Zum letzten Jahreswechsel hab ich den Vorsätzen abgeschworen. Eigentlich ging es mir eh gerade sehr gut und alles ist in die richtige Richtung gelaufen. Aber schon den Vorsatz, keinen Vorsatz mehr zu haben, habe ich gebrochen: Zu Beginn der Fastenzeit – nach einer lang anhaltenden Phase von “Süsses reinfressen” – habe ich mir vorgenommen, für die nächsten 40 Tage mal auf Süsses zu verzichten.

Ach war ich tapfer: Schon den ersten Tag, den Aschermittwoch habe ich heldenhaft mit meinem Vorsatz überstanden. Keine Nussschnecke nach dem Mittagessen, an den Zuckerln in der Büroküche vorbei ohne nur einen Blick darauf zu werfen und in den Tee keinen Honig mehr.

Was mein Gewicht betroffen hat, war ich zuletzt ja mal gar nicht so unzufrieden. Langsam aber stetig ist es gesunken und im letzten Jahr habe ich nun schon über 45 kg verloren. Aber auf diesem, meinem hohen Niveau braucht es nicht viel Anstrengung dazu. Da nimmt man schon ab, wenn man normal ist. Aber normal habe ich halt nicht mehr gegessen. Es war zuviel Süsszeux: Faschingskrapfen, Laugengebäck, Zuckerln, Punschkrapfen und so ziemlich alles, was der Bäcker aus Maroni machen konnte.

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Auch am zweiten Tag, dem Donnerstag konnte ich widerstehen. Es schien alles so einfach und schwerelos zu gehen. Und die laufende Müdigkeit, die ich auch auf den hohen Zuckerkonsum zurückführte, blieb aus. Bis dann der Freitag kam. Ich habe meinen Sohn von der Schule abgeholt und dann hatten wir 90 Minuten Zeit bis zu einem Termin bei einer Fernsehaufzeichnung. Es hat sich nicht ausgezahlt, nach Hause zu fahren, so sind wir bisserl herumgebummelt und waren shoppen .Den Rest der Zeit haben wir wartend in einer Konditorei verbracht. Anfänglich nur mit Kaffee (mein Sohn Kakao). Aber das Sitzen in einer Konditorei – mit dem Blick auf die Vitrine – war meinem Vorsatz nicht zuträglich. An Tag 3 meiner Vorsätze habe ich sie mit einer Karottentorte gebrochen.

Tag 4 hab ich gleich alles draufgehauen und __ (hier bitte eine hohe Zahl einsetzen) Kalorien durch Nusskipferln und Blaubeermuffins zu mir genommen.

Immerhin: 2,5 Tage haben meine Vorsätze gehalten. Und wieder ein neuer Vorsatz: Keine Vorsätze mehr machen!

Zur Veröffentlichung meines Buches gab es die ganze Woche lang intensive Pressekontakte. Das war zusätzlich zu meinem Daytime-Job dann doch sehr intensiv und anstrengend und nun am Wochenende kann ich mich ein wenig – und durchaus stolz – zurücklehnen.

In 2 Tagen ist die offizielle Erstpräsentation in der Thalia-Buchhandlung auf der Wiener Mariahilferstrasse und es gab bis dato bereits 3 Fernsehbeiträge, diverse Artikel in der Presse im deutschsprachigen Raum und ein Interview für den deutschen STERN, das bei unseren Nachbarn schon die ersten Wellen geschlagen hat und weiteres Medieninteresse aus Deutschland nach sich gezogen hat.

Gestartet hat es letzten Samstag mit einem Bericht auf “Bewusst Gesund” im ORF:

Rechtzeitig zum Start der Fastenzeit folgte ein TV Bericht, der für das ORF Lokalprogramm SALZBURG HEUTE gedreht wurde, dann aber auch am selben Tag in ÖSTERREICH AKTUELL bundesweit ausgestrahlt wurde.

Am Freitag durfte ich dann beim Wiener Sender W24 im Rahmen der Buchvorstellung der Woche “Micky halbiert sich (nicht)” präsentieren.

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Seit einigen Tagen lacht mich das Fast Food Unternehmen mit dem großen gelben M mit einer neuen Kampagne von den Plakaten an. Es gibt an den Theken des Selbstbedienungsrestaurants – liebevoll auch Schachtelwirt genannt – nun offenbar auch eine “Signature Collection”.

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Was ist eigentlich ein Signature-Gericht? Wikipedia sagt mir folgendes: Als Signature Gericht bezeichnet man im engeren Sinne eine Speise, die die unverkennbare Handschrift des verantwortlichen Kochs trägt. Im besten Fall findet sich in dieser Speise die gesamte kulinarische Philosophie und Kreativität sowie die Kunstfertigkeit eines Koches oder Konditors. Beim Schachtelwirt wäre das für mich seit jeher der Big Mäc. Aber anders als der Big Mic, so wie er in der Schachtel über die Bude gereicht wird, schaut das Ding auf den Plakaten ja wirklich nach Essen aus. Ich kann ab und an auch nicht um den Schachtelwirt umhin kommen. Sagen wir mal alle 6 Wochen falle ich mal am Heimweg auf eine Portion Pommes oder einen 1 € Cheeseburger in den Laden. Mittlerweile hat man dort die Selbstbedienung noch um Selbstbestellungsstationen erweitert. Man muss nach dem automatischen Bezahlvogang nur noch auf seine Nummer am Display warten – also quasi bis man wie beim Arzt aufgerufen wird – dann holt man sich sein Schachterl oder Sackerl. Die Schachterln und Sackerln sind in unserem Alltag noch allgegenwärtiger als das als Essen angepriesene Zeugs beim Schachtelwirt. Denn die Verpackung fliegt in ganz Liesing herum. Die Cheeseburgerpapierln an denen noch die letzten wie Kunststoff anmutenden Reste des Käses kleben, trägt der Wind am weitesten. Manchmal liegen aber auch die großen Kartons und Sackerln schon einige hunderte Meter vom Schachtelwirt entfernt am Boden. Das ist aber nicht nur der Wind. Das klassische Schachtelwirtpublikum ist es gewohnt, leere Verpackungen einfach fallen zu lassen. Die ganz sportlichen von ihnen werfen den Mist auch mit Anlauf in die Liesing. In Gruppen versammelt, werden damit auch gerne Enten gefüttert. Schachtelzeugs mit Mehrwert also. In deren Augen.

Das ist aber nur der eine Teil, der mich bei dem Laden ärgert. Die viele Verpackung. Dass der Schachtelwirt in Liesing zum sozialen Zentrum geworden ist, das mag nun komisch wirken, darüber will ich mich nicht ärgern. Viel anderes gibt es für die Jugend in der Umgebung ja leider eh nicht. Und ehrlich gesagt: Als ich so 14 oder 15 Jahre alt war, war der McDonald in der Annagasse/Innenstadt ja auch der Stützpunkt für Unternehmungen rund um die Kärntner Strasse. Etwas später hat diese Funktion dann der Donnerbrunnen übernommen.

Was mich aber an dem neuen Plakat am meisten erfreut: Der Schachtelwirt gibt offen zu, wofür das Wort Qualität in seiner Art von Gastronomiebetrieb steht. Nämlich für Gewicht. Was ein Gastrosoph also unter Quantität verstehen würde, das nennen die Leute unter dem großen gelben M also Qualität. Aha. Irgendwie muss ich jetzt kurz an meinen Großvater denken. Seine Restaurantempfehlungen richteten sich ausschliessliche nach der Größe der dortigen Portionen. Dass dieses Zeug oftmals nicht zu essen war, wurde nicht diskutiert. Hauptsache es war viel. Na gut. So sieht es der Schachtelwirt also auch. Mir ist das aber etwas zu viel. Ich mag eher gut. Und damit werde ich dort sicher nicht fündig.

Es ist nun fast 7 Jahre her, da mich Kiwi TV, die Produktionsfirma von Barbara Stöckl, einen Tag begleitet hat und als Einleitung für meinen Auftritt in der Hauptabendsendung “Bewusst Gesund: Österreich speckt ab” einen kleinen Film über mich und meinen Blog drehte (siehe: hier). Im letzten Jahr wurde der Beitrag an einem Samstag nachmittag wiederholt. Nun war es wieder soweit.

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Da ja aus meinem Blog und dem Versuch, mich zu halbieren nun schlussendlich doch ein Buch wurde, hat mich das Fernsehteam wieder besucht. Daheim wurde ich gefragt, welche Motivation schlussendlich zu dem Buchprojekt führte, und warum nun nach MICKY HALBIERT SICH noch das (NICHT) aufscheint. Nun, es ist mir ja auch nicht gelungen. Das Halbieren nämlich. Und Vierteln war ja auch nicht das Ziel. Ein Viertel ist nämlich schon weg. Na gut.

Dann waren wir noch etwas spazieren und schlussendlich hat mich das Team in die Aquagymnastik begleitet. Die Kolleginnen und Kollegen, die jede Woche Montag und Mittwoch mit mir das Becken teilen, hatten zu gestimmt und so konnte mich das TV Team auch bei meiner so geliebten Wassergymnastik filmen. Nun, wenn ich an die Unterwasseraufnahmen mit der GoPro denke, dann könnte das schlussendlich wie eine Naturfilmdoku über sterbende Wale aussehen. Nur Spass natürlich. Aber es war schon ungewöhnlich. Ich hoffe, die Aufnahmen sind nicht zu unappetitlich, denn nicht, daß dem ORF dann schon im Vorabendprogramm die Zuseher wegbrechen, nur weil sie solch schockierende Bilder sehen werden!

Wann? Am Samstag, 2.März 2019 um 17.30 auf ORF 2 im Rahmen von “Bewusst Gesund”.

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Im Pressetext zu dieser Sendung steht:

Vor neun Jahren startet Micky Klemsch sein Projekt – er will sich halbieren. Ganze 100 Kilogramm will der Wiener abspecken und schreibt zur Motivation einen Blog darüber im Internet. Doch sein Vorhaben erweist sich als schwierig. Immer wieder fällt er in seine alten Muster und nimmt zu. Mit psychologischer Unterstützung hat der 51-Jährige mittlerweile einen Weg gefunden, mit sich und seinem Gewicht gut umzugehen.

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Na ich bin schon gespannt!

PS.: Die grünen Flecken auf meiner Backe sind die Überbleibsel meiner Zahn OP, die 10 Tage vor dem Dreh über die Bühne gegangen ist

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Es hat einige Zeit gedauert und viel Energie gekostet. Aber es war für mich selber auch so etwas wie Therapie: Das Schreiben meines ersten Buches. Nun ist es aber endlich da und ich freu mich sooooooo. Ab dem nächsten Wochenende wird es auch medial rund gehen um den Mann, der einmal was über das Dicksein schreibt.

Die Erstpräsentation von “Micky halbiert sich (nicht)” wird am Di, 12.März 2019 in der Buchhandlung THALIA auf der Wiener Mariahilferstrasse präsentiert. Ich hab sogar das Glück, daß die wunderbare Mari Lang diese Präsentation moderiert. Also eine ORF Sportmoderatorin spricht mit der 150 kg-Sportskanone. Danach wird es ein paar Lesungen in Ö und D geben, ein Großteil ist noch in Planung.

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Für alle von euch, die ORF TV empfangen können und um diese Zeit schon munter sind: Diesen Samstag um 17.30 Uhr gibt es einen kleinen Bericht über mein Buchprojekt und meine Wenigkeit bei der AquaGym in der Sendung “BEWUSST GESUND” (dann kann man endlich sehen, warum ich es Wasserballett nenne). Ab 6.März sollte das Buch dann in den guten Buchhandlungen verfügbar sein, würd mich über jede Art von Feedback von euch freuen.

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Das ich nicht der einzige bin, der Angst vor dem Zahnarzt hat, war mir schon klar. Dass es dagegen aber schon ein paar gute Lösungsansätze gibt, war mir bis vor kurzem nicht bewusst.

Ich geh nur äusserst ungern zum Zahnarzt. Nicht nur die Angst vor Schmerzen, sondern vor allem mein Hang dazu, sofort zu recken, wenn sich ein Fremdkörper in meinem Mundraum und Rachen bewegt hält mich immer wieder davon ab, einen Zahnarzt zu besuchen. Und schon seit Jahren habe ich meinen nächsten Zahnarztbesuch vor mich hergeschoben. Dabei wäre es schon höchste Zeit gewesen. Einmal ist da ein Eck weggebrochen, dann spüre ich wieder dort einen Schmerz. Immer ist irgendwas. Und immer bekomme ich totale Panik, wenn ich daran dachte, zum Zahnarzt zu müssen.

Ende November war es aber dann soweit: Ich wollte es nicht mehr länger hinauszögern und ich bin fest entschlossen gewesen, auch diese Baustelle zu erledigen. Aber in der Zahnklinik Margareten bin ich schon am Röntgen gescheitert. Das Panoramaröntgen funktioniert gut, aber bei den Einzelbildern, wo man eine kleine Platte weit nach hinten in den Mundraum halten muss, kam schon wieder das unsägliche Recken. Die Ärztin wollte dann einen der kaputten Zähne mal ohne Röntgen ansehen, da war es allerdings schon um mich geschehen. Kaum kam irgendein Werkzeug in den Mund musste ich recken. Frau Doktor entschied auf “nicht behandelbar” und hat mir eine Zahnbehandlung in Vollnarkose empfohlen, die von manchen Ordinationen angeboten wird.

Mein Gebiss Vorher / Nachher. Unten fehlen bereits die 4 Weisheitszähne, dafür ist das Implantat deutlich zu erkennen

Mein Gebiss Vorher / Nachher. Unten fehlen bereits die 4 Weisheitszähne, dafür ist das Implantat deutlich zu erkennen

Schon kurz später hatte ich ein Erstgespräch in einer neuen Ordination am südlichen Stadtrand. Sehr angenehme Atmosphäre, sehr nettes Personal in allen Bereichen und die modernsten Geräte. Aber wird es diesmal mit dem Röntgen funktionieren?

Mit ein paar Tricks und schnellen Griffen haben die Damen nun dort sogar die Kleinteiligen Bilder von den Backenzähnen hinbekommen, ich war total stolz. Frau Doktor hat sich dann mein komplettes Gebiss angesehen und alle Einzelbaustellen dieses Großprojektes notiert. Gemeinsam mit einer Beratung über eine mögliche Operation in Vollnarkose habe ich dann einen Heilkostenplan erhalten, der sämtliche Positionen, die dann in einer Sitzung erledigt werden enthalten hat. Das so eine Vollnarkose nicht ganz billig sein wird, damit hatte ich gerechnet. Ich habe von Bekannten einige Details schon gehört, hab mich auch schon daran gewöhnt, daß ich etwa 1000 € von meinem bitter ersparten opfern musste, aber die tatsächliche Summe hat mich dann vom Zahnarztstuhl geschleudert:

Alle 4 Weisheitszähne raus (das macht man halt gleich mit, wenn man schon mal betäubt ist), ein Implantat, 12 neue Füllungen und eine Wurzelbehandlung. Insgesamt um wohlfeile € 5.500. Also quasi ein halbes Auto oder 3-4 Nettomonatsgehälter. Nicht wenig. Ich bekam natürlich Bedenkzeit, habe mich aber sehr schnell entschlossen, diesen Eingriff unter Vollnarkose durchführen zu lassen. Es folgten in Wochenabständen Zahnhygienetermine und ein Vorgespräch mit dem Anästhesisten, der ob meines Gewichtes doch ein paar Einschränkungen bei der OP vorhergesagt hatte, sich aber dann bereiterklärt hat, diesen Eingriff zu begleiten.

Zwischen einem möglichen Termin 3 Tage vor dem Heiligen Abend und dem 18.Jänner 2019 habe ich mich dann für zweiteres entschieden. Möglicherweise verdanke ich es auch den aktuellen Medikamenten, die mir gegen meine Panikattacken helfen, daß ich die Zeit davor beinahe völlig ohne Angst vor dieser Operation verbracht habe.

Eine Stunde nach der Operation

Eine Stunde nach der Operation

Der Eingriff startete an diesem Freitag dann bereits um 7.00 Uhr morgens. Ich wurde ambulant in der Ordination mittels dem “richtig gutem Zeug” (Originalzitat der Zahnärztin) über eine Infusion in der rechten Hand in einen langen Schlaf geschickt. Nach 3,5 Stunden OP wurde ich zurückgeholt und in ein für solche Fälle in der Ordination bereitgestelltes Bett begleitet. Dort habe ich noch etwa eine Stunde gedöst und bin dann langsam endgültig von der Narkose erwacht. Zu dem Zeitpunkt war auch schon eine Begleitung da, die man verpflichtend dabei haben muss, wenn man nach so einem Eingriff nach Hause geht.

Leider hat man mich nicht informiert, daß man sich nun für ein paar Wochen nicht schnäuzen durfte. Denn bereits kurz nach der Aufwschphase habe ich mich schnäuzen müssen: Es gab ein komisches Gefühl in der Nase, weil ich ja über diesen Bereich während der OP mit einem Schlauch beatmet wurde. Allerdings habe ich beim Schnäuzen offensichtlich über die offene Kieferhöhle Luft inhaliert, die sich plötzlich über meine linke Gesichtshälfte verteilte und zwischen Fleisch und Haut festgesessen ist. Man konnte bei leichtem Druck sogar das Knistern spüren und hören. Der schnell herbeigerufene Arzt hat aber alsbald gemeint, daß diese Luft schon innerhalb der nächsten 24 Stunden resorbiert und die dadurch entstandene Schwellung wohl nach 2-3 Tagen durch die eigentlich entstehende Schwellung abgelöst wird.

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Am Heimweg mit dem Taxi

Schmerzen hatte ich durch das “Gute Zeug” eigentlich fast keine. In den nächsten Tagen musste ich ja recht intensiv Antibiotika und Schmerzmittel nehmen. Von den Schmerzmittel bin ich erst nach 2 Wochen weggekommen, die Wundheilung verlief durch diverse Speisereste, die in den 5 großen Wunden immer wieder hängengeblieben sind nicht ideal. Nach 14 Tagen hatte ich dann trotz Schmerzen auf anraten des operierenden Professors die Schmerzmittel abgesetzt und man glaubt es nicht: In dem Moment waren die Schmerzen dann auch weg.

Ich bin sehr stolz auf mich, daß ich das alles durchgehalten hab und meine Angst nicht die notwendigen Taten besiegt hat. Die Kosten der OP und des Implantats reduzieren zwar die Urlaubspläne 2019 eher auf eine schöne Zeit in Balkonien, aber das war es mir wert. Und allen Zahnarztfeiglingen kann ich so einen Eingriff nur empfehlen.

Und abgenommen habe ich auch noch: Alleine die 5 gerissenen Zähne haben sich mit minus 20 dag auf der Waage ausgewirkt und dann noch ein paar Kilos, weil ich mich über einige Tage nur von Suppe und pürierten ernährt habe.

Ich wünsche allen, die hier mitlesen einen guten Start ins neue Jahr, viel Erfolg für alle eure Vorhaben und vor allem Glück und Gesundheit.

Meine Feiertage und die Zeit bis zum Heiligen Dreikönigstag war sehr schön und familiär. Ich hatte mir Urlaub genommen und viel Zeit davon durfte ich mit meinem Sohn feiern, der zu Silvester seinen 10.Geburtstag gefeiert hat. Nachdem ich über das gesamte Jahr 2018 etwa 40 kg abgenommen habe, sind in diesen 2 Wochen wieder 3 kg dazu gekommen. Bei dem, was ich verspeist habe, hätte ich fast mit mehr gerechnet.

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Am heiligen Abend hatte ich die komplette Familie eingeladen. Für 7 Personen hatte ich 5 kg Roastbeef im Rohr. So leicht kann man sich verschätzen. An dem Rest hatte ich dann die nächsten 3 Tage zu essen. Okay, es kann schlimmeres geben als 4 Tage (fast) nur Roastbeef am Teller. Besonders an die Hüften haben sich aber die diversen Süssigkeiten geschlagen. Normalerweise esse ich kaum süsses, dieses Mal kannte ich aber kaum Zurückhaltung und hatte das auch einfach einmal so lassen. Ab heute werde ich wieder mehr darauf achten.

Doch sehr stolz bin ich, dass ich weiterhin auf Alkohol verzichten kann. Mein Leben ist allgemein etwas ruhiger geworden. Ich achte sehr, daß ich ausreichend Schlaf finde, dazu helfen mir auch einige Medikamente, die mir mein Arzt verschrieben hat. Auch gegen meine Angststörungen und Panikattacken haben wir wirksame Medikationen gefunden. Im Frühling werde ich zudem aus diesem Grund eine Reha machen dürfen. Das ist mir sehr wichtig und wird mir sehr helfen.

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Meinen ersten Arbeitstag nach über 2 Wochen Urlaub beginne ich mit einem wärmenden und kräftigendem Porrige mit Apfel, Ananas, Rosinen und Kokosmilch. Viel besser kann der Tag gar nicht starten. Noch dazu mit diesem Sonnenaufgang:

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In letzter Zeit habe ich viel verloren. Das war oft traurig. Aber ich bemühe mich gerade extrem, alles positiv zu sehen. Es gelingt halt nicht immer. Das positivste an den Verlusten waren übrigens die Kilos, weil von denen sind alleine in den letzten 6 Wochen wieder 10 weggepurzelt.

Leider kann die Seele dem Körper im Moment nicht so schnell folgen. Vieles macht mich im Moment etwas depressiv, Angststörungen und Stresssituationen sind die unangenehme Folge. Bei meinen diversen Fachärzten hab ich schon Stammplätze erste Reihe fussfrei. Das mir überhaupt geholfen wird sehe ich dann natürlich wieder positiv. Positiv natürlich auch, dass alle Ärzte in der Akte gleich erkennen, wieviel ich zuletzt abgenommen habe. Auch beim Arzt kann man Lob gut vertragen, oder?

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Fotosession im November mit meinem Bären “Herr Bomi”

Was aber komisch ist in der aktuellen Situation: Obwohl ich seit Februar fast 40 kg verloren habe, fühle ich mich nicht leichter. Als ich etwas vor 10 Jahren auch soviel verloren habe, da war jedes weitere Kilo ein Luftsprung, ausufernde Leichtigkeit. Damals fühlte ich mich auch mit 155 kg plötzlich wie eine Gazelle. 2018 ist das anders: Ich schleppe mich weiterhin langsam und ein wenig humpelnd durch die Gegend. Möglicherweise ist das den Medikamenten geschuldet, die ich seit Februar zur Blutdrucksenkung nehmen darf. Und den Dingern, die mir zuletzt helfen, schlafend durch die Nacht zu kommen. Ich bin sowas nicht gewohnt, ich habe zuvor nie regelmäßig Medikamente genommen. Wollte das immer meiden. Jetzt grad geht es halt wohl nicht anders.

Fröhliche Bilder sind im Moment eher gestellt

Fröhliche Bilder sind im Moment eher gestellt

Wegen dieser Medikamente verzichte ich übrigens seit geraumer Zeit auf alkoholische Getränke. 11 Wochen schon, auch nicht schlecht? Das hilft mir natürlich sehr bei der Gewichtsreduktion. Auch wenn mir der Genussmoment eines guten Bieres oder einem schönen Wein manchmal fehlt, aber mir geht es zur Zeit einfach besser ohne. Das soll auch noch ein Weilchen so bleiben!

Ich mag übrigens diese Tage überhaupt nicht. Wo man noch nicht wirklich daran gewöhnt ist, dass es schon kurz nach 16.00 Uhr dunkel wird. Und beim Aufstehen draussen noch dunkel oder nebelig. Grrrrr. Hebt die Stimmung auch nicht gerade. Dafür nutze ich die langen Abende und schreib nun endlich mein Buch. Es wird nicht mehr lange dauern …..

 

 

Hui, dieser November mutet ja fast wie ein Mai an gleich 2 lange Wochenenden hintereinander. Morgen feiern wir Österreicher den Staatsfeiertag und nächste Woche ist Allerheiligen (oder für die jüngeren: Der Tag nach Halloween). Viele haben dann gleich vier freie Tage am Stück.

So richtig Feierabendstimmung hatte ich heute aber nicht. Zuerst hatte ich kurz Panik und dachte, ich muss jetzt noch schnell für 4 Tage einkaufen, dann hab ich aber eh bemerkt, daß am Samstag die Geschäfte ja auch offen haben. Und ausserdem: Was brauch ich denn viel? Im Moment sind meine Lebensmitteleinkäufe sehr gering. In erster Linie Obst und Gemüse und ab und an Brot. Seit einigen Wochen purzeln die Kilos wieder fein und Essen hat gerade keinen besonderen Stellenwert für mich. Zwar ist mir wichtig, dass ich gutes Zeug esse, aber ich giere nicht danach, zu einer bestimmten Zeit unbedingt etwas essen zu müssen.

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Das mit dem guten Zeug trifft übrigens nur Frühstück und das bisserl, was ich noch am Abend esse. In der Firma und der kurzen Pause, die ich mir zu Mittag gönne gibt es zuletzt eher nur Junk. Da regiert eher das Motto “Billig und Schnell”. Also Asia-Packerlsuppen, Leberkäsesemmeln oder schnell zu wärmende Fertiggerichte unter € 3,50. Junk eben. Dafür morgens und abends echt supere Dinge. Morgens oft Porridge, abends dann meist nur Salat oder irgendwas mit Gemüse. Manchmal auch abends gar nichts. Wenn ich im Büro dann dazwischen diese Wurstsemmeln bekomme, dann lass ich den Abend oft ganz aus.

Heute, am Abend vor dem Feiertag hatte ich aber noch Appetit und gerade eben noch frisches Gemüse eingekauft. Da hab ich mir dann einfach noch ein Packerl gemacht. Also diverseste Gemüsesorten, die zur Verfügung waren, nur mit Salz, Pfeffer und 3 Tropfen Olivenöl und ein paar Blättern Basilikum vermischt, und in Backpapier eingerollt.

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Zucchini, Kürbis, Zwiebel, Karotten, Paradeiser und Radieschen. Normalerweise ist es bereits nach 15 Minuten im vorgeheizten Backrohr fertig, wegen der härteren Gemüse wie Kürbis und Zucchini hab ich es diesmal fast 30 Minuten im Rohr lassen und ob eines längeren Telefonates dann noch einige Zeit auskühlen lassen.

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Aber die ganze Wohnung hat schon nach dem gegarten Gemüse geduftet. Im Teller hat es dann nicht mehr so bunt und frisch wie vor dem Backrohr ausgesehen aber sowas von gut geschmeckt.

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Für den Abend gerade richtig.

Freitag vor einer Woche hatte ich abends bedenkliche Schmerzen im linken Knie. Ich hatte eigentlich gedacht, daß ich vielleicht zu viel gegangen bin, dazu noch die Stufen für 3 Stockwerke, als ich meinen Sohn von der Schule abgeholt hab. Also abends einfach geruht, Bein hoch und die Nacht durchgeschlafen. So oft ist am nächsten Tag alles wieder gut, diesmal nicht.

Das Wochenende hab ich dann mit Flori eher ruhig gestaltet. Viele Spiele daheim, bisserl Sofasurfing und ein paar kleine Spaziergänge um draussen von der Sonne noch etwas einzufangen. Die gute Nachricht: Es wurde nicht schlimmer. Aber leider auch nicht besser. In stillen Momenten hab ich dann auch wieder ein wenig Panik bekommen. Ich weiss ja: Irgendwann werde ich neue Knie benötigen. Der viele Sport in der Jugend (Tormann), das viele Joggen auf Asphalt in den Twens und dann 20 Jahre übergewichtig bis extrem übergewichtig durch die Gegend zu laufen geht auf Knie und Gelenke. Dass ich trotz meines hohen Gewichtes viel Sport treibe ist natürlich oft löblich, fordert aber auch seinen Tribut durch verstärkte Abnützung.

Montag hab ich dann die AquaGym einmal ausgelassen, am Mittwoch habe ich es aber wieder gewagt. Im Wasser spürt man dann richtig, wenn etwas nicht passt im Knie. Und es passte was nicht. Man spürt dieses Knacksen, dieses Fehlgeräusch viel stärker. Üblicherweise versuche ich vor den 60 Minuten Aquagym möglichst noch eine halbe Stunde schwimmen im Sportbecken. Diesmal habe ich es auf 15 Minuten reduziert und die Aquagym auch schon nach 35 Minuten abgebrochen. Ich wollte nicht übertreiben und erstmals abchecken wie es überhaupt geht. Manche Bewegungen haben halt nicht funktioniert. Macht ja nix.

Im Spiegel vor der Aquagym

Im Spiegel vor der Aquagym

Heute, 10 Tage nachdem die Schmerzen erstmals aufgetreten sind, war ich wieder in der Aquagym. Heute wieder 20 Minuten schwimmen davor und dann das volle Programm über 60 Minuten. Gerade bei ein paar wenigen Übungen hab ich zurückstecken müssen. Trotz aktueller emotioneller Belastungen und privaten Enttäuschungen hab ich das durchgezogen. Das gibt mir Kraft. Immerhin hat mein Gewicht aktuell einen Tiefstand wie ich ihn zuletzt wohl vor etwa über 2 Jahren hatte. Geht doch!

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Nachher daheim hatte ich noch Hunger, mittags in der Firma hatte ich nur eine asiatische Nudelsuppe und selbstgeschnipselten Salat. Am liebsten hätte ich einfach nur Gemüse gewürfelt und mit bisserl Sojasauce verzehrt. Aber es war schon 20.30 Uhr, da ist rohes Gemüse nicht ganz so super. Also hab ich es 10 min über kochenden Wasser garen lassen und nachher mit ganz wenig gutem Olivenöl und Schafkäse gemischt. Sehr le… äh köstlich.

Morgen früh geht es dann zum Orthopäden, mal sehen was die Untersuchung ergeben wird.