat mit Tofuwürstchen. Da hab ich mal das Brot auch weggelassen. Und es ging gut.

Heute droht aber im Büro die nächste Herausforderung. Zusehr hat sich nach dem Mittagessen schon der Gang zum Bäcker institutionalisiert bzw der Griff in den Schrank mit den Süssigkeiten, die den Mitarbeitern unseres Unternehmens kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Gang vorbei wird mir heute nicht leicht fallen. Aber ich werde es versuchen.

Literaturhinweis: SCHATZ, MEINE HOSE RUTSCHT! (Vibono Books) von Dr. Andreas Schweinbenz

 

Eigentlich startete es nur als Vorsatz für ein Wochenende – nun habe ich bereits 24 aufeinanderfolgende Tage ohne Fleischprodukte in meiner Kost hinter mir. Und so kam es dazu:

Lafer's Backhendl im Steirereck

Lafer's Backhendl im Steirereck

Es war ein Donnerstag im späten Jänner. Mittags präsentierte Johann Lafer im Wiener Steirereck sein neues Buch “Meine Heimatküche” und inmitten von zahlreichen Prominenten durfte ich Kostproben seiner Rezepte probieren – allen voran: Backhendl und Wiener Schnitzel. Diese in hervorragender Qualität – so konnte ich einfach meine Finger nicht davon lassen, als die Kellner mit den Kosttellern öfters an mir vorbeistolzierten. Am Abend dann feierte unsere Firma den Einzug in ein neues Büro und das hervorragende Bio-Catering aus der Villa Berging versorgte uns mit exzellentem Fingerfood. Und wieder konnte ich nicht widerstehen. Zu oft hab ich zugelangt, zu viel Fleisch musste durch meinen Verdauungsapparat. Das spürte ich. Schon abends am Heimweg und erst recht in den Knochen und Gelenken am nächsten Morgen. Ich fühle mich dann immer etwas älter und unbeweglicher. Und das mag ich nicht. Also war der Vorsatz schnell gefällt: Über das Wochenende mal total auf Fleisch verzichten. Das fällt mir ja normal auch gar nicht schwer.

Die erste Challenge kam erst fünf Tage später, als ich im Familienkreis zum Essen eingeladen war und schon im Vorfeld signalisierte, daß ich mich beim Tafelspitz diesmal nur an die Beilagen halten werde. Und ich bin froh, daß dies an dem Abend nicht thematisiert wurde und ich frech und frei einfach nur von Spinat, Rösti und Gemüse mit Joghurt-Schnittlauch Sauce satt wurde. Was heisst eigentlich “nur”. Das war eine total leckere Mahlzeit, der es an nichts gefehlt hat.

In der Zwischenzeit gab es viel Lektüre über vegetarische Kost. Zum Beispiel Attila Hildmanns neues Buch “Vegan for Fun”. Ich entwickle mich zwar gerade in eine Richtung, in der es keinen klassischen Fleischersatz braucht (wo alles fleischliche durch zB Tofu oder Weizengluten ersetzt wird), aber ein paar interessante Rezepte habe ich auch dort gefunden. Da ich in den letzten Wochen sehr viel mit Linsen experimentiert habe und zum Teil auch Teigwaren wie Tarhonja damit supplementiere, klappte es auch mit der Verdauung wunderbar.

Irgendwie habe ich mir nicht von Tag 1 weg vorgenommen, kein Fleisch mehr zu essen. Aber desto länger diese Phase dauert, desto weniger habe ich Lust auf tierische Produkte. Bei meinen Eltern am Wochenende zu Mittag habe ich nur Reis mit gemischtem Salat gegessen, während der Rest der Familie Lungenbraten verzehrte. War nicht besonders ausgewogen meine Kost, aber das konnte ich durch vollwertiges Frühstück und reichlich Gemüse am Abend wieder wettmachen.

Am vorletzten Wochenende habe ich mit meinem kleinen Florian dann zum Einkaufen den Hofladen des Biogutes Annahof in Laab/Walde besucht. Wir durften auch die Tiere im Stall besuchen. Der Anblick all der kleinen Schweinchen, der freundlichen Rinder und gackerten Hühner war eine Freude. Ich wusste, daß diese – wenn auch ökologisch und sehr artgerecht gehalten – rein zur Fleischproduktion gehalten werden. Und irgendwie hat mir das dann ohnehin auch den Appetit auf Fleisch vermiest.

 

 

 

 

 

 

Die letzten Tage war ich dann in Deutschland. Zuerst auf der Biofach Messe in Nürnberg und dann noch ein Wochenende in Bayreuth. Die Messe war ein Genuss, an vielen Ständen gab es leckere vegetarische und vegane Gerichte zum Verkosten. Auch hier hat es für mich nicht unbedingt diese Ersatzprodukte wie “Vegarnelen” (Garnelenattrappen aus Soja) oder “Cevapcici” (aus Weizengluten) bedarft, es gab genug andere feine Gerichte.

Nur einmal bin ich von meinem unbewusst bewusstem Weg etwas abgekommen. Bei einer Einladung am Freitag abend vergass ich die Gastgeber zuvor über meine neuen Essensgewohnheiten zu informieren. ich war der einzige Gast und es wurde Fisch gekocht. Da habe ich dann ein kleines Stückchen gegessen. Es war gut, aber ich hätte auch ohne leben können, denn als Beilage gab es mit Orangenbulgur gefüllte Rote Beete. Eine Köstlichkeit für sich.

Wenn man dieses kleine Stück Fisch also übersieht, dann habe ich nun 25 Tage ohne Fleischprodukte gelebt und es geht mir sehr gut damit. Ich mag nicht ausschliessen, daß ich bald wieder mal ein Stück davon esse, aber brauchen tu ich es momentan nicht! Und das find ich gut so.

 

Kurz vor den Feiertagen ist es vielleicht Zeit, das Jahr zusammenzufassen:

da haben wir den Salat. Bin eigentlich fast schon am Ende des Zeitrahmens angekommen, in dem ich mich halbieren wollte. Statt der 100 kg sind jetzt gerade mal 70 kg weg. Naja, ich weiss: Auch nicht schlecht – aber eben -> Knapp vorbei ist auch daneben.
Klingt jetzt etwas resignierend, ist es aber nicht. Im Gegenteil. Ich sehe, daß ich mir meine Ziele einfach zu hoch gesteckt habe. Ich bin nun mit meinem Gewicht so tief, wie ich es die letzten 12 Jahre nicht mehr war. Und ich tendiere weiter in die richtige Richtung.

Meine psychotherapeutische Betreuung habe ich vor wenigen Wochen aus Kostengründen aufgeben müssen. Dafür ist meine Ausbildung zum Ernährungsvorsorgecoach bald zu Ende, die Weihnachtszeit muss ich extrem viel für die Prüfungen lernen.

In der Theorie war ich vorher schon Weltmeister, jetzt bin ich auch noch Olympiasieger. Das ganze gilt es aber erst in die Praxis umzusetzen, das wird gar nicht so leicht. Bei mir selber mangelt es ja weiterhin eher am psychologischen. Und ich weiss: das Problem heisst UNMÄSSIGKEIT. Ich habe kein Problem damit, NICHTS zu essen. Aber ich schaffe es nicht WENIG zu essen. Und ich kann kaum einem Angebot widerstehen. Daran muss ich arbeiten.

Und im Gegensatz zu anderen Suchtverhalten wie Nikotin, härtere illegale Drogen, Alkohol, Spiel, Fernsehen, Computerspiele etc ist dieser meiner Sucht nicht ganz so leicht beizukommen. Warum? In allen anderen Fällen geht das NICHTS. Nicht so aber beim Essen. Essen muss man. Ein Spielsüchtiger muss lernen auf das Spielen zu verzichten. Wenig Spielen wär nicht sinnvoll und auch nicht nötig. Das geht eben beim Essen nicht. Ist auch gut so. Aber ich arbeite daran.

Ich werde die nächsten 35 kg auch schaffen. Vermutlich sogar im nächsten Jahr. Wenn nicht: Auch kein Problem. Vielleicht fühle ich mich ja mit 108 kg irgendwie rundum super und es braucht die letzten 9 kg dann gar nicht mehr. Mal sehen. Druck mache ich mir keinen mehr, denn es geht mir jetzt schon recht gut. Nur das Knie macht mir weiterhin bzw wieder sehr grosse Sorgen. Das ist der größte Antrieb, etwas schneller wieder ein gutes Paket Gewicht abzugeben. Und dieses Jahr wird das sogar über Weihnachten funktionieren. Warum auch nicht.

 

 

Vor ungefähr 13 Monaten habe ich hier grosse Töne gespuckt. Wie so oft. In diesem Artikel habe ich darüber geschrieben, daß ich am 19.11.2011 mein Buch präsentieren werde. Das war dann also gestern. Und wo ist nun das Meisterwerk?

Anlässlich meines Interviews beim Radiosender FM4 im 4.Stock des Funkhauses im 4.Wiener Bezirk um 4 Uhr nachmittags habe ich damals die Zahl 4 recht magisch gefunden für mich. Auch war ich mir meiner Sache mit dem termingerechten Abnehmen sehr sicher. Und mit dem Buch sowieso. Gestern um 4 Uhr nachmittags war es dann soweit. Ich wurde genau 44 Jahre, 4 Monate, 4 Tage, 4 Stunden und 4 Minuten alt. Aber anders als vor 13 Monaten geplant, feierte ich diesen runden Geburtstag nicht in grossem Kreise – vielleicht gar mit der Präsentation meines geplanten Buches – sondern in trauter Zweisamkeit auf einem Berg im Wienerwald.

Schön war es – aber was das Abnehmen betrifft läuft es nicht so, wie ich es mir anfänglich erhofft habe. Da bin ich manchmal auch ein bisschen unzufrieden – insbesondere was meine Disziplin betrifft – aber immerhin geht etwas weiter. Ich liege nun bei etwas über 130 kg und das ist zumindest ein kontinuierliches Bergab meines Körpergewichts. Aber es fehlen eben noch mehr als 30 kg um mich wirklich halbiert zu haben.

Seit Februar liegt neben meinem intensiven Tagesjob im Verlag auch viel Kraft und Konzentration bei meiner Fortbildung am Wiener Wifi. Die Ausbildung zur Ernährungsvorsorgecoach bringt mir natürlich viel Input und Know-How rund um das wichtige Thema der gesunden Ernährung: Mir bleibt aber kaum Zeit, um weiter intensiv am Buch zu schreiben. Das wird sich aber in 2-3 Monaten nach den Prüfungen wieder ändern. Bis dahin werden wohl auch weitere 5 kg von mir fallen und ich den Endspurt meines – nennen wir es mal Körperprojektes – antreten können.

 

Mein Projekt läuft nun seit fast 20 Monaten. Was sehr gut startete und immer wieder schöne Höhepunkte hatte, ist in den letzten 3 Monaten etwas verflacht. So hat sich auch mein Gewicht über mehrere Wochen nur marginal nach unten bewegt. Schluss jetzt. Und los!

Der geplante Erscheinungstermin für mein Buch wird definitv nicht mehr 2011 sein. Der angestrebte 19.November ist so nah, mein Ziel aber noch so fern. Eigentlich wollte ich bis zum Jahreswechsel, also in cirka 4 Monaten den UHU geknackt haben, also unter hundert Kilo wiegen. Darauf fehlen zur Zeit noch 36 kg, das ist in der Zeit mit besten Willen und vor allem Gewissen nicht machbar.

Allerdings muss ich schauen, daß mein Weg nicht ins Stocken kommt und mir vielleicht derweilen kürzere und kleinere Ziele setzen. Wo die Bremsen sitzen, weiss ich ja. Da kann man ansetzen, dort muss gearbeitet werden. Nachwievor bzw. wieder sind die Süssigkeiten ein Thema. Da ich in exakt 4 Wochen einen Urlaub geplant habe, der mich wandert in die österreichischen Alpen führt, ist das nun Kurzziel No.1: In dieser Zeit sollen nun noch 9 kg weg, und die Fitness/Kondition muss gesteigert werden. Als drastische Massnahme in meinem gesunden, nachhaltigen Ernährungsplan lasse ich nun für die nächtsten Wochen total die Süssigkeiten weg, und wer mich kennt, der weiss wie schwer das wiedermal werden wird. Vor allem die ersten Tage: Tag No 1 ist nun hinter mir. Erfolgreich und ohne Dessert oder Süßspeisen. Dazu werd ich mich bemühen, nichts ausser Wasser und Tee bzw Kaffee zu trinken. Also auch kein alkoholfreies Bier bis Anfang Oktober. Auch nicht leicht, aber möglich.

Als dann: Los geht’s !!!!