Am kommenden Sonntag darf ich als DJ ein Damenfussballturnier beschallen. Dafür hab ich seit längerer Zeit wieder mal den Mixer abgestaubt und ein paar sommerliche Lieblingstracks zusammengemischt. Hier zum reinhören. Viel Spass damit.

Nachdem ich nunmehr 6 Nuller (Tage ohne Essen) über die Weihnachtsfeiertage gestemmt habe, stand eine neue Herausforderung vor der Türe. Die Silvesterfeier und der Geburtstag meines Sohnes. Jokertag oder einfach nichtessend ins neue Jahr 2016?

Nach dem abwechselnden Rhythmus der Nuller und Eingetragen wäre der 31.12.2015 nun wieder ein Tag ohne Essen. Nachdem ich das auch an den Weihnachtsfeiertagen geschafft habe, warum nicht also auch zum Jahreswechsel? Abgesehen von Silvester, an dem ich bis dato schon gewisse Rituale gepflegt habe, ist es auch der 7.Geburtstag meines Sohnes. Und Florian habe ich eben in diesem Jahr zum ersten Mal zum gemeinsamen Feiern. Dafür habe ich dem Sohnemann ein großes Burgeressen mit Pommes versprochen. Und da will ich doch nicht mit einem Glas Wasser oder Tee danebensitzen!

Auf der anderen Seite habe ich Angst, den ersten Jokertag zu nehmen, also ausnahmsweise einmal einen Nuller durch einen Einser ersetzen. Das hatte ich schon zweimal zuvor (nach kürzerer Zeit) versucht und bin sofort aus dem Rhythmus gekommen, dh ich habe danach gar nicht mehr mit dem 10in2 weitergemacht. Im Buch von Bernhard Ludwig steht auch die Empfehlung im Falle eines solchen Tages vielleicht zuvor 2 Nuller in Folge zu machen, um den Silvestertag zum Einser zu bekommen. Hmmmm. Guter Rat ist in diesem Falle gar nicht so teuer, kenne ich doch schon genug Menschen in meinem Bekanntenkreis, die dieses Lebensgefühl schon länger praktizieren. An diese habe ich mich also über die Sozialen Medien gewandt. Irgendwie konnte ich mir es nämlich nicht vorstellen, tatsächlich zwei Nuller in Folge zu schaffen. Die Conclusio der Erfahrungen von Freunden war: Besser einen zweiten Einser anhängen bzw vielleicht die beiden Feiertage inklusive 1.Jänner zu Jokertagen zu machen und erst wieder am 2.Jänner mit einem Nuller einsteigen.

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Den letzten Tag des Jahres habe ich also mit Florian beim Wiener Silvesterlauf gestartet. Als Zuseher sei gesagt. Immerhin haben wir meine Schwester und einige Kollegen anfeuern können. Es war wie jedes Jahr eine Riesengaudi den circa 4000 Läufern zuzusehen und die lustigen Kostüme zu bestaunen. Und wenn man ein klassisches Silvesterzitat nutzen darf: “Same Procedure as every Year!” -> Denn auch dieses Jahr haben wir uns (wie so oft schon) als Vorsatz genommen, im nächsten Jahr selber mitzulaufen. Immerhin habe ich das zum ersten Geburtstag von Florian schon einmal zu Fuss mit Kinderwagen gemacht.

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Das für Florian Pommes eines der Lieblingsessen ist, wird wohl niemanden überraschen. Und da muss man sagen, wird er zumindest väterlicherseits sehr verwöhnt. Denn zu Hause gibt es nur handgeschnitzte mit Fett benetzte im Ofen gegarte Pommes, und wenn wir weggehen, dann nur in vernünftige Lokale. McDoof ist für uns ein Fremdwort (wenngleich ich nicht zu dem Teil der Elternschaft gehöre, die ihm das verbieten würde). Aber der 7jährige ist halt auch zum Feinspitz geworden, und dafür hat er sich zum Geburtstag dann auch den besten Burger der Stadt verdient. Und den gibt es unseres Erachtens nach im Grillhouse Huth da Max. Das war ein Silvestermittagessen! So machen die Einser Spass!

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Zwei Stunden später dann schon die Jause daheim. Auf dem Bild sind die Weihnachtskekse und die weiteren Marzipanglücksschweine, die meine Mutter mitgebracht hat, noch gar nicht zu sehen. Und nach dem sie in meiner Nähe gestanden sind waren sie auch nicht besonders lange zu sehen. Abends gab es dann für mich noch eine gehörige Portion Nudeln. Zusammengezählt waren es an diesem Tag dann auch wohl noch ein halber Liter Wein, 3 Flaschen feines und starkes Bier und eine erwachsene Portion Metaxa. Das Glas Sekt um Mitternacht war dann nur noch die Draufgabe.

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Beim Bleigiessen habe ich diese beiden Skulpturen aus dem kalten Wasser gezogen. Oben ein Fischskelett, unten ein Schwertfisch (könnte aber auch eine Bohrmaschine sein). Zu all dem hatte ich bis dato noch keinen Bezug. Werde ich 2016 zum Fischesser und Heimwerker? Oh Graus.

Nachdem Tag war mir aber schon am Morgen des Neujahrstages klar: Ich muss jetzt und heute sofort wieder einen Nuller machen. Noch ein Esstag und ich bin aus dem Schwung herauslesen. Muss das tolle Neujahrsfrühstück mit Lachs, Roastbeef, Eiern und der angebrochenen Flasche Sekt halt noch einen weiteren Tag warten. Dazu noch einen laaaaangen Spaziergang durch den Bezirk. Das taugt am ersten Tag des Jahres.

Spezielle Erfahrung aber hier: Trotz Nuller habe ich für Frau und Kind gekocht. Und das ist eine extreme Challenge. Nicht abschmecken können, nicht die Finger abschlecken, das Reindl ausputzen etc. Trotzdem geschafft. Obwohl das mit dem fehlenden Abschmecken war wohl doch eher problematisch: Florian hat sein komplettes Süsskartoffelpüree nicht angerührt. Bäh!

 

Für schwergewichtige Menschen gibt es in allen Lebensbereichen Einschränkungen. Die Auswahl an Sitzmöglichkeiten gehört dazu. Bei Sommerkonzerten in temporären Locations ist das besonders schwierig.

Zu meinem Geburtstag habe ich das Konzert von Haindling auf der Kulmbacher Plassenburg geschenkt bekommen. Der Geburtstag war zwar erst vor wenigen Tagen, gewusst habe ich das aber schon seit Weihnachten, als wir meinen Schwiegereltern das selbe Konzert geschenkt haben. Seit Mitte der 80er habe ich mir die Schallplatten von Hans-Jürgen Buchner gekauft, ein Live-Konzert habe ich bis gestern noch nicht gesehen.

 

Erst im letzten Jahr ist Hans Jürgen Buchner 70 Jahre alt geworden, wie er auf der Bühne agiert ist es kaum zu glauben, daß er gerade 2 Jahre jünger als meine Eltern ist. Das ganz spezielle neben den Künstlern an diesem Abend sollte aber die Location sein. Die Plassenburg liegt hoch über Kulmbach, für die Zuseher gibt es auch einen Bus-Shuttle, der die 1450 Zuseher in wenigen Minuten aus der historischen Altstadt auf die Burg bringt.

Allerdings gab es für mich einen Wermutstropfen. Die Plassenburg wird ja nicht permanent bespielt und daher werden für die wenigen Sommerkonzerte innerhalb eines langen Wochenendes nur eine temporäre Bestuhlung aufgestellt. Wie ich das von vielen anderen Locations kannte, sind das zumeist die billigen Plastiksesseln, auf denen schon normalgewichtige Menschen ihren Hut abnehmen, damit sie nicht zu schwer sind. Solch ein Sessel hat schon das eine oder andere mal unter mir seine Bestimmung aufgegeben. Im Web habe ich schon zuvor von Archivbildern die Stühle gesehen und hab mich entschlossen, mich per mail und einer PN auf Facebook an den Veranstalter MOTION zu wenden:

Liebes Motion-Team, ich habe eine Anfrage bzw eine Bitte: Meine Verwandtschaft hat mir zum Geburtstag Karten für das morgige Haindling-Konzert auf der Plassenburg geschenkt. Dafür reise ich mit großer Vorfreude extra aus Wien an. Mein Problem: Ich wiege etwa 150 kg und habe Angst, daß mich diese Stühle nicht tragen. Aus gesundheitlichen Gründen kann ich wg eine Knieoperation auch nicht zu lange stehen. Deswegen haben wir extra einen Aussensitz gebucht. Meine Frau und ich sitzen Mittelblock Reihe 7 Platz 1 & 2 (die komplette Verwandtschaft in der selben Reihe). Ist es notfalls möglich, auf den Randplatz einen stabileren, normalen Sitz zu stellen? Besten Dank für eure Mühe und Verständnis, ich freu mich auf alle Fälle. Muntere Waldgrüsse, Micky

Innerhalb von einer Stunde kam am Freitag nachmittag noch folgende Antwort von Mathias Mayer (Geschäftsführer MOTION):

Hallo Micky,

vielen Dank für die Mail. Ich gebe das an unser Einlass-Team weiter, wir finden hier sicher eine Lösung. Bitte melden Sie sich kurz an der Abendkasse, dann klären wir das vor Ort.
Mit besten Grüßen,
Matthias Mayer
Vor dem Konzert waren wir noch in der Nähe essen und irgendwie war ich schon neugierig und ein wenig aufgeregt, was mich auf der Plassenburg erwarten würde. Stuhlbusse waren gut organisiert, die Burg und die damit verbundene Konzertatmosphäre ein Traum. Rund um den bestuhlten Innenhof waren kleine Zelte mit Gastronomie aufgestellt, ob des gesetzten Publikums wurde sogar Glasware ausgegeben. Wir haben auf der Burg auch Freunde getroffen, doch langsam kam für mich der Moment der Wahrheit. Was für eine Sitzmöglichkeit werde ich haben oder wie ist man / wird man mit meiner Anfrage tatsächlich umgegangen. Wir suchten den Mittelblock und fanden auf den von uns gebuchten Plätzen folgendes Bild vor:
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Die Veranstalter haben sich also tatsächlich für mich die Mühe gemacht, einen geeigneten Stuhl zu organisieren und genau auf den gebuchten Platz zu stellen. Ich war überwältigt! Ganz zufällig hab ich beim Getränke holen dann einen Herren mit einer Erkennungskarte VERANSTALTER gesehen. Ich hab dann genau hingesehen und seinen Namen erkannt. Es war Mathias Mayer, mein Emailkontakt: Und so hatte ich sogar persönlich die Möglichkeit, mich für diese Bemühungen zu bedanken.
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Das Konzert war großartig, HANDLING in Höchstform – ich kann mit Verlaub sagen, daß dieser Event eines der schönsten Konzerterlebnisse war, das ich jemals erleben durfte. Beim Abstieg von der Plassenburg hab ich dann etwas übertrieben, da hätte ich wohl eher den Shuttlebus nehmen sollen. Schmerzverzehrt im Halbdunkeln bin ich dann auf einem Gefälle von teilweise über 22 Prozent von den anderen 1449 Gästen überholt worden.

Als ich genau vor einem Jahr zum ersten Mal mit der Ernährungform 10in2 begonnen hab, währte es kaum eine Woche. Trotzdem ich in den wenigen Tagen eigentlich begeistert war und es bald wieder starten wollte, hat es ein Jahr für den ReStart gebraucht.

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10in2 – eine Methode nach Bernhard Ludwig – wirkt eigentlich recht seltsam und vor allem unnatürlich. Aber ich habe sehr viele Menschen kennengelernt, denen diese Ernährungsform ein schöneres Leben gebracht hat. Einen Tag essen was man will, am nächsten Tag dafür absolut nichts essen. Gerade mal viel Wasser trinken an den sogenannten Nullern. Damals im Juni 2013 war ich schon sehr überrascht, daß es funktioniert hat. Hatte so gut wie keine Beschwerden an den beiden Nullern. Als dann der dritte Nuller-Tag kam, musste ich aufgeben. Es war Freitag und der erste Tag der Biorama Fair Fair, einer Messe die ich für meinen Verlag organisiere. Es hatte über 30 Grad Celsius, ich bin mit dem Fahrrad in die Stadt gekommen und ich war ob meiner Bühnenauftritte angespannt. Es wurde mir schon gegen 13.00 Uhr sehr schlecht und ich spürte, daß mein Kreislauf mehr als nur Wasser benötigt. Hab dann ein bisserl was gegessen und im Laufe des Tages dann alle Regeln gebrochen. Aber ich wollte bald wieder ins 10in2 Programm einsteigen. Habe es aber – trotz anfänglicher Begeisterung – fast wie einen Zahnarztbesuch immer wieder hinausgeschoben. Viele nennen es das “Aber morgen beginn ich …”-Syndrom.

Und nun, 13 Monate später hab ich endlich wieder begonnen. Montag war der erste Nuller und es viel mir genauso wie der Mitwoch eigentlich sehr einfach. Und abends hat sich an den beiden Tagen wieder die bekannte Euphorie eingestellt. An beiden Tagen habe ich viel Wasser getrunken, im Laufe des Vormittags mal einen halben Liter Tee und auf den Tag verteilt noch 2-3 Kaffee. Die ich aber ohnehin immer ohne Milch und Zucker trinke.

An den beiden anderen Tagen habe ich viel gegessen. Aber wohl nicht mehr soviel, wie ich früher normal an einem Tag gegessen habe. Weil irgendwie ist auch der große Appetit weg. Nach einem Tag Abstinenz will der Körper zwar dringend was, aber er will nicht mehr so viel.

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Beide Tage waren aber auch ein wenig Sonderfälle. Dienstag hatte ich Geburtstag. Wir hatten schon ein schönes Frühstück mit frischem Gebäck, mittags gab es eine kalte Platte mit 2 Gläsern Aperolsprizz und abends waren wir beim Griechen essen. Aber auch in meinem griechischen Lieblingslokal in Brunn hatte ich weniger als normal gegessen. Und am Donnerstag, dem zweiten “Einser” in dieser Woche war ich abends bei meinen Eltern eingeladen. Wir haben den Geburtstag nachgefeiert und sie hatten neben dem üppigen Essen auch noch guten Wein aufgetischt. Mit einfachen Worten: Ich habe es mir gut gehen lassen.

Richtig schwierig wurde es dann gestern. Es war der dritte “Nuller”. Es hatte in Wien etwa 33°C, ich hatte ausnahmsweise meinen Sohn- und dadurch einen Urlaubstag. Am Vormittag waren wir auf unserem Selbsterntefeld wo wir einige Zucchini, Karotten und Mangold ernteten. Das Feld schaut schon sehr wild aus und irgendwie wächst uns gerade alles davon. Dort wo ich normalerweise gerne eine kleine Karotte aus der Erde ziehe und gleich verkoste, blieb mir diesmal nur: Meinen Sohn dabei zu beobachten. Mittags hab ich dann für ihn gekocht. Und ihm beim Essen zugesehen. Noch nie viel mir sowas so schwer wie gestern.

Nachmittags sind wir dann zum Parklife-Fest der Grünen Mödling gefahren. Die hatten neben Kinderkarussell, Eselreiten, Live-Bands und OpenAir-Kino natürlich auch tolle Gastrostände. Insbesondere der Saftladen hat es mir angetan. Auf einer Fahrradbar wurden frische Bio-Fruchtsäfte gemixt. Florian hatte einen Apfel-Ingwer-Mango-Saft: Und ich hab ihm dabei zugesehen und am nächsten Brunnen gaaaaanz viel Wasser geschlürft.

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Abends daheim hatte ich nur noch das Bedürfnis ganz schnell schlafen zu gehen und kurz vor einem üppigen Frühstück erst wieder aufzuwachen. Was mir dann auch beinahe gelungen ist. Heute esse ich wieder was ich will!

 

 

Die erste Woche 10in2 (nach der Idee von Bernhard Ludwig) ist um und für mich war es keine komplette. Aus aktuellem Anlass bin ich vor dem Wochenende gekippt und setze erst heute wieder fort.

Der Start am Anfang letzter Woche war recht erfolgreich. Muss dazu sogar gestehen, daß ich es mir nicht so einfach vorgestellt hätte. Einen kompletten Tag nichts zu essen und nur Wasser, Tee oder wenig Kaffee zu trinken war einfach unvorstellbar. Aber es ging. Es ging sogar gut. Es gab einige Momente, wo es tatsächlich schwer war: Zu Mittag wenn alle Kollegen zu essen beginnen und Essensdüfte aus jedem Eck kommen. Und auch gleich der Verzicht auf das Frühstück am morgen, das für mich bis jetzt immer sehr wichtig war und genussvoll zelebriert wurde. Aber täglich ab 15.00 Uhr hat sich ein sehr angenehmes Gefühl eingeschlichen.

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Der Tee am späten Vormittag war eine Wohltat. Am zweiten Tag, dem Mittwoch ist es mir noch einfacher gefallen, weil ja der Zweifel – der am Montag noch mitgeritten ist – jetzt weg war. Einen Tag hatte ich ja schon geschafft. Das einzig unangenehme an diesen ersten 5 Tagen war aber die Verdauung. Es gab zwar keine peinlichen Zwischenfälle oder ähnliches, der Körper stellte sich allerdings um: Die klassische Angewohnheit, vor dem aus dem Hause gehen noch einmal auf den Topf, funktionierte nicht. Es gab einen ganzen Tag ohne Stuhlgang und das macht mich immer etwas nervös.

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Ab Freitag hat in Wien dann die Biorama Fair Fair stattgefunden, eine nachhaltige Ausstellung, die ich mit einem tollen Team aus unserem Verlag organisierte. Die ganze Woche schon machte ich Pressearbeit. Mittwoch früh war ich zu Gast im Studio von Radio Superfly.fm. Danach mit dem Fahrrad über den Wiener Naschmarkt ins Büro zu düsen war eine recht blöde Kombination aus guten Düften zur Frühstückszeit und Nullertag. Aber geschafft.

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Donnerstag abends waren wir dann bei Guten Abend Wien beim Stadtsender W24 zu Gast, danach hab ich noch fein gegessen, denn Freitags war ja ein Nullertag angesagt. Aber genau den konnte ich nicht einhalten: Der Vormittag war dem Aufbau gewidmet: In brütender Sonne galt es zu tragen, zu schieben, herumzueilen und dabei hab ich mich nicht wirklich wohlgefühlt. Die Kombination aus großer Hitze und körperlicher Anstrengung (ich bin ohne Frühstück immerhin auch schon die 12 km mit dem Rad in die City gefahren) waren mir zuviel. Dazu noch all die verlockenden Angebote unserer kulinarischen Aussteller und meine stündliche Bühnenpräsenz als Moderator. Gegen 14 Uhr habe ich mir dann ein Brot beim Bäcker geholt und dazu Kaffee getrunken. Etwas später wurde es dann auch ein Bier. Oder eigentlich mehr Bier. Später dann auch mal Wein. Gegessen hab ich trotzdem fast nichts, aber viel zu viel getrunken. Mein dritter Nuller Tag war ein richtiger Umfaller.

Samstags durfte ich dann auf der Bühne mit Bierpapst Conrad Seidl über Bier plaudern, das ging nicht ganz ohne kühlem Getränk. IMG_1487

Ab dieser Woche will ich es wieder genau im Plan weiterführen. Der Montag als Einsertag war mein Geburtstag, das passte ja. Ab heute Dienstag steig ich wieder voll ein. Denn immerhin habe ich in der letzten Woche trotz Umfaller über 2 kg abgenommen. Und das finde ich wieder richtig gut!

Vor einem halben Jahr, genaugenommen am Heiligen Abend, hab ich meine Freundin gefragt, ob sie meine Frau werden möchte. Nun, am 1.Juni war es endlich soweit. Unsere Hochzeit war ein wunderschönes Fest mit allen wichtigen Freunden und Verwandten:

Obwohl das Wetter seit Tagen nur verregnet war und sogar die Wetterprognose einen wolkigen, kalten 1.Juni versprochen hat, wurde dieser wunderbare Tag noch von andauerndem Sonnenschein gekrönt.

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Unsere zum Teil von weither gereisten Gäste haben Perchtoldsdorf als Kulisse von seiner schönsten Seite erlebt.

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Wir sind sehr glücklich! Auf diesem Weg möchte ich mich auch für die vielen Glückwünsche bedanken, die wir über diese Seite von euch bekommen haben. Vielen Dank!

Dicksein kann manchmal sprichwörtlich richtig schwer sein. Viele Schwierigkeiten erwarten die reisenden Übergewichtigen.  In vielen Fällen auch höhere Kosten.

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Das Fliegen an sich – das ich aus ökologischen Gründen möglichst wenig nutzen möchte – ist für einen adipösen Passagier ohnehin mal sehr anstrengend. Und nicht nur für Ihn: Auch die Mitreisenden oder oft unfreiwilligen Sitznachbaren leiden oft unter Platzmangel. Ein Toilettenbesuch für Menschen über 120 kg ist an Bord eines gewöhnlichen Reiseflugzeuges aus Platzgründen schier unmöglich. Passende Anektoten möchte ich hier lieber still verschweigen.

Der dicke Passagier fragt schon beim Einstieg sehr diskret: „Can I have an extension, please“ und meint damit eine Verlängerung des Sicherheitsgurtes, der das korrekte Anschnallen erst möglich macht.

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Wahrscheinlich bilde ich mir das nur ein, aber was mich besonders fertig macht: Der Weg vom Einstieg zum Sitzplatz. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass mich gerade alle bereits Sitzenden ängstlich anstarren. In ihren Gesichtern die pure Angst: „Hoffentlich sitzt er nicht neben mir“.

Die warmgehaltenen Speisen, die vielen zumindest als Pausenfüller bei längeren Strecken dienen, kann ein dicker Mensch kaum verzehren. Geht doch der Klapptisch am Vordersitz nicht wirklich in waagrechte Position. Da hilft am besten ein leerer Nachbarsitz, auf dessen Klapptisch man seine Flugnahrung ausbreiten kann.

Diesen leeren Sitz muss man bei manchen amerikanischen Fluglinien ab einem bestimmten Gewicht schon mitbuchen. Denn – ganz ehrlich – wie kommt denn ein unbescholtener Sitznachbar dazu, durch einen adipösen Mitreisenden derart in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt zu werden.

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Die Fluglinie Samoa Air ist nun sogar einen Schritt weiter gegangen. Sie will Flugpreise nach Gewicht des Passagieres staffeln. Mit dem System „Pay per Weight“ (Zahle nach Gewicht) werden schwergewichtige Fluggäste extra zur Kasse gebeten. Nun sei aber vorausgeschickt, dass die Samoa Air mit vielen sehr kleinen Maschinen operiert und ausschliesslich die kurzen Routen zwischen den einzelnen Inseln von Samoa fliegt. Und die Tatsache, dass Einwohner von Samoa eine starke Tendenz zu Übergewicht haben. Die Offiziellen der Airline begründen die gestaffelten Preise – man wird tatsächlich am Flughafen gewogen – mit Kostengründen. Man könne dadurch höhere Kerosinpreise durch schwerere Passagiere abfangen. Familien mit kleinen Kindern reisen angeblich billiger als zuvor.

Was ich aber in all der Recherche nicht herausfinden konnte: Bekommen die schwergewichtigeren Mehrzahler dann auch mehr Platz in den Flugzeugen? Gibt es ans Gewicht angepasste Sitzplätze, bei denen sich adipöse Fluggäste auch wohl fühlen können?

Zeitliche Ziele zu setzen war im Zusammenhang mit Abnehmen für mich immer kontraproduktiv. Wenn es um meine eigene Hochzeit geht, verschärft sich die Situation immens. Oder ich feiere halt in einer arabischen Soutane.

Einen riesengroßen Körper kann Frau gut kaschieren. Auch bei Männern ist das möglich, aber nicht so einfach. Insbesondere wenn es um festliche Anlässe geht. Da trägt Mann halt zumeist einen Anzug. Insbesondere bei Hochzeiten geht kaum was anderes. Ich war auf ungefähr 15 Hochzeiten in den letzten 3 Jahren: Da konnte ich mich immer durchschummeln. Mit weiten Hemden und Gilet. Zumeist hatte ich halt auch den DJ Bonus, da kann man etwas lockererer herumlaufen.

Aber auf der eigenen Hochzeit? Ich habe nur noch wenige Wochen Zeit um was passendes zu finden für den wahrscheinlich schönsten Tag meines Lebens. Mein Sohn hatte gestern Anprobe. Die schwarze Hose und das Hemd, das er letzten Sommer bei der Hochzeit meines Schwagers anhatte, ist bereits zu klein. Kein Problem – für Ihn sind schnell schöne, passende Sachen gefunden.

Momentan denke ich an eine schöne dunkle Hose, ein weites Hemd und ein offenes Gilet. Eventuell sogar eine Krawatte. Was für mich gar nicht geht: Etwas, was rein für den einen Moment gekauft wird. Auch beim Hochzeitskleid haben wir es so gehalten. Meine Zukünftige hat ein wunderschönes Kleid gefunden, daß sie danach auch bein anderen feinen Veranstaltungen tragen kann. Es steht Ihr wunderbar!

Jetzt brauchts halt noch für mich was passendes, aber ein paar Wochen Zeit ist ja noch.

Mein Versuch, mich möglichst gesund zu ernähren beinhaltet natürlich vorderhand auch biologisch gewachsene Lebensmittel. Hier gibt es viele tolle Erzeuger, herausragende Persönlichkeiten aber leider auch viel Trittbrettfahrer.

Gestern abend ging ich beschwingt zur Eröffnung der neuen Sonnentor-Filiale in der Wiener Wollzeile. Wieder mal eine Gelegenheit über die Kärntner- und Rotenturmstrasse durch die Innenstadt zu bummeln. Bei letzterer Adresse komme ich natürlich nicht umhin einen kleinen Stopp beim Eis Greissler zu machen. Neben den Sorten aus dem neuen Lepantos für mich das beste Eis der Stadt.

Der Eis Greissler deklariert sich nicht als Bio-Eis, verwendet jedoch ausschliessliche Bio-Milch vom eigenen Hof in der Buckligen Welt (Region der Wiener Alpen in Niederösterreich, ca 70 km südlich der Hauptstadt) und zumeist regionales Obst, das meiste sogar vom eigenen Hof. Aber eben nicht alles Bio – und das wurde auch nie behauptet.

Umsomehr hat mich gestern ein kleines Outlet des benachbarten Eisriesen Zanoni & Zanoni überrascht. Der Eissalon, der nur wenige Meter vom Eisgreissler entfernt liegt und zur Sommerzeit im Sekundentakt die eishungrigen Massen versorgt hat nun vis-a-vis ein kleines Outlet mit dem angesagten Frozen Yoghurt geöffnet.

Und – da schau her – von weitem schon blitzt mir PUR BIO ins Auge. Da kommt ja Freude auf. Noch jemand, der die Zeichen der Zeit sieht und auf das richtige Pferd setzt. Dachte ich allerdings nur. Auf die Frage von wo denn das Joghurt herkommt konnte der Verkäufer – vielleicht auch mangels Sprachverständnis – nur auf den Automaten hinter sich zeigen.

Auf meine Frage, welche Bio-Toppings denn angeboten werden zeigte er auf die Tafel hinter sich: Da kann ich sie lesen – alle die “bio”-toppings: Nutella und Eierlikör stechen mir besonders hervor. Also wieder nix mit Bio bei den Toppings. Ich fühl mich verarscht, und im Gegensatz zu den wahrscheinlich meisten Konsumenten, merke ich es auch. Da kann es eigentlich nur eine Konsequenz geben: Ohne Konsumation runter zum Eis Greissler, denn da wollte ich ohnehin ein Eis holen.

Und zu meiner Freude gab es ein Eis der Sorte “Zotter weisse Schokolade”. Schmunzelnd erklärte mir die nette junge Verkäuferin noch, daß sie in der Schokolademanufaktur Zotter auf Betriebsausflug waren. Ist immer gut, wenn man weiss wo all die Sachen auch herkommen.

Und hiermit ist das neue Sonnentor Geschäft eröffnet. Das kann man sogar auf meinem schlechten Handybild erkennen!

Und hiermit ist das neue Sonnentor Geschäft eröffnet. Das kann man sogar auf meinem schlechten Handybild erkennen!

Witzigerweise hab ich Andrea und Georg Ploberger, Biobauern aus Krumbach und Betreiber der Eis Greisslerei später noch bei der Eröffnung des Sonnentor Shops getroffen. Und da musste ich fast genauso lachen wie Sonnentor-Gründer Hannes Gutmann es immer tut. Der übrigens gestern die selben roten Waldviertler Schuhe wie ich getragen hat.

Andere Menschen jammerten nach ihrer Heimkehr immer vom übermäßigen Essen und von den dazugekommenen Kilos im Urlaub. Das war für mich bis jetzt noch selten ein Problem. Und heuer?

Viele Menschen essen im Urlaub gleich viel mehr als daheim. Weil es eben dieses zumindest aus quantitativen Aspekten gute All-You-Can-Eat Buffet gibt, oder weil man viel später am Abend noch isst und so weiter und so fort. Nachdem ich aber ohnehin auch zu Hause recht viel gegessen habe, hat sich die Veränderung im Urlaub nie zu Buche dh zur Waage geschlagen. Im Gegenteil: Durch kontrolliertere und geregeltere Essenszeiten und insbesondere viel mehr Bewegung habe ich zu Urlaubszeiten zumeist abgenommen. Und auch in diesem Jahr war es so, trotz wahrlich schwerwiegender Prüfungen:

Begonnen hat es im Biohotel Ulrichshof im bayrischen Wald. Ein Paradies für Familien mit Babies und Kleinkindern. Und ein Paradies für Schlemmer, insbesondere Freunde der deftigen Kost. Natürlich war hier alles biologisch – aber die Tatsache, daß mein Schweinebraten von einem glücklichen Schwein stammte und der Käsekuchen aus Biosahne fabriziert wurde, heisst halt noch lange nicht, daß man davon nicht runder wird. Und weil das ganze noch frei portionierbar von einem üppigen Buffet kam, hab ich mit Sicherheit mehr gegessen, als ich es normal gewohnt bin. Wie auch beim Kuchenbuffet am Nachmittag (siehe Bild).

Aber der Ulrichshof ist eben ein Kinderhotel – und das heisst nicht, daß hier nur die Kinder herumtollen. Erstens hatte ich genug damit zu tun, meinem Sohn nachzuhirschen und all seine Unternehmungen mitzumachen (Irgendwer muss das Pony ja führen, oder mit dem Kleinen auf die Wasserrutsche). Und zweitens hab ich alle Momente, in denen die Kinder in Gruppen beschäftigt waren (Piratenfest, Kinderdisco usw) genutzt um Sport zu machen. Schwimmen, Tennis und Radfahren – Und wer schon mal durch den bayrischen Wald geradelt ist, der weiss wie hügelig es dort werden kann.

Die zweite Hälfte des Urlaubs fand dann in Oberfranken statt, einer Region die auch nicht gerade für Gemüseküche oder gesunde Salate bekannt wurde. Und mittendrin war ich auf einer Hochzeit geladen. Auch dort war ich in der Schlange zum Schnitzel- und Bratenbuffet wieder in vorderster Position dabei:

Der Vorabend der Hochzeit wurde in einem Biergarten zelebriert und der Tag danach wurde (zumindest von mir) dazu genutzt, die Kuchenreste verschwinden zu lassen. Alles in allem auch nicht unbedingt der Klassiker für Abnehmwillige!

Aber auch hier bin ich öfters in die Radpedale getreten, machte große Spaziergänge oder bin mit meinem Sohn herumgerudert. Es ermangelte also neben gutem Essen auch nicht an Bewegung.

Und so kam es, daß ich nach 11 Tagen Urlaub in Deutschland tatsächlich mit fast 2 kg weniger wieder nach Hause gekommen bin. Leider hab ich diese 2 kg in den restlichen 4 Tagen daheim wieder eingebüßt. Der nächste Urlaub kommt aber bestimmt!