Heute morgen fand ein weiterer Dreh für die Doku-Serie “Weg vom Fleisch” im Rahmen der ORF Sendung “Heute Konkret” statt. Im Rudolfinerhaus in Wien/Döbling analysierte die zuständige Diätologin Maddalena meinen Ernährungsplan der letzten zwei Wochen und gab mir wertvolle Tipps. In erster Linie geht es bei meinem Essverhalten um die Reduzierung der Portionsgrössen und um Vermeidung von sinnlosen Dingen. Für letzteres ist aber wohl eher ein Psychologe, denn ein Ernährungsberater zuständig.

In dem Zusammenhang wurde (wahrscheinlich von einer Schar an Haubenköchen) ein Menü gekocht, daß die ideale Zusammensetzung und Kalorienanzahl für einen Tagesspeiseplan haben sollte. Das sah für mich sehr viel aus:

Eigentlich nicht schlecht, konnte ich zudem kaum glauben, daß all dies in Summe nur 1500 kcal haben soll. Für mich selber passen da einige Dinge aber nicht. In der Früh würde ich diesen Magerquarkaufstrich durch ein veganes Produkt von Hiel (Orientalischer Aufstrich oder ähnliches) ersetzen und 4 Scheiben Brot würde ich wohl auch nicht essen. Da könnte ich mir eventuell etwas für die erste Jause aufheben.

Generell wäre ja auch zu sagen, daß nach Diagnose des Ernährungsmediziners Dr.Widhalm, mein Körper einen Ruheumsatz von 2900 kcal hat. Ruheumsatz heisst: Soviel Energie benötigt mein Körper zur Aufrechterhaltung des Betriebs bei quasi Nichtbetrieb (also in Ruhelage ohne Bewegung). Er meinte, ich sollte einfach 300 kcal weniger pro Tag essen und mehr Bewegung machen! Wieso also nur 1500 kcal pro Tag essen. Da würde ich wohl viel zu schnell abnehmen.

Übrigens: Zur Jause würde ich dann aber definitiv Obste essen. Das fehlt mir hier gänzlich. Mir wurde zwar verständlich gemacht, daß die bisherige Menge an Obst zum Frühstück (1 Apfel, 1 Banane und einige Weintrauben oder Trockenobst in meinem Porridge) viel zu viel Zucker hat, aber darauf ganz verzichten? Ein Apfel am Tag sollte schon sein.

Das tut übrigens auch unseren Kindern gut. Wenn ich die morgendlichen Schlangen vor dem McDoof in Liesing sehe, dann sollte wirklich viel getan werden, damit ich die Kleinen in der Schule besser ernähren. Eine feine Aktion finde ich daher die Verteilung von 50.000 Äpfeln an Wiener Schulen durch Ja!Natürlich, der österreichischen Bio-Marke des REWE-Konzerns.

Und falls Ja!NAtürlich Chefin Martina Hörmer bei euch persönlich nicht vorbeigeschaut hat: Holt euch einfach irgendwo einen heimischen BioApfel und rundet euer gesundes Tagesmenü (siehe Bild oben) damit ab. Mahlzeit!

 

 

 

Vor wenigen Tagen hatte ich ein Buch in der Post, das ein durchaus schlauer Ratgeber für Abnehmwillige Menschen ist und sehr informativ die Grundlagen aufzeigt.

“Salamitaktik zum Wohlfühlgewicht” wurde vom forum.ernährung.heute herausgegeben und von Mag.Marlies Gruber (Wissenschaftliche Leitung des forums) und Mag.Karin Lobner (Ernährungswissenschaftlerin und Psychotherapeutin) verfasst. Letztere ist auch Begründerin der Gefühlsküche und war in meiner Ausbildung zum Ernährungsvorsorgecoach  eine sehr spannende Vortragende.

Mit der Salamitaktik scheibchenweise zum Erfolg
Salami und Abnehmen? Die Verbindung stellt man normalerweise nicht so schnell her. Doch es geht um die Herangehensweise: Salami verzehrt man scheibchenweise – genauso funktioniert es mit der Gewichtsreduktion. Denn Gewohnheiten sind hartnäckig. Sie lassen sich nur Schritt für Schritt ändern. Gerade das Essverhalten mit seinen vielfachen täglichen Prägungen läuft nahezu automatisiert ab und oftmals wird nicht mehr bewusst wahrgenommen, wann wir welche Produkte in welchen Mengen konsumieren.

Für ein langfristiges Wohlfühlgewicht gilt es daher, langsam und nachhaltig etablierte Ernährungs- und Verhaltensmuster zu entdecken und umzustellen. Hungerkuren und Diäten sind dabei tabu. Es geht schließlich nicht darum weniger, sondern besser zu essen und zu trinken – verbunden mit einem aktiven Lebensstil. Zudem kann keine der kurzfristigen Einschränkungen je für langfristige Zufriedenheit sorgen. Im Gegenteil: Der Jojo-Effekt folgt bestimmt.

Motiviert und mit langem Atem
Behutsame Änderungen beginnen beim Einkauf und beim Speiseplan, bei den Reaktionen auf Stress und Fadesse sowie beim Freizeitverhalten. Optimal ist, wenn man so langsam vorgeht, dass man im Grunde nichts vermisst. Denn mit einem guten Gefühl fällt das Dranbleiben leichter und führt folglich zu einer langfristigen Änderung des Lebensstils – inklusive Gewichtsreduktion.

Wesentlich für eine gelungene Veränderung ist auch, die eigene Motivation zu kennen und sich selbst Zeit zu geben. „Beim Abnehmen oder in der – im Vergleich viel schwierigeren – ersten Phase des Gewichthaltens gibt es immer wieder Stolpersteine und Rückschläge. Deshalb haben wir in Form des Ratgebers ‚Salamitaktik zum Wohlfühlgewicht‘ nachvollziehbare Tipps für die Praxis und den Alltag zusammengestellt. Ob für Einsteiger, Ausredefreudige, ewig Hungrige, Stress-Esser oder Belohnungsschlemmer – es ist für alle etwas dabei”, so Marlies Gruber, wissenschaftliche Leiterin des forum. ernährung heute. Die Kernaussage: Auf dem Weg zum Wohlfühlgewicht braucht es ein gutes Gespür für sich selbst sowie Ausdauer und Geduld für kleine, aber stetige Lebensstilveränderungen.
Zahlreiche Anregungen gibt es in dem 72-seitigen Ratgeber “Salamitaktik zum Wohlfühlgewicht”, herausgegeben vom forum. ernährung heute. Bestellung direkt um € 9,40 /zzgl.Versandkosten

Es war in 4 Jahren nun die X-te Sendung, in der ich zum Thema Dick sein bzw. Abnehmen zu Gast sein durfte. Aber diesmal war es fein. Richtig fein.

Nach meinem Start bei DU BIST WAS DU ISST (die Sendung in der Sasha Walleczek die Ernährungsberaterin mimte) und den darauffolgenden Auftritten bei ATV, PulsTV, ZDF und RTL war es längere Zeit ruhig. Dann kam nochmal diese unselige Geschichte in der Barbara Karlich-Show. Und irgendwie war ich dann müde davon. Brachte es meinen Geschichten hier zwar wieder einige Öffentlichkeit und mir wieder ein bisschen zusätzlichen Druck und Motivation – die Art und Weise, wie man mit Kandidaten und (nicht sehr prominenten) Gästen im Privatfernsehen oder in Nachmittags-Talkshows umgeht, war unter jeder Würde.

Sehr zweifelnd war ich daher bei einem Angebot, in der TV Show von Barbara Stöckl im ORF dabeizusein. Und noch bis kurz vor der Sendung hatte ich meine Zweifel, ob ich wirklich dorthin passe. Aber es war gut. Es war richtig gut.

Auch meine Eltern sind im Publikum gesessen und durften vor der Show Backstage mit den anderen Gästen und Redakteuren sprechen. Alles war sehr professionell organisiert – und alle Beiträge in der Show gut recherchiert und nicht zu reißerisch aufbereitet. Hier hat man den Unterschied zwischen den unangenehmen Privat TV Shows und dem öffentlichen rechtlichen Fernsehen im Hauptabendprogramm kräftig bemerkt.

Die Sendung kann man noch bis Mitte Mai 2012 auf diesem Link online in der ORF Mediathek ansehen.

Nachdem mein Projekt in einem 6minütigen Film vorgestellt wurde, durfte ich mit anderen Personen, die in Österreich weitläufig als bisserl prominent gelten für 60 Minuten Bewegung ausüben. Während Christoph Fälbl putzte und Zabine Kapfinger mit Ihrem Gatten tanzte, radelte ich auf einem Ergometer und wurde mit Pulsuhr und Herzgurt überwacht. Nach einer Stunde wurde überprüft, wieviel Kilokalorien (kcal) ich bei dieser Bewegung verbraucht habe. War nicht einfach, denn anders als bei der täglichen Radltour in die Arbeit (an diesem Tag hatte ich schon 90 min radeln in den strammen Wadeln) gab es weder Pausen noch kühlenden Wind. Ich schwitzte wie Sau. Aber immerhin hab ich über 800 kcal verbraucht.

Und nachdem über 90 Minuten über gesundes Essen, Abnehmen und Gesunder Ernährung gesprochen wurde, gab es nach der Sendung im Backstagebereich für die Gäste Gulasch und Schnitzel und Käsebrote. Ich muss gestehen: Ein kleines Schnitzerl hab ich dann gegessen.

 

Im Mai 2012 wird es im österreichischen Fernsehen ORF ein Themenspezial zum Thema Abnehmen geben. Dazu findet am 8.5. im Funkhaus eine Studiodiskussion bei Barbara Stöckl statt. Bei STÖCKL LIVE darf auch ich zu Gast sein und darüber mitdiskutieren. Heute wurde ein kleiner Trailer gedreht.

Spassig war es. Mit einem kleinen Team aus Produzentin, Kameramann und Ton sind wir durch die innere Stadt gezogen und haben einige Szenen gedreht, die mein altes Leben als sehr dicker Mensch darstellen. Insbesondere das Einkaufen und Fahren mit öffentlichen Verkehrmitteln wurde aufgenommen. Von den Wiener Linien gab es dafür eine extra Drehgenehmigung. Wirkt irgendwie lustig, wenn man von so einem TV Team begleitet wird. Die Leute schauen fragend: “Wer könnte das denn sein?” Kinder schauen staunend und fragen: “Wann kann man denn das im Fernsehen sehen?” Zu Mittag sind wir dann in meine Wohnung und haben Szenen wie kochen und essen gedreht. Wie praktisch, daß gerade in diesem Moment auch mein wöchtenliches Gemüsekistl vom Biohof Adamah geliefert wurde. Dann konnte ich gleich mit frischem Biogemüse aus dem Marchfeld kochen.

Später kam dann auch eine Klientin aus meinem Ernährungsvorsorgecoaching, mit der ich vor laufender Kamera ein Beratungsgespräch führte. Auch seltsam: Alles was normal so leicht von den Lippen kommt, wird bei laufender Kamera wohl sehr gezwungen wirken. Bin schon sehr gespannt, wie das dann im Fernsehen wirken wird.

Und zum Abschluss wurde auch ein Bild aufgenommen, daß wir damals in ähnlichem Setting mit cirka 190 kg aufgenommen haben. Jetzt mit ungefähr 50 kg weniger sieht das dann so aus:

Die Sendung STÖCKL LIVE wird übrigens im Österreichischen Fernsehen ORF am 8.Mai 2012 im Hauptabendprogramm zu sehen sein.

Okay, das mit dem Ei hatten wir schon im vorigen Beitrag. Diesmal also der Toast. Und in dem Fall meine ich gar nicht diese für mich eher wertlose Brotvariante, sondern den gleichnamigen Film.

Letztes Wochenende hatte ich das Vergnügen, diesen Film endlich auf DVD zu sehen, der Internetvideothek Lovefilm sei dank. Schon viel hörte ich über den Streifen, der auf der Autobiografie des britischen Starkochs Nigel Slater basiert.

Es ist eine wunderbare Geschichte über den Zugang zu Essen, dessen Wertigkeit und den verschiedenen Motiven, die einem zu diesem Umgang führen können. Und als Liebhaber des guten britischen Films war es für mich auch ein Wiedersehen mit bekannten und geliebten Gesichtern.

Die wunderbare Helena Bonham Carter spielt die Freundin von Nigel’s Vater, nachdem Tod seiner Mutter. Mit Ihr konkurriert der junge Nigel kochend und backend um die Gunst des Vaters. Der pubertierende Nigel wird von Freddie Highmore gespielt, der mir noch etwas jünger schon neben Johnny Depp als Charlie in der Schokoladenfabrik imponierte.

Und weil es mir gerade von einer sehr geschmackssicheren Dame zugespielt wurde, noch ein kleines Video. Hier “singt” Helena Bonham-Carter sogar:

http://www.tape.tv/vid/277631

Gestern abend gab es im deutschen Fernsehen einen sehr interessanten Bericht, in dem Tim Mälzer an Hand eines Versuches dem Mythos um richtige und gesunde Ernährung nachgegangen ist. Das Ergebnis war für mich sehr überraschend und hinterlässt einige offene Fragen.

Mit dieser Sendung hat es eine gut recherchierte und interessant gestaltete Doku mitten in der Fastenzeit in die ARD Prime-Time geschafft. Als Fernsehkkoch konnte ich Tim Mälzer nie besonders viel abgewinnen. Zuletzt – nachdem er längere Zeit auf Grund eines Burn-Outs aus den Medien verschwunden war – hat der Norddeutsche bei mir aber mit mehreren Medienauftritten an Sympathie gewinnen können.

Für dieses Format hat er gemeinsam mit der Universitätsklinik Heidelberg 3 Gruppen von Probanden über 14 Tage mit je einer bekannten Ernährungsform versorgt. Allesamt gesunde junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren, die über den Versuchszeitraum alle die selbe Kalorienmenge zu sich genommen haben und den Durst nur mit Wasser oder ungesüssten Tee stillten. (Frauen waren für einen Test über einen solchen Zeitraum nicht geeignet, da die Hormonschwankungen die Ergebnisse verzerrt hätten). Die erste Gruppe ernährte sich ausschliesslich mit deutscher Hausmannskost (Motto “Fleisch satt”), die zweite mit der sogenannten Mediterranen Kost (Die Mittelmeerküche Italiens, Spaniens und Griechenlands) und die dritte Gruppe bekam nur Fast Food (Burger, Spiegelei, Pommes etc.).

Mit seinem Versuch wollte Tim Mälzer insbesondere eine Aussage von Professor Dr. med. Peter Nawroth, dem führenden Stoffwechselexperten und Leiter der Uniklinik Heidelberg, widerlegen. Nawroth sagte:  “Ob es eine Kost gibt, die bei einem Gesunden das Leben noch weiter verlängern könnte, Krebs und Herzerkrankungen seltener machen könnte, Blutdruck noch mehr senken könnte – das sind alles Themen die gehören in den Bereich des Glaubens aber nicht in den Bereich der durch wissenschaftliche Beweise unterstützten Medizin” Seine Thesen:

1. Ungesunde Nahrungsmittel soll es nicht geben

2. Ein gesunder Mensch kann im Prinzip alles essen was er will, sofern die Menge stimmt.

3. Es gibt auch keine Ernährung, die einen noch gesünder macht

Bevor die 14-tägige Phase der einseitigen Ernährung zu Testzwecken einsetzte, wurden alle Männer für 2 Wochen mit exakt dem selben ausgewogenen Speiseplan versorgt, damit man für den Versuche von einem einheitlichen Stoffwechsel ausging.

Während den letzten beiden Wochen bekamen die Probanden täglich 2500 kcal an Nahrungsmittel über den Tag verteilt. Auf Grund der unterschiedlichen Energiedichte und Fettgehalte war das mengenmäßig sehr unterschiedlich. Durchschnittlich bekam die Gruppe der Mediterranen Kost dann 2030 g Nahrung täglich, die Gruppe der deutschen Hausmannskost 1335 kcal und die Fast-Food Gruppe nur 940 g.

Das führte schon nach einer Woche dazu, daß sich die Gruppe der Fast-Food Esser sehr hungrig fühlte und auch eher schlapp und unwohl. Die anderen, insbesondere die Gruppe der Mittelmeerkost, blühten auf und fühlten sich sehr leistungsstark. In den letzten beiden Tagen setzte man die Kalorienzahl für alle nochmal hinauf, damit die Fast-Food-Gruppe bis zum Ende durchhielt. Was allerdings dazu führte, daß die Gruppe der Mittelmeerkost Ihre Portionen (mit derselben Energie-Menge in kcal) fast nicht mehr bewältigen konnte.

Nach Ende der Versuchsreihe wurde allen Versuchspersonen wieder Blut abgenommen und alle relevanten Gesundheitswerte, sowie Körpergewicht gecheckt. Alle Teilnehmer waren ausreichend mit Vitaminen versorgt und alle Werte (Blutfett, Cholesterin, Harnsäure etc) in Ordnung. Damit wurde zumindest in dieser Versuchsreihe bewiesen, daß nicht die Art der Ernährung, sondern die Menge für Gesundheit und Übergewicht verantwortlich ist.

Insbesondere auf die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen wurde geschaut:  Hier wurde bewiesen, was auch schon im SPIEGEL-Report vor wenigen Wochen thematisiert wurde -> selbst bei durschnittlicher oder als “klassisch schlechter” Ernährung ist die grundsätzliche Vitaminversorgung gegeben. Gerade bei Vitamin C wurde in der Fast Food Gruppe ein kleiner Mangel festgestellt, der aber schon durch ein kleines Glas Orangensaft täglich beseitigt werden kann.

Aber warum fühlten sich die Gruppe mit der Mittelmeerkost subjektiv um so viel besser als die Fast-Food Esser? Prof.Nawroth: “Es gibt immer einen Placebo-Effekt. Wenn ich was “gesundes” ess fühle ich mich besser und wenn ich etwas zu mir nehme, daß das Label “Krankmacher” trägt, fühle ich mich gleich schlechter. Ausserdem ist eine hohe Fett- und Energiedichte im Essen einfach mühsamer zu verdauen. Leichte Kost ist auch einfacher zu verdauen und das spürt man schon beim Wohlbefinden. Ausserdem: Wenn man es nicht gewohnt ist, so energiedicht zu essen – dann ist man schlicht und ergreifend hungrig.”

Eine Grundvoraussetzung muss man zu dieser Versuchsreihe allerdings erwähnen. Für alle Teilnehmer wurde während dieser extremen 2 Wochen frisch gekocht. Selbst das Fast-Food war aus frischen Zutaten von Mälzer’s Team speziell für die Gruppe zubereitet worden. Es gab kein Dosenfutter oder Convenience-Produkte. Auch wurde einheitlich Wasser getrunken.

Ich seh mir die Doku in der Mediathek sicher noch ein zweites Mal an und werde einige Aspekte genauer hinterfragen. Grundsätzlich aber eine absolute TV Mediathek-Empfehlung:

Ernährungscheck mit Tim Mälzer

Die in Wien aufgewachsene Sarah Wiener zählt mittlerweile zu den bekanntesten Köchinnen im deutschen Sprachraum. Von Null auf Hundert wurde Sie ohne nennenswerte Ausbildung von der kleinen Filmcatererin zur Chefin einer Gastronomie- und Cateringkette und beliebten Fernsehköchin. Wenn Sie ein neues Buch präsentiert, wird das demnach zum Medienereignis.

Und ich durfte auf der Seite der Medien an diesem Termin teilnehmen. Da reist ein Stab aus Verlagsmenschen, Kochmitarbeitern und Visagisten im Tagestakt durch deutschsprachige Großstädte und bewirbt den neuesten großformatigen Ausstoss, ein Buch namens “Herdhelden”. Sarah Wiener an der Spitze dieses Trosses weiss mit Menschen umzugehen, insbesondere mit denen der Presse. Sie schüttelt jedem der anwesenden Gäste, Journalisten und Fotografen persönlich die Hand, spendet ein paar freundliche Worte und präsentiert begleitet von kulinarischen Köstlichkeiten aus den Töpfen eines mitgereisten Mitarbeiters sehr sympathisch Ihr Buch.

Es soll ein sehr persönliches österreichisches Kochbuch sein. Die Rezepte, die Sie hier gesammelt hat, sind nicht Ihre eigenen. Sie stellt traditionelles und neues vor, das Ihr auf den TV-Reisen durch Ihre ehemalige Heimat aufgefallen ist. Gerichte von Köchen und -innen, die Sie eben “Herdhelden” nennt. Das Buch ist auch sehr schön aufgemacht, die Rezepte sind interessant und es regt an, vieles nachzukochen. Noch lieber hätte ich zu jedem Gericht ein Foto des jeweiligen Herdhelden gesehen, um mir den Ursprung besser vorstellen zu können. Stattdessen auf jeder Seite ein neues Bild von Sarah Wiener.

Damit hab ich aber eigentlich auch kein Problem. Denn ich mag die Frau. Ich finde Sie sympathisch und auch hübsch. Und mit diesen Voraussetzungen in ein Interview zu gehen, mag ich gar nicht. Der Verlag hat mir vorab 10 Minuten der kostbaren Zeit von Sarah Wiener zugesichert um ein persönliches Gespräch zu führen. Viele kulinarische Themen stehen wieder in unserem Magazin Biorama an und zu jedem wollte ich ein Statement. Das könnte eng werden, dachte ich.

Aber es kamm alles anders. Wir hatten ein derart nettes Gespräch im Keller des innenstädtischen Wohnstudios von Team7. Während die anderen Journalisten ebenerdig auf Ihren Termin warteten, wurde unser Gespräch immer länger und länger. Aus einer etwas (meinerseitig) nervösen Interviewsituation wurde eine sympathische gegenseitige Konversation von beinahe 40 Minuten: Zu allen relevanten Punkten hatte ich tolle Statements, Sie erläuterte eindrücklich Ihren Zugang zur Nachhaltigkeit in der Küche und strich Ihre Rolle als Biobotschafterin heraus. Schlussendlich konnte ich Sie noch für die Schirmherrschaft einer meiner zukünftigen Projekte interessieren. Und das freute mich besonders.

“Kochen ist der einfachste Weg, Liebe zu geben und zu bekommen” sagte Sarah, und reichte mir selbstgemachte Salzstangerln mit Verhackertem.

 

Gemeinsam mit anderen Foodbloggern, Journalisten, Bio-Experten und Produzenten durfte ich ins Waldviertel zum Ja Natürlich ! BioCamp 2011 reisen.

Ja Natürlich ist die österreichische Bio-Marke des Rewekonzerns und vermarktet über die eigenen Märkte wie z.B. BILLA, Merkur oder ADEG heimische und in wenigen Fällen auch ausländische Bioprodukte. Das BioCamp wurde initiert zum Austausch unter Fachleuten und Erstellen neuer Perspektiven.

Neben interessanten Vorträgen von u.a. Hanni Rützler gab es vor allem auch kulinarische Höhepunkte, die der Meisterkoch Johann Reisinger in einem Workshop mit Kräutern und Pflanzen, die rund um den Biohof gewachsen sind, zauberte. Mit meinem Kollegen Thomas Weber vom Magazin Biorama konnte ich die Gäste auch mit einer Präsentation zu den verschiedenen Typen der Bio-Konsumenten amüsieren.

Eine nette Zusammenfassung mit ein paar meiner grosszügigen Wortspenden gibt es hier zu sehen:

Natürlich werde ich irgendwann mal unter das Messer kommen müssen, um die überlappende Haut um die Bauchschürze entfernen zu lassen. Irgendwann ? Wann kann dafür der richtige Zeitpunkt sein ?

Diese Woche überstürzten sich die Ereignisse : Eine Kollegin hat den Aufruf einer Agentur bemerkt, die für eine ORF Sendung einen Patienten suchen, der sich nach langer erfolgreicher Abnahme die hängende Bauchdecke operativ straffen lässt. Nun ist mein Weg dem Ziel ja noch nicht all zu nahe, aber nachdem ich auch nicht wusste, für wann ein Proband gesucht wird, hab ich mich einfach beworben. Eine Bekannte nannte mich vor wenigen Tagen wohl auch “Rampensau”, und viel kann ich dagegen wohl nicht halten.

Die Agentur hat sich umgehend gemeldet und telefonisch wurde mein Abnehweg und derzeitiges Gewicht besprochen. Ich wurde gebeten, eine Termin bei einer plastischen Chirurgin wahrzunehmen, die sich mein Bäuchlein ansehen möchte. Als ich versuchte, die Adresse der Ärztin herauszufinden, entdeckte ich, daß Frau Dr.Dagmar Millesi wohl doch eine ziemlich Prominente Schönheitschirurgin ist. In der Fernsehsendung EIN LEBEN FÜR DIE SCHÖNHEIT operiert Sie öffentlich an Brüsten, Gesichtern und Bäuchen. Das hat mich ein wenig verschreckt. Aber immerhin ging es ja ums Fernsehen, und die wollten ja auch alle Kosten für den Eingriff übernehmen.

Im Warteraum der Praxis von Dr.Millesi

Im Warteraum der Praxis von Dr.Millesi

Unser Termin war nett. Sie war gleicher Meinung wie viele andere, die ich befragt hatte: Eine Operation nach erfolgreicher Abnahme sollte zumeist erst nach mindestens 6 Monaten nach dem erreichten Ziel erfolgen. Und das wäre ja wohl erst Mitte 2012, oder sogar später. Jetzt erzählte Sie mir aber von einer anderen Methode, die mir viele Probleme, die ich momentan mit dem hängenden Bauch habe, ersparen würde. Es gibt eine Operation, bei der gleichzeitig massiv Fett abgesaugt und ausgespült wird, danach die Haut gestrafft und der Nabel wieder an den rechten Platz gesetzt wird. Dauer: cirka 5-6 Stunden. Es wäre allerdings der einzige Eingriff, danach wäre keine Straffung mehr notwendig und ich könnte schon sehr früh wieder viele Sportarten ausüben, die mir jetzt noch sehr schwerfallen. Es wurden Fotos gemacht, Details zum OP-Ablauf besprochen und irgendwie war die Frau Doktor sehr sympathisch und hatte ein offenes Ohr für meine Fragen und Probleme. Das hatte ich mir nach ein paar Blicken in die Fernsehsendung anders erwartet. Aber die Entscheidung liegt auch bei der TV Produktionsfirma.

Zwei Tage später an der Peripherie, in der Hietzinger Villengegend: Ein nettes Gespräch mit der Redaktion der ORF Sendung BEWUSST GESUND, die ja den Aufruf starteten. An meinem Weg war man sehr interessiert. Jedoch, und da stimme ich mit der Produktion überein, wäre mein Projekt “Micky Halbiert Sich” viel interessanter, als nur in einem kurzen Beitrag eine Bauchdeckenstraffung zu zeigen. Eine regelmäßige Beobachtung meiner Fortschritte zum Beispiel. Dafür passt aber das Sendeformat der bewussten Sendung nicht. Versteh ich auch. Man wolle dann einen Bericht über mich drehen, wenn ich am Ziel angelangt bin. Gut so. Auch das freut mich. Die Operation allerdings war damit wohl vom Tisch einstweilen.

30 Minuten später, ich bin grad im Auto meinen Sohn holen gefahren: Dr.Millesi am Telefon. “Die österreichische TV Anstalt möchte Ihre Geschichte bringen, der Operationstermin wäre der 12.Mai. Das ist ein Sonntag.” Schluck. Hust. Nochmal Schluck. Irgendwie konnte ich in dem Moment keine passende Antwort finden. Das Thema war also noch heiss. Sehr heiss sogar. Natürlich konnte ich das jetzt im Auto nicht entscheiden. Wäre mein Bauch in 3 Wochen dann tatsächlich weg ? Will ich das so schnell ? Passt das zu dem Weg, den ich eingeschlagen hab ? Ist das nicht zu früh ? Da hab ich doch schon was vor ! So eine Operation kurz vor dem Sommer, wenn es heiss wird !  All diese Gedanken schossen mir in Sekundenbruchteil durch den Kopf, noch bevor ich mein Statement in Worte fassen konnte. Aber ich erbat mir Bedenkzeit. Sowas lässt sich nicht in Sekunden über die Freisprechanlage des Autos klären. Das gehört überlegt. Da müssen noch andere Meinungen eingeholt werden.

Nächsten Montag, das hab ich Ihr versprochen, werde ich Ihr sagen, ob schon in 3 Wochen das Skalpell das Fettgewebe vom Muskelgewebe trennen wird und ich mit einem Eingriff an die 20 kg und viel viel Haut los bin. Und jetzt ab in mein Grübeleck !

Bereits 2006 gab ich eine kleine Vorstellung zum Thema Abnehmen. In der Österreichischen Reality Soap DU BIST WAS DU ISST, quasi einer Art Freakshow für Dicke, hab ich in 10 Drehwochen gewaltig abgenommen.

So hat es am 19. Juli 2006 begonnen: