Im Moment übertreibe ich es ab und an ein wenig. Ich esse zuviel. Nein, man kann sogar sagen ich fresse. Denn in dieser Intensität ist das nicht mehr normal. 

Leider bin ich noch nicht dahintergekommen, warum ich das mache. Am Anfang war es noch gar nicht so schlimm. Da habe ich es mir verziehen bzw habe ich gedacht, dass ist eh nicht so arg. Aber es wurde mehr und öfter. Vor 3 Tagen etwa hatte ich mir auf Reserve eine große Packung mit Eismarillenknödeln gekauft. So als Notfallration, wenn ich mal Gusto auf etwas süsses sommerliches bekomme. Nun gut, der Gusto liess nicht lange auf sich warten. Und schwups habe ich 2 davon gegessen. Das sollte doch reichen? Mir nicht. 2 weitere haben schon nach wenigen Minuten den Weg über den Teller und Mund in meinen Magen gefunden. Und weil sich die restlichen 2 Stück in der Packung dort so alleine gefühlt haben, hab ich die dann auch noch gegessen!!

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Bei einem Stück Kuchen ist es zuletzt selten geblieben

Aaaaargh. Wenn man im Restaurant einen als Desert bestellt bekommt man 1 Stück! Und ich habe vor 3 Tagen einfach so einmal die ganze Packung mit 6 Stück verzehrt. Und gestern hatte ich ein ähnliches Erlebnis. Am Heimweg hab ich mir aus einem Bäckerladen noch 2 Stück Mehlspeisen gekauft (weil ich dachte nach einer hab ich wohl noch nicht genug). Und als ich dann abends beide gegessen habe, hab ich daheim noch eine Roulade gefunden, von der ich auch nochmal 2 oder 3 Stück gegessen habe.

Zur Verteidigung: Ich mache in den letzten Wochen unheimlich viel Bewegung. Für einen Brocken mit etwas über 150 kg könnte man sogar sagen, daß ich es etwas übertreibe. Etwa 3 mal in der Woche bin ich 90 min im Wasser (Schwimmen und Aquagymnastik). Pro Tag lege ich am Fahrrad zumindest 16 km zurück und am Wochenende waren es gar 30 km pro Tag am Rad. Das mag wohl die Erklärung sein, warum ich trotz dieser Fressattacken kaum zunehme.

 

Denn mit meinem Gewicht würde ich ja schon schnell abnehmen, wenn ich mich ohne grobe Kasteiungen normal ernähre. Und das tat ich zuletzt auch. Im Moment aber bewegt sich nicht wirklich was auf der Waage. Sogar +1 kg in 2 Wochen. Aber damit kann ich leben. Ich mag mir aber auch nicht wirklich was versagen bzw verbieten beim Essen. Bin ich doch schon echt stolz darauf, mal 8 Monate komplett auf Alkohol verzichtet zu haben. Das ist schon was! Darauf bin ich auch mächtig stolz. Auch wenn mir da und dort auch mal ein toller Genussmoment entgangen ist. Aber meinem Körper hat es gut getan.

Und so sehe ich meiner Reha entgegen, die schon in wenigen Wochen startet. Dort bin ich ohnehin auch für 6 Wochen auf Reduktionskost gesetzt. Das wird mich wieder einen Schritt weiterbringen und in einen besseren Rhythmus versetzen. Trotzdem möchte ich gerne dahinterkommen, warum ich immer wieder diese Fressattacken bekomme und nicht wirklich wiederstehen kann.

Zum letzten Jahreswechsel hab ich den Vorsätzen abgeschworen. Eigentlich ging es mir eh gerade sehr gut und alles ist in die richtige Richtung gelaufen. Aber schon den Vorsatz, keinen Vorsatz mehr zu haben, habe ich gebrochen: Zu Beginn der Fastenzeit – nach einer lang anhaltenden Phase von “Süsses reinfressen” – habe ich mir vorgenommen, für die nächsten 40 Tage mal auf Süsses zu verzichten.

Ach war ich tapfer: Schon den ersten Tag, den Aschermittwoch habe ich heldenhaft mit meinem Vorsatz überstanden. Keine Nussschnecke nach dem Mittagessen, an den Zuckerln in der Büroküche vorbei ohne nur einen Blick darauf zu werfen und in den Tee keinen Honig mehr.

Was mein Gewicht betroffen hat, war ich zuletzt ja mal gar nicht so unzufrieden. Langsam aber stetig ist es gesunken und im letzten Jahr habe ich nun schon über 45 kg verloren. Aber auf diesem, meinem hohen Niveau braucht es nicht viel Anstrengung dazu. Da nimmt man schon ab, wenn man normal ist. Aber normal habe ich halt nicht mehr gegessen. Es war zuviel Süsszeux: Faschingskrapfen, Laugengebäck, Zuckerln, Punschkrapfen und so ziemlich alles, was der Bäcker aus Maroni machen konnte.

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Auch am zweiten Tag, dem Donnerstag konnte ich widerstehen. Es schien alles so einfach und schwerelos zu gehen. Und die laufende Müdigkeit, die ich auch auf den hohen Zuckerkonsum zurückführte, blieb aus. Bis dann der Freitag kam. Ich habe meinen Sohn von der Schule abgeholt und dann hatten wir 90 Minuten Zeit bis zu einem Termin bei einer Fernsehaufzeichnung. Es hat sich nicht ausgezahlt, nach Hause zu fahren, so sind wir bisserl herumgebummelt und waren shoppen .Den Rest der Zeit haben wir wartend in einer Konditorei verbracht. Anfänglich nur mit Kaffee (mein Sohn Kakao). Aber das Sitzen in einer Konditorei – mit dem Blick auf die Vitrine – war meinem Vorsatz nicht zuträglich. An Tag 3 meiner Vorsätze habe ich sie mit einer Karottentorte gebrochen.

Tag 4 hab ich gleich alles draufgehauen und __ (hier bitte eine hohe Zahl einsetzen) Kalorien durch Nusskipferln und Blaubeermuffins zu mir genommen.

Immerhin: 2,5 Tage haben meine Vorsätze gehalten. Und wieder ein neuer Vorsatz: Keine Vorsätze mehr machen!

Das ich nicht der einzige bin, der Angst vor dem Zahnarzt hat, war mir schon klar. Dass es dagegen aber schon ein paar gute Lösungsansätze gibt, war mir bis vor kurzem nicht bewusst.

Ich geh nur äusserst ungern zum Zahnarzt. Nicht nur die Angst vor Schmerzen, sondern vor allem mein Hang dazu, sofort zu recken, wenn sich ein Fremdkörper in meinem Mundraum und Rachen bewegt hält mich immer wieder davon ab, einen Zahnarzt zu besuchen. Und schon seit Jahren habe ich meinen nächsten Zahnarztbesuch vor mich hergeschoben. Dabei wäre es schon höchste Zeit gewesen. Einmal ist da ein Eck weggebrochen, dann spüre ich wieder dort einen Schmerz. Immer ist irgendwas. Und immer bekomme ich totale Panik, wenn ich daran dachte, zum Zahnarzt zu müssen.

Ende November war es aber dann soweit: Ich wollte es nicht mehr länger hinauszögern und ich bin fest entschlossen gewesen, auch diese Baustelle zu erledigen. Aber in der Zahnklinik Margareten bin ich schon am Röntgen gescheitert. Das Panoramaröntgen funktioniert gut, aber bei den Einzelbildern, wo man eine kleine Platte weit nach hinten in den Mundraum halten muss, kam schon wieder das unsägliche Recken. Die Ärztin wollte dann einen der kaputten Zähne mal ohne Röntgen ansehen, da war es allerdings schon um mich geschehen. Kaum kam irgendein Werkzeug in den Mund musste ich recken. Frau Doktor entschied auf “nicht behandelbar” und hat mir eine Zahnbehandlung in Vollnarkose empfohlen, die von manchen Ordinationen angeboten wird.

Mein Gebiss Vorher / Nachher. Unten fehlen bereits die 4 Weisheitszähne, dafür ist das Implantat deutlich zu erkennen

Mein Gebiss Vorher / Nachher. Unten fehlen bereits die 4 Weisheitszähne, dafür ist das Implantat deutlich zu erkennen

Schon kurz später hatte ich ein Erstgespräch in einer neuen Ordination am südlichen Stadtrand. Sehr angenehme Atmosphäre, sehr nettes Personal in allen Bereichen und die modernsten Geräte. Aber wird es diesmal mit dem Röntgen funktionieren?

Mit ein paar Tricks und schnellen Griffen haben die Damen nun dort sogar die Kleinteiligen Bilder von den Backenzähnen hinbekommen, ich war total stolz. Frau Doktor hat sich dann mein komplettes Gebiss angesehen und alle Einzelbaustellen dieses Großprojektes notiert. Gemeinsam mit einer Beratung über eine mögliche Operation in Vollnarkose habe ich dann einen Heilkostenplan erhalten, der sämtliche Positionen, die dann in einer Sitzung erledigt werden enthalten hat. Das so eine Vollnarkose nicht ganz billig sein wird, damit hatte ich gerechnet. Ich habe von Bekannten einige Details schon gehört, hab mich auch schon daran gewöhnt, daß ich etwa 1000 € von meinem bitter ersparten opfern musste, aber die tatsächliche Summe hat mich dann vom Zahnarztstuhl geschleudert:

Alle 4 Weisheitszähne raus (das macht man halt gleich mit, wenn man schon mal betäubt ist), ein Implantat, 12 neue Füllungen und eine Wurzelbehandlung. Insgesamt um wohlfeile € 5.500. Also quasi ein halbes Auto oder 3-4 Nettomonatsgehälter. Nicht wenig. Ich bekam natürlich Bedenkzeit, habe mich aber sehr schnell entschlossen, diesen Eingriff unter Vollnarkose durchführen zu lassen. Es folgten in Wochenabständen Zahnhygienetermine und ein Vorgespräch mit dem Anästhesisten, der ob meines Gewichtes doch ein paar Einschränkungen bei der OP vorhergesagt hatte, sich aber dann bereiterklärt hat, diesen Eingriff zu begleiten.

Zwischen einem möglichen Termin 3 Tage vor dem Heiligen Abend und dem 18.Jänner 2019 habe ich mich dann für zweiteres entschieden. Möglicherweise verdanke ich es auch den aktuellen Medikamenten, die mir gegen meine Panikattacken helfen, daß ich die Zeit davor beinahe völlig ohne Angst vor dieser Operation verbracht habe.

Eine Stunde nach der Operation

Eine Stunde nach der Operation

Der Eingriff startete an diesem Freitag dann bereits um 7.00 Uhr morgens. Ich wurde ambulant in der Ordination mittels dem “richtig gutem Zeug” (Originalzitat der Zahnärztin) über eine Infusion in der rechten Hand in einen langen Schlaf geschickt. Nach 3,5 Stunden OP wurde ich zurückgeholt und in ein für solche Fälle in der Ordination bereitgestelltes Bett begleitet. Dort habe ich noch etwa eine Stunde gedöst und bin dann langsam endgültig von der Narkose erwacht. Zu dem Zeitpunkt war auch schon eine Begleitung da, die man verpflichtend dabei haben muss, wenn man nach so einem Eingriff nach Hause geht.

Leider hat man mich nicht informiert, daß man sich nun für ein paar Wochen nicht schnäuzen durfte. Denn bereits kurz nach der Aufwschphase habe ich mich schnäuzen müssen: Es gab ein komisches Gefühl in der Nase, weil ich ja über diesen Bereich während der OP mit einem Schlauch beatmet wurde. Allerdings habe ich beim Schnäuzen offensichtlich über die offene Kieferhöhle Luft inhaliert, die sich plötzlich über meine linke Gesichtshälfte verteilte und zwischen Fleisch und Haut festgesessen ist. Man konnte bei leichtem Druck sogar das Knistern spüren und hören. Der schnell herbeigerufene Arzt hat aber alsbald gemeint, daß diese Luft schon innerhalb der nächsten 24 Stunden resorbiert und die dadurch entstandene Schwellung wohl nach 2-3 Tagen durch die eigentlich entstehende Schwellung abgelöst wird.

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Am Heimweg mit dem Taxi

Schmerzen hatte ich durch das “Gute Zeug” eigentlich fast keine. In den nächsten Tagen musste ich ja recht intensiv Antibiotika und Schmerzmittel nehmen. Von den Schmerzmittel bin ich erst nach 2 Wochen weggekommen, die Wundheilung verlief durch diverse Speisereste, die in den 5 großen Wunden immer wieder hängengeblieben sind nicht ideal. Nach 14 Tagen hatte ich dann trotz Schmerzen auf anraten des operierenden Professors die Schmerzmittel abgesetzt und man glaubt es nicht: In dem Moment waren die Schmerzen dann auch weg.

Ich bin sehr stolz auf mich, daß ich das alles durchgehalten hab und meine Angst nicht die notwendigen Taten besiegt hat. Die Kosten der OP und des Implantats reduzieren zwar die Urlaubspläne 2019 eher auf eine schöne Zeit in Balkonien, aber das war es mir wert. Und allen Zahnarztfeiglingen kann ich so einen Eingriff nur empfehlen.

Und abgenommen habe ich auch noch: Alleine die 5 gerissenen Zähne haben sich mit minus 20 dag auf der Waage ausgewirkt und dann noch ein paar Kilos, weil ich mich über einige Tage nur von Suppe und pürierten ernährt habe.

In letzter Zeit habe ich viel verloren. Das war oft traurig. Aber ich bemühe mich gerade extrem, alles positiv zu sehen. Es gelingt halt nicht immer. Das positivste an den Verlusten waren übrigens die Kilos, weil von denen sind alleine in den letzten 6 Wochen wieder 10 weggepurzelt.

Leider kann die Seele dem Körper im Moment nicht so schnell folgen. Vieles macht mich im Moment etwas depressiv, Angststörungen und Stresssituationen sind die unangenehme Folge. Bei meinen diversen Fachärzten hab ich schon Stammplätze erste Reihe fussfrei. Das mir überhaupt geholfen wird sehe ich dann natürlich wieder positiv. Positiv natürlich auch, dass alle Ärzte in der Akte gleich erkennen, wieviel ich zuletzt abgenommen habe. Auch beim Arzt kann man Lob gut vertragen, oder?

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Fotosession im November mit meinem Bären “Herr Bomi”

Was aber komisch ist in der aktuellen Situation: Obwohl ich seit Februar fast 40 kg verloren habe, fühle ich mich nicht leichter. Als ich etwas vor 10 Jahren auch soviel verloren habe, da war jedes weitere Kilo ein Luftsprung, ausufernde Leichtigkeit. Damals fühlte ich mich auch mit 155 kg plötzlich wie eine Gazelle. 2018 ist das anders: Ich schleppe mich weiterhin langsam und ein wenig humpelnd durch die Gegend. Möglicherweise ist das den Medikamenten geschuldet, die ich seit Februar zur Blutdrucksenkung nehmen darf. Und den Dingern, die mir zuletzt helfen, schlafend durch die Nacht zu kommen. Ich bin sowas nicht gewohnt, ich habe zuvor nie regelmäßig Medikamente genommen. Wollte das immer meiden. Jetzt grad geht es halt wohl nicht anders.

Fröhliche Bilder sind im Moment eher gestellt

Fröhliche Bilder sind im Moment eher gestellt

Wegen dieser Medikamente verzichte ich übrigens seit geraumer Zeit auf alkoholische Getränke. 11 Wochen schon, auch nicht schlecht? Das hilft mir natürlich sehr bei der Gewichtsreduktion. Auch wenn mir der Genussmoment eines guten Bieres oder einem schönen Wein manchmal fehlt, aber mir geht es zur Zeit einfach besser ohne. Das soll auch noch ein Weilchen so bleiben!

Ich mag übrigens diese Tage überhaupt nicht. Wo man noch nicht wirklich daran gewöhnt ist, dass es schon kurz nach 16.00 Uhr dunkel wird. Und beim Aufstehen draussen noch dunkel oder nebelig. Grrrrr. Hebt die Stimmung auch nicht gerade. Dafür nutze ich die langen Abende und schreib nun endlich mein Buch. Es wird nicht mehr lange dauern …..

 

 

 

Nicht alles läuft so positiv, wie Mann sich das zur Zeit gerade vorstellen könnte. Trotzdem gibt es auch genug Gründe, den Kopf nicht hängen zu lassen. Man darf ja dann auch einmal ein bisserl stolz sein. In meinem Fall bin ich gerade mächtig stolz, meine gefassten Vorsätze mit gestrigen Abend schon für genau 3 Wochen eingehalten zu haben.

Seit Februar dieses Jahres – genuagenommen zu dem Zeitpunkt als ich begonnen habe Blutdrucksenkende Medikamente zu nehmen – habe ich mal 25 kg abgespeckt. Allerdings eher im Zeitraum von Februar bis Mai. Danach ist das Gewicht konstant geblieben und ich habe mich wieder etwas hängen lassen. Den Schlendrian einziehen lassen, wie man auf gut Wienerisch sagt. Okay, man kann sagen: Urlaub, Ferien etc. Das sind sowieso Ausnahmen.

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Im Essbaren Tiergarten in der Schokoladenmanufaktur Zotter

Mit dem Schlendrian waren auch allerlei gesundheitliche Probleme zurückgekehrt, der Hypochonder in mir tat das seinige. Klingt vielleicht jetzt lustig formuliert, aber so lustig waren diese Panikattacken nicht. Ich habe meine Ziele über die Jahre nicht aus den Augen verloren, aber mittlerweile auch gelernt mit Rückschlägen umzugehen. Was es immer wieder braucht: aus dem negativen dann auch positive Elemente zu ziehen und neue Kraft und vor allem Motivation zu schöpfen.

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Recht fröhlich am sommerlichen Schreibworkshop im Schloss Rosendorf

Gerade eben gelingt mir das. Der größte Vorsatz: Wieder auf Alkohol verzichten. 3 Wochen Check! Keine der regelmäßigen Sportprogramme auslassen. 3 Wochen Check! Das Leben etwas ruhiger gestalten um wieder entspannter schlafen zu können. 3 Wochen Check! Nicht soviel grübeln und nachdenken …. okay, an diesem Punkt muss ich noch arbeiten.

Als dicker Mensch transpiriert man natürlich etwas stärker. Und das schon bei den einfachsten Tätigkeiten. Natürlich ist das aber nicht verwunderlich:

Morgens, bevor ich das Haus in Richtung Büro verlasse, dusche ich einmal sehr intensiv. Ich liebe das Gefühl, wenn warmes Wasser meinen Körper hinabströmt und all den Schmutz und den Schweiss wegwäscht. Das Duschen ist beinahe eine Zeremonie und wenn ich danach im Bademantel zum Frühstückstisch wandle, dann fühle ich mich so richtig wohl und in den meisten Fällen auch putzmunter.

Die Frische hält aber leider nicht wirklich lange an. Knapp eine halbe Stunde später, am Weg zur S-Bahn, laufen schon wieder die ersten Schweissbäche meinen Nacken entlang. Nun sei aber gesagt: Weder muss ich einen steilen Bergsteig bis zur S-Bahn hinaufkraxeln, noch trabe ich den Weg im gestressten Schweinsgalopp bis zum Bahnhof. Auch habe ich selten sehr viel zum Schleppen, keine Koffer oder zusätzliche Rucksäcke oder Taschen. Und trotzdem schwitze ich. Pardon, auf gut wienerisch gesagt schwitze ich „wie Sau“.

Der Weg sind sagen wir mal etwas 700 flachgehaltene Meter bis zum Bahnhof Liesing und für die beiden Steigungen beidseits der Fussgängerbrücke nehme ich zumeist den Aufzug. Nicht nur ob des Schwitzens, auch wegen meiner Knie, die besonders beim Stiegensteigen auf Belastungen anfällig und schmerzempfindlich sind. Trotzddem stehe ich zumeist schweissgebadet am Bahnhof und setze mich abgehetzt in den nächsten Zug Richtung  City. Das ist dann auch oft eher unangenehm. Ich hab da nämlich schon einen sogenannten „Genierer“, wie der Wiener zu sagen pflegt. Wenn ich dann frühmorgens in der Schnellbahn vis a vis oder neben anderen Passagieren sitze und mir rinnen die Bäche vom Gesicht über den Nacken den Körper hinab, dann fühlt sich das für mich einfach nur peinlich an. Zumeist schliesse ich die Augen, denke mich in andere Sphären und warte, bis die innere Erhitzung und damit das heftige Schwitzen nachlässt. Das ist dann zumeist kurz bevor ich am Hauptbahnhof wieder aussteige.

Besonders unangenehm ist es an kühleren Frühlings- oder Herbsttagen.  Anders als im Hochsommer, wo quasi ohnehin jeder wie wild schwitzt, sitze ich dann in der Übergangszeit in so einem Winkerl in der Schnellbahn und ausgerechnet nur um mich herum laufen die Fenster der Garnitur an. Oh bitte, wie gerne würde ich dann unsichtbar sein oder mich wegbeamen können.

Mit dabei habe ich übrigens zwei Accessoires, die für den Schwitzer von Welt unabdingbar sind: Ein Schweissband und meinen Tschuri-Fetzen. Während die Gedanken des Lesers oder gar der Leserin nun wohl schon um den zweien Begriff kreisen, möchte ich noch kurz den ersteren vertiefen. In den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts war ich ein begeisterter Tennisspieler. In diesem Sport gehören Schweissbänder an Arm und Stirn zur Grundausstattug neben Schläger und Ball. Voll praktisch – der Stoff, ein Gemisch aus Baumwoll und Lycra, saugte den Schweiss auf und mit einem kurzen Wisch mit dem Arm über die Stirn oder den Nacken war der Schweissbach gebremst. Nun aber der Tschuri-Fetzen, mein täglicher Begleiter für den größeren Schweissausbruch. Genaugenommen ist der Tschuri-Fetzen ein Minihandtuch in den Abmessungen von maximal 30 x 20 cm. Also die kleinste Frottee-Variante, die man im schwedischen Möbelhaus bekommen kann. Und recht einfach in die Hosenseitentasche, die Jackentasche oder die Umhängetasche zu verstauen. Den Tschuri-Fetzen nutze ich zum Beispiel, wenn ich morgens nach dem schweisstreibenden 700 Metern zum Bahnhof in die Schnellbahn steige. Oder kurz vor der Tür, bevor ich morgens das Büro betrete.

Der Tschuri-Fetzen soll also klein und unauffällig sein  und ich versuche, ihn immer möglichst unauffällig zu nutzen, denn natürlich ist mir diese Prozedur unangenehm. Da hilft auch der witzige Namen des Mini-Handtuches nicht. Dieser hat schon oft zu Schmunzlern geführt, obgleich nur wenige wohl den Song des Austropoppers Georg Danzer kennen, aus dem ich mir diesen Begriff entliehen habe.

„Sie wern jetzt fragn: Was is a Tschurifetzen?
Also, ohne ihr Gefühl zu verletzen
des is a Tüachl, bitte sehr
was man nimmt nach dem Geschlechtsverkehr
Man sollt es also nicht benutzen
zum Schuhe- oder Fensterputzen”

(Georg Danzer, „Die Ballade vom verlorenen Tschurifetzen”)

 

Unsere Freunde im benachbarten Deutschland haben ob dieses fehlenden Wortes den Begriff Intimpflegetuch in Verwendung. Soweit also zu meinem Schweissgebrauchsgegenstand. Ein Ding, das natürlich auch im Umgang große Sorgfalt erfordert, denn natürlich können diese Dinger – sowohl Schweissband als auch Tschurifetzen – leicht ins Unhygienische kippen oder kurzum zu stinken beginnen. Im Idealfall wechsle ich also beides etwa zweimal am Tag.

Warum aber jetzt das viele Schwitzen. Generell bemerke ich, dass Schwitzen besonders bei steigendem Gewicht, also beim Zunehmen ein Problem wird. In Phasen des Abnehmens wird das Schwitzen weniger. Seit Anfang 2018 muss ich auch – vor allem um den Blutdruck zu senken – regelmäßig Medikamente nehmen. Da ich das nicht gleich von Anfang an gut vertragen habe, wurde mit der Mixtur immer wieder etwas geändert. Und jedes Mal, wenn sich mein Körper auf eine neue Mischung einstellen musste, hab ich für mehrere Tage auch extrem geschwitzt. Wo ich auch leicht zum Schwitzen beginne, ist bei langem Stehen. Aus dem Grund bin ich immer ungemein ungern zu Veranstaltungen oder Empfängen gegangen, die als reine Stehpartie organisiert war.

 

Eine durchaus unangenehmer und vor allem auch ungesunder Mix ist das verstärkte Schwitzen trotz eisiger Kälte draussen. Also auch wenn es im Freien Minusgrade hat und ich dementsprechend warm angezogen bin, passiert es leicht, dass ich unter all den Bekleidungsschichten schwitze. Oft sogar stark schwitze. Zu diesem Zweck habe ich zum Beispiel im Büro eine zweite Garnitur frisches Unterleibchen und Poloshirt liegen. Wenn ich also im Winter unterisch etwas nässer ankomme, kann ich mich kurz umkleiden. Denn wenn ich das feuchte Gewand anlasse und es zieht – und mit Verlaub – an meinem Arbeitsplatz zieht es gewaltig, ist eine Verkühlung schneller da als befürchtet. Aber warum schwitze ich so besonders stark?

 

Gehen wir davon aus, dass ein durchschnittlicher Mann etwas zwischen 80 und 90 Kilogramm auf die Waage bringt. Da habe ich in den letzten 10 Jahren zumeist etwa das doppelte gehabt. Wenn wir zum Beispiel nur einmal mein Gewicht von 160 kg rechnen würden, wäre das noch immer eine Differenz von mindestens 70 kg. Das ist nicht wenig. Haben sie sich schon einmal vorgestellt, wie viel das wirklich ist?

Nehmen sie einmal die üblichen 6er-Packungen von großen 1,5 lt PET-Mineralwasserflaschen. Ein solcher wiegt also mindestens 9 kg. Das heisst also, dass ich quasi genauso belastet durch die Gegend latsche, wie ein normalgewichtiger Mann mit über 7 von diesen Mineralwassergroßpackungen. Und dieses Gewicht trage ich den ganzen Tag mit mir. Das stemme ich schon am Morgen, wenn ich von der Bettkante aufstehe, mit diesem zusätzlichen Gewicht stelle ich mich unter die Dusche und marschiere den Weg zur Schnellbahn! Wenn man da nicht zum schwitzen anfängt? Na ich weiss nicht!

 

Seit Anfang des Jahres hab ich nun 10 kg abgenommen, seit genau 14 Tagen keinen Tropfen Alkohol getrunken. Den Blutdruck bekomme ich langsam in den Griff … aber ich fühle mich schwach und kraftlos. Das wird sich aber hoffentlich ändern

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Letzte Woche, als die Sache mit dem Blutdruck sich nur langsam geändert hat, habe ich auch noch meine Hausärztin ausgesucht. Sie hat die aktuelle Medikation des Ambulatoriums in Frage gestellt und mir ein anderes Mittel verschrieben. Das hat sofort gegriffen und meinen Blutdruck auf ein normaleres Mass von <150/<100 zurückgeführt. Als Nebenwirkung ist mir aber nachwievor ein wenig schwindlig und ich fühle mich sehr kraftlos. Obwohl ich seit Jahreswechsel nun 10 kg abgeworfen hab, fällt mir zum Beispiel das Aufstehen viel schwerer als zuvor. Stiegensteigen ist sehr schwer und nur mit Anhalten (im besten Fall auf 2 Seiten) möglich. Das macht mir natürlich ein bisserl Angst. Wenn ich am Abend einschlafen möchte und zweifle, ob ich es in der Früh überhaupt aus dem Bett schaffe ?

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Das Thema Alkohol ist vorerst abgehakt, seit 2 Wochen trinke ich nun absolut keinen Tropfen von Prozentigem. Hat natürlich auch mit den Medikamenten zu tun, ich soll einfach nicht. Aber ist natürlich ein guter Kick, einen endgültigen Strich zu machen. Und es tut mir natürlich gut. Absolut gut. Sehr motiviert stürze ich mich jetzt wieder mehr auf Selberkochen, gesunde Lebensmittel und gesteigerte Aktivität. Dazu trägt mein privates Glück natürlich auch bei. Seltsam ist für mich dennoch, dass ich mich trotz minus 10 kg sehr kraftlos fühle. Bei der nächsten Befundbesprechung mit meiner Ärztin wird das aber wohl ein Thema werden.

In dieser Woche vollzieht sich zudem ein Wetterumschwung von – 12°C am letzten Samstag zu angekündigten +18°C am kommenden Wochenende. Mal sehen, wie da mein “schwindliger” Körper reagiert. Für die Seele wird es sicher schön …und ich sehe mich am Wochenende mit meinem Sohn bereits am Fahrrad. Juhu!

 

Ja, ich bin glücklich, fühle mich grad ein bisserl in Balance, aber trotzdem gibt es Tage … Da könnte man…. (hier bitte die Lieblings-Schimpftiraden reindenken)

Wien ist gerade kalt, sehr kalt. Und das sogar relativ spät im Winter, zu einem Zeitpunkt wo man meteorologisch bald vom Frühling spricht. In wenigen Tagen dürfen sogar die Schanigärten wieder aufmachen. Sei es drum. Es hat grad – 12°C und ich bin trotzdem gerne draussen. Obwohl ich mir gerade mit dem Gehen ein wenig schwer tu. Letzte Woche nach 2 Stunden im Wasser (Schwimmen und Aquagym) bin ich wohl zu lange nachher bei Minusgraden auf der Metallbank der Bushaltestelle gesessen. Vielleicht hab ich auch einfach zu viel Bewegung gemacht (ja, das kanns auch bei mir geben). Am nächsten Tag war ich auf alle Fälle sehr in meiner Bewegung eingeschränkt. Zwischen Becken und linken Knie gab es Schmerzen, die mich zeitweise beinahe zum Heulen gebracht haben. Zumindest haben sie die Tränen in die Augen schiessen lassen.

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Dadurch ist der Blutdruck fast durch die Decke geschossen. 17o zu 130 waren in der Früh dann doch etwas zu hoch. Am Weg in die Firma wegen Schwindel dann doch gleich ins Ambulatorium. Seither darf ich ein blutdrucksenkendes Präparat einnehmen, Alkohol ist zeitgleich verpönt. Ungewohnt, aber wohl gut. Heute, also 7 Tage später – 7 Tage mit stetig fallenden Schmerzen und Blutdruck und gänzlich ohne Alkohol, war ich zur Kontrolle beim Doc. Er war zufrieden. Wenngleich auch die Aktien mancher Brauereien und Destillerien deswegen fallen, meine steigen jetzt gerade ernorm – sagt zumindest der Doc. Und den mag ich.

9 kg sind in den letzen Wochen runtergepurzelt, bin grad recht glücklich, trotzdem waren die Stunden danach keine leichten. Die Tabletten machen mich sehr müde und teilweise fühle ich ich auch körperlich etwas schwächer. Als ich nach dem Arzttermin zum Büro kam, hatte ich schon über 8000 Schritte in den Beinen (7500 ist das aktuelle Ziel pro Tag). Ufff. Und dann geht der Lift nicht. Paar Stockwerke höher höre ich den Elektriker/Servicetechniker, der mir zuruft, dass es sicher noch Stunden dauert. Heute hab ich aber absolut keine Kraft, meinen Körper die 3 Stockwerke im Altbau hochzuziehen. Das ging einfach nicht mehr. Auf zur U-Bahn, nach Hause und Homeoffice. Am Weg dorthin dann ein älterer unfreundlicher Knilch mit einem Hund. Schon aus der Ferne starrt er mich kopfschüttelnd an und je näher er mir kommt, hör ich auch seine leise gemurmelten Worte. “So blad, des gibts ja net. Oida, sowas gibts ja net”. Ich hab mich umgedreht, bin einige Meter mit ihm zurück und forderte ihn auf, sich zu entschuldigen. Er hat weiter und immer lauter geschimpft. Unglaublich. Manchmal fühle ich mich so stark und lass die verachtenden Blicke der Passanten an mir runterfallen. Heute hat es richtig weh getan. So richtig weh.

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Am Weg heim bin ich einfach nur traurig. Das ich grad 3 Stöcke nicht schaffe, dass mich Passanten anpöbeln. Und das beste kommt noch: Daheim in Liesing angekommen geht der Lift in meine Wohnung auch nicht. Also nun doch 3 Stöcke per pedes gegangen. Langsam, aber geschafft. 2 Stunden später bin ich dann nochmal übermütig geworden. Toll motiviert, mehr Bewegung, raus mit mir! Also nochmal anziehen und zur Bücherei ein Buch zurückbringen. Mit dem Risiko, die 3 Stockwerke nochmal hinaufgehen zu müssen. Hinunter gehe ich sie auf alle Fälle mal. Am Weg dann 3 Mütter mit ihren kleinen Kindern. Im vorbeigehen sagt dann ein etwa 3-4 jähriges Mädchen: “Uh, der Mann ist aber dick”. Ich gehe weiter, diesmal finde ich es aber lustig, bei Kids verstehe ich das, die sagen einfach was sie denken. Auch gut so. Ich gehe weiter, dreh mich nicht mehr um aber rufe laut:”Sogar sehr dick”. Beim Heimgehen mache ich noch mal eine Extrarunde von 1000 Schritten und bin dann aber doch froh, dass der Lift doch wieder funktioniert daheim.

Für die Tage ohne Essen habe ich nun das ideale Getränk gefunden. Eine gute Abwandlung meines Sommerklassikers.

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Im Sommer habe ich mir immer schon gerne ein paar kleine Stücke Ingwerwurzel in das Mineralwasser geschnitten. Wenn die Flasche dann einige Stunden im Kühlschrank gestanden ist, dann hat das Wasser ein angenehmes Aroma gehabt. Oder einfach in ein Mineralwasserglas ein paar Blätter Minze. Da kommt schon Geruch beim Ansetzen in die Nase. Der Traum vom Mojito an einem Tag ohne Kalorien und Alkohol.

Nun habe ich aber in einem Forum vom sogenannten “Schrankwasser” gelesen, das in seiner Zusammensetzung den Stoffwechsel stark anregen soll: Und gleich probiert. Ich verwende ja seit Monaten schon den SodaStream Automaten mit den Glasflaschen (fürwahr die beste Invention der letzten Jahre) um mir das Schleppen von Mineralwasserflaschen zu ersparen. Und gerade in der warmen bis heissen Jahreszeit mag ich Kohlensäure in meinen Getränken.

So sprudle ich mir eine Flasche kaltes Wasser auf und schneide dann hinein:  ein paar kleine Stücke Zitrone (ohne Schale), Feldgurkenstücke (natürlich mit Schale!), ein paar kleine Stücke Ingwerwurzel und ein paar Minzeblätter. Nach mindestens einer Stunde hat das Wasser einen sehr angenehmen Geschmack und haltet so zumindest 2 Tage. Die 2 Tage sind theoretisch, denn bei mir ist das schnell weggetrunken. Bei längerer Lagerung dreht der Minzgeschmack etwas ins Negative und wird unangenehm.

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Überhaupt habe ich einige Male herum experimentiert um die für mich ideale Geschmacksbalance zwischen Gurken, Minze und Zitrone zu finden. Dabei hab ich auch einmal alternativ eine Limette versucht, kommt aber geschmacklich nicht so gut in die Balance wie eine Zitrone.

Und was den Stoffwechsel betrifft: Ja, es wirkt! Sehr sogar. Und den Durst stillt es ungemein.

 

 

Nun sind insgesamt 18 Nuller verstrichen. Dabei war ich auch schon mal inkonsequent. Aber es wird zur Normalität. Und das ist gut so.

Über mein Gewicht darf ich momentan nicht unzufrieden sein. 10 kg sind seit der ersten Weihnachtswoche gepurzelt. In der letzten Woche blieb es aber konstant. Das liegt zum Teil daran, daß ich in der vorigen Woche so schwach war und einen Nuller storniert habe, also 3 Tage hintereinander gegessen habe, aber auch durch die Intensität der Einser. Da hab ich dann zum Ausgleich schon extrem viel gegessen und getrunken. Da wirkt der darauffolgende Nuller wie ein idealer Ausgleich, der quasi alles wieder gut macht.

Eine irrsinnige Challenge habe ich übrigens überstanden. Letzten Freitag, ich hatte endlich wieder Balance mit 10in2 gefunden, kam ein junger Bäcker in unsere Redaktionsräume. Hatte den jungen Mann in der Slow Food Bewegung entdeckt und die Kollegin gebeten für unseren Foodblog “Richtig Gut Essen” ein Interview mit ihm zu machen. Echt spannender Typ, mit tollen Bioprodukten. Er ist mit vollen Händen gekommen. Für die Redaktion hat er zahlreiche Brotwecken und ein volles Blech mit Buchteln gebracht. Kollegin Silvia hat daraus einen tollen Artikel gemacht.

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Jetzt hat es nicht nur gut gerochen im Büro. Obendrauf sind noch alle Kollegen wie aufgeschreckt mit Zuckerbestäubten Mundwinkeln durch das Büro gelaufen und haben im Einklang geschworen, noch nie im Leben so gute Buchteln gegessen zu haben. Uff. Das war beinahe zu viel für mich. Das sind die Sekunden wo man ein wenig wankt. Ich hab mir dann neben einem Wecken Biobrot auch noch 2 Buchteln eingepackt und sie für den nächsten Tag mit nach Hause genommen. Die tollen Backwaren haben den ganzen Heimweg in U- und S-Bahn so aus der Tasche gerochen, daß auch die SitznachbarInnen Freude daran hatten. Erst nächsten Tag konnte ich dann in die vollen langen. Aber die besten Buchteln sind halt auch einen Tag später nur noch die zweitbesten. Egal. Gut waren sie trotzdem, und ich mächtig stolz, diese Probe bestanden zu haben.

An einem anderen Einser war ich dann wieder in alte Gewohnheiten verfallen und habe ungestoppt süsses Zeug in mich gelehrt. Die Lakritzevorräte meiner Frau mussten daran glauben. Leider hatte sie es schon bemerkt, bevor ich Nachschub besorgen konnte.

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Immerhin hatte ich es dann geschafft, in der Lakritzewüste Wien sowas zu bekommen. Dies war ebenso eine Challenge!

Im Moment bin ich stark verkühlt und wache jeden Morgen mit der Hoffnung auf, weiterhin fieberfrei zu bleiben und einer Verschlechterung zu trotzen. Am Nuller bin ich dann verunsichert, weil ich ja auch keine Medikamente zu mir nehmen mag bzw nicht weiss, wie Körper ohne anderes festes Zeugs im Magen auf die Wirkstoffe reagiert. Im schlimmsten Fall, die Nuller halt wieder aussetzen. Derweil habe ich abends halt doch ein Lutschbonbon genommen. Mehr war es bis dato nicht. Und heute – juhu – esse ich ja auch wieder.