Meinen Garten hab ich ja jetzt bekommen, die ersten Arbeiten sind getan. Jetzt hoffe ich, daß uns die Eisheiligen nichts böses wollen.

Freitag morgen bin ich schon 5.45 Uhr in meinem Selbsterntegarten in Siebenhirten gekniet. Die Jungpflanzen, die sich 2 Wochen auf meinem Balkon entwickeln konnten, sollten nun auf meine Parzelle gepflanzt werden. Supersache, so früh am morgen. Man ist beinahe allein am Feld. Gerade am Nachbarfeld, das kommerziell bestellt wird, tummelt sich schon eine Gruppe Ungarn und die Ketzergasse dröhnt im ersten Morgenverkehr.

Erst zum Frühstück daheim hab ich dann meine nächtlichen mails und blogeinträge gelesen. Dabei kam mir eine Nachricht unter, die mich etwas erblassen liess: Frau B. meinte, es wäre noch zu früh, die Jungpflanzen auszusetzen. Auch die zuständige Gutsverwaltung gibt daher die Gemüsepflanzen erst in 10 Tagen an die Parzellenpächter aus. Der Grund: Dieses Wochenende kommen ja noch die Eisheiligen, eine mitteleuropäische meteorologische Singularität (Witterunsregelfälle). Zwischen 11.Mai (Mamertus) und 15.Mai (Sophie) könnte es demnach noch einmal so richtig kalt werden. Meine armen Pflanzerln! Was tun? Mit Vlies abdecken? Wieder auf den Balkon zurückholen?

Karl Ploberger & Michaela Bartl am Biomarkt Freyung

Karl Ploberger & Michaela Bartl am Biomarkt Freyung

Etwas nervös bin ich dann vormittags zum Sushi-Frühstück auf den Biomarkt Freyung gegangen (Der WWF präsentierte Journalisten gemeinsam mit der ARGE BioFisch sogenannte Bio-Sushi). Dort habe ich dann auch den aus dem österreichischen TV bekannten grünen Bio-Gärtner Karl Ploberger getroffen und Ihm meine Sorgen erzählt. Die hat er aber sofort abgeschwächt und gemeint, da bräuchte ich mir keine Sorgen machen. Nun gut.

Die Temperaturen sind dann ab Samstag mittag tatsächlich um gut 15°C gesunken. Die Witterungsregelfälle sind also tatsächlich wahr. Den Pflanzen geht es aber noch gut, grad der Wind hat ein paar Spuren hinterlassen. Aber heute morgen wahr alles eitel Wonne. Und so soll es auch bleiben.

 

 

Vor wenigen Tagen hatte ich ein Buch in der Post, das ein durchaus schlauer Ratgeber für Abnehmwillige Menschen ist und sehr informativ die Grundlagen aufzeigt.

“Salamitaktik zum Wohlfühlgewicht” wurde vom forum.ernährung.heute herausgegeben und von Mag.Marlies Gruber (Wissenschaftliche Leitung des forums) und Mag.Karin Lobner (Ernährungswissenschaftlerin und Psychotherapeutin) verfasst. Letztere ist auch Begründerin der Gefühlsküche und war in meiner Ausbildung zum Ernährungsvorsorgecoach  eine sehr spannende Vortragende.

Mit der Salamitaktik scheibchenweise zum Erfolg
Salami und Abnehmen? Die Verbindung stellt man normalerweise nicht so schnell her. Doch es geht um die Herangehensweise: Salami verzehrt man scheibchenweise – genauso funktioniert es mit der Gewichtsreduktion. Denn Gewohnheiten sind hartnäckig. Sie lassen sich nur Schritt für Schritt ändern. Gerade das Essverhalten mit seinen vielfachen täglichen Prägungen läuft nahezu automatisiert ab und oftmals wird nicht mehr bewusst wahrgenommen, wann wir welche Produkte in welchen Mengen konsumieren.

Für ein langfristiges Wohlfühlgewicht gilt es daher, langsam und nachhaltig etablierte Ernährungs- und Verhaltensmuster zu entdecken und umzustellen. Hungerkuren und Diäten sind dabei tabu. Es geht schließlich nicht darum weniger, sondern besser zu essen und zu trinken – verbunden mit einem aktiven Lebensstil. Zudem kann keine der kurzfristigen Einschränkungen je für langfristige Zufriedenheit sorgen. Im Gegenteil: Der Jojo-Effekt folgt bestimmt.

Motiviert und mit langem Atem
Behutsame Änderungen beginnen beim Einkauf und beim Speiseplan, bei den Reaktionen auf Stress und Fadesse sowie beim Freizeitverhalten. Optimal ist, wenn man so langsam vorgeht, dass man im Grunde nichts vermisst. Denn mit einem guten Gefühl fällt das Dranbleiben leichter und führt folglich zu einer langfristigen Änderung des Lebensstils – inklusive Gewichtsreduktion.

Wesentlich für eine gelungene Veränderung ist auch, die eigene Motivation zu kennen und sich selbst Zeit zu geben. „Beim Abnehmen oder in der – im Vergleich viel schwierigeren – ersten Phase des Gewichthaltens gibt es immer wieder Stolpersteine und Rückschläge. Deshalb haben wir in Form des Ratgebers ‚Salamitaktik zum Wohlfühlgewicht‘ nachvollziehbare Tipps für die Praxis und den Alltag zusammengestellt. Ob für Einsteiger, Ausredefreudige, ewig Hungrige, Stress-Esser oder Belohnungsschlemmer – es ist für alle etwas dabei”, so Marlies Gruber, wissenschaftliche Leiterin des forum. ernährung heute. Die Kernaussage: Auf dem Weg zum Wohlfühlgewicht braucht es ein gutes Gespür für sich selbst sowie Ausdauer und Geduld für kleine, aber stetige Lebensstilveränderungen.
Zahlreiche Anregungen gibt es in dem 72-seitigen Ratgeber “Salamitaktik zum Wohlfühlgewicht”, herausgegeben vom forum. ernährung heute. Bestellung direkt um € 9,40 /zzgl.Versandkosten

Es war in 4 Jahren nun die X-te Sendung, in der ich zum Thema Dick sein bzw. Abnehmen zu Gast sein durfte. Aber diesmal war es fein. Richtig fein.

Nach meinem Start bei DU BIST WAS DU ISST (die Sendung in der Sasha Walleczek die Ernährungsberaterin mimte) und den darauffolgenden Auftritten bei ATV, PulsTV, ZDF und RTL war es längere Zeit ruhig. Dann kam nochmal diese unselige Geschichte in der Barbara Karlich-Show. Und irgendwie war ich dann müde davon. Brachte es meinen Geschichten hier zwar wieder einige Öffentlichkeit und mir wieder ein bisschen zusätzlichen Druck und Motivation – die Art und Weise, wie man mit Kandidaten und (nicht sehr prominenten) Gästen im Privatfernsehen oder in Nachmittags-Talkshows umgeht, war unter jeder Würde.

Sehr zweifelnd war ich daher bei einem Angebot, in der TV Show von Barbara Stöckl im ORF dabeizusein. Und noch bis kurz vor der Sendung hatte ich meine Zweifel, ob ich wirklich dorthin passe. Aber es war gut. Es war richtig gut.

Auch meine Eltern sind im Publikum gesessen und durften vor der Show Backstage mit den anderen Gästen und Redakteuren sprechen. Alles war sehr professionell organisiert – und alle Beiträge in der Show gut recherchiert und nicht zu reißerisch aufbereitet. Hier hat man den Unterschied zwischen den unangenehmen Privat TV Shows und dem öffentlichen rechtlichen Fernsehen im Hauptabendprogramm kräftig bemerkt.

Die Sendung kann man noch bis Mitte Mai 2012 auf diesem Link online in der ORF Mediathek ansehen.

Nachdem mein Projekt in einem 6minütigen Film vorgestellt wurde, durfte ich mit anderen Personen, die in Österreich weitläufig als bisserl prominent gelten für 60 Minuten Bewegung ausüben. Während Christoph Fälbl putzte und Zabine Kapfinger mit Ihrem Gatten tanzte, radelte ich auf einem Ergometer und wurde mit Pulsuhr und Herzgurt überwacht. Nach einer Stunde wurde überprüft, wieviel Kilokalorien (kcal) ich bei dieser Bewegung verbraucht habe. War nicht einfach, denn anders als bei der täglichen Radltour in die Arbeit (an diesem Tag hatte ich schon 90 min radeln in den strammen Wadeln) gab es weder Pausen noch kühlenden Wind. Ich schwitzte wie Sau. Aber immerhin hab ich über 800 kcal verbraucht.

Und nachdem über 90 Minuten über gesundes Essen, Abnehmen und Gesunder Ernährung gesprochen wurde, gab es nach der Sendung im Backstagebereich für die Gäste Gulasch und Schnitzel und Käsebrote. Ich muss gestehen: Ein kleines Schnitzerl hab ich dann gegessen.

 

Im letzten Jahr hatte ich mit meiner Schwester gemeinsam eine Parzelle im Selbsterntegarten in Erlaa. Heuer haben wir uns offensichtlich zu spät angemeldet. Alles war schon besetzt. Möglicherweise wird es morgen bei der Übergabe noch Restplätze geben, derweil versuche ich am Balkon mein Glück.

Am Wochenende besuchte ich mit meinem Sohn die Gartenfreuden Schau in Perchtoldsdorf. Dort konnten wir uns schon mit Bio-Jungpflanzen vom Biohof Rapf und Saatgut von Reinsaat eindecken, die ersten Exemplare haben wir gleich am Balkon ausgepflanzt. Wenn mein Sohn neben mir aufwachst ist mir unheimlich wichtig, daß er einen vernünftigen Umgang mit gesunden Lebensmitteln bekommt und auch selbst sieht und mithilft, wie Obst und Gemüse wächst und gedeiht.

Platz haben wir da nicht viel, die Pflanzen müssen sich die 4 m2 derweilen noch mit 2 Fahrrädern und einigen Mineralwasserkisten teilen. Aber es kommt Licht von 2 Seiten und für uns ist die Pflege recht leicht. Motiviert wurden wir durch das Buch über Bio-Balkongärten von Andrea Heistinger, dessen Präsentation in der Wiener Hauptbücherei ich vor einiger Zeit besuchen durfte.

Ein Funken Hoffnung ist aber noch da, daß wir eine Restparzelle im Selbsterntegarten bekommen, dann werden die nicht mehr ganz so jungen Jungpflanzen noch einmal umgesetzt.

 

In wenigen Tagen startet in Wien wieder die Aktion RADELT ZUR ARBEIT, und ich bin wieder gerne dabei.

Letztes Jahr bin ich ein paar mal mit dem Fahrrad zur Arbeit. Irgendwie hab ich dann aber die Lust verloren, war auch nicht die passende Kleidung vorhanden und die Strecke irgendwie zusehr mit stinkenden Autos übersät. Für heuer habe ich aber große Vorsätze und der Start ins neue Fahrradjahr war großartig.

In der ersten Woche bin ich 2 mal mit dem Radl ins Büro, mit dem schicken iPhonehalter von BioLogic und der dazugehörigen kostenlosen iPhone-App BikeBrain konnte ich alle relevanten Daten (Geschwindigkeit, Streckenlänge, Route, verbrauchte Kcal) aufzeichnein und nach einigen Fahrten optimieren.

Denn in der zweiten Woche bin ich schon an 3 von 5 Arbeitstagen ins Büro geradelt. Und diese Woche werden es wohl 4 Fahrten werden. Alle Strecken zwischen 11 und 14 km, ich bin also an jedem Tag mindestens 22 km am Drahtesel gesessen und zwar pro Richtung zwischen 32 und 45 Minuten, denn ein paarmal bin ich bewusst Abstecher zum Einkaufen oder auf die Bank gefahren. In der Zeit, in der ich sonst in der S-Bahn andere Menschen beim Gratiszeitungsschauen beobachte oder einfach nur beim Fenster rausgucke mach ich beim Radlfahren jeden Tag über 1 Stunde intensiven Sport, denn anstrengend ist es schon.

Für diesen kleinen Film, den ich gestern für das Magazin Biorama gedreht habe, bin ich übrigens den Großteil der Strecke mit der Filmkamera in der linken Hand gefahren:

In der Firma hab ich mein Radl dann immer indoor abgestellt, aber bei Kundenterminen wie zum Beispiel gestern im Museumsquartier macht sich das Teil angekettet auch ganz schick.

 

Im Mai 2012 wird es im österreichischen Fernsehen ORF ein Themenspezial zum Thema Abnehmen geben. Dazu findet am 8.5. im Funkhaus eine Studiodiskussion bei Barbara Stöckl statt. Bei STÖCKL LIVE darf auch ich zu Gast sein und darüber mitdiskutieren. Heute wurde ein kleiner Trailer gedreht.

Spassig war es. Mit einem kleinen Team aus Produzentin, Kameramann und Ton sind wir durch die innere Stadt gezogen und haben einige Szenen gedreht, die mein altes Leben als sehr dicker Mensch darstellen. Insbesondere das Einkaufen und Fahren mit öffentlichen Verkehrmitteln wurde aufgenommen. Von den Wiener Linien gab es dafür eine extra Drehgenehmigung. Wirkt irgendwie lustig, wenn man von so einem TV Team begleitet wird. Die Leute schauen fragend: “Wer könnte das denn sein?” Kinder schauen staunend und fragen: “Wann kann man denn das im Fernsehen sehen?” Zu Mittag sind wir dann in meine Wohnung und haben Szenen wie kochen und essen gedreht. Wie praktisch, daß gerade in diesem Moment auch mein wöchtenliches Gemüsekistl vom Biohof Adamah geliefert wurde. Dann konnte ich gleich mit frischem Biogemüse aus dem Marchfeld kochen.

Später kam dann auch eine Klientin aus meinem Ernährungsvorsorgecoaching, mit der ich vor laufender Kamera ein Beratungsgespräch führte. Auch seltsam: Alles was normal so leicht von den Lippen kommt, wird bei laufender Kamera wohl sehr gezwungen wirken. Bin schon sehr gespannt, wie das dann im Fernsehen wirken wird.

Und zum Abschluss wurde auch ein Bild aufgenommen, daß wir damals in ähnlichem Setting mit cirka 190 kg aufgenommen haben. Jetzt mit ungefähr 50 kg weniger sieht das dann so aus:

Die Sendung STÖCKL LIVE wird übrigens im Österreichischen Fernsehen ORF am 8.Mai 2012 im Hauptabendprogramm zu sehen sein.

Okay, das mit dem Ei hatten wir schon im vorigen Beitrag. Diesmal also der Toast. Und in dem Fall meine ich gar nicht diese für mich eher wertlose Brotvariante, sondern den gleichnamigen Film.

Letztes Wochenende hatte ich das Vergnügen, diesen Film endlich auf DVD zu sehen, der Internetvideothek Lovefilm sei dank. Schon viel hörte ich über den Streifen, der auf der Autobiografie des britischen Starkochs Nigel Slater basiert.

Es ist eine wunderbare Geschichte über den Zugang zu Essen, dessen Wertigkeit und den verschiedenen Motiven, die einem zu diesem Umgang führen können. Und als Liebhaber des guten britischen Films war es für mich auch ein Wiedersehen mit bekannten und geliebten Gesichtern.

Die wunderbare Helena Bonham Carter spielt die Freundin von Nigel’s Vater, nachdem Tod seiner Mutter. Mit Ihr konkurriert der junge Nigel kochend und backend um die Gunst des Vaters. Der pubertierende Nigel wird von Freddie Highmore gespielt, der mir noch etwas jünger schon neben Johnny Depp als Charlie in der Schokoladenfabrik imponierte.

Und weil es mir gerade von einer sehr geschmackssicheren Dame zugespielt wurde, noch ein kleines Video. Hier “singt” Helena Bonham-Carter sogar:

http://www.tape.tv/vid/277631

Kurz vor den Osterfeiertagen kann ich der Versuchung der hartgekochten und gefärbten Eiern selten widerstehen. Überall gibt es Sie. In Schachteln, lose – bunt verlockend zum Kauf am Point of Sale. 

Das ist ja auch gar nicht so schlecht – also ernährungstechnisch. Und ich greif halt wirklich fast immer zu. Im Moment wird es also im Schnitt schon ein hartgekochtes Ei am Tag sein. Was mir aber extrem auffällt, sind die Preisunterschiede. Und in vielen Fällen werden die Eier lose ohne jegliche Deklaration angeboten. Der Stempel, der gesetzlich auf jedem einzelnen Ei für die Herkunft und Qualität bürgt, ist natürlich unter der bunten Osterfarbe nicht mehr zu sehen. Die 0, die für Biohühner steht, oder die 1 für Bodenhaltung – oder auch der Landescode.

Stuttgarter Frühstücksteller mit regionalem Buntei

In einem kleinen Wiener Bioladen in der Favoritenstrasse habe ich unlängst ein mit Naturfarben gefärbtes Osterei um € 0,60 erstanden. Am Tag darauf in einer nahegelegenen Filiale des Wiener Industriebäckers ANKER-Brot ein undeklariertes Osterei um € 1.-. Wow. Bei unseren deutschen Nachbarn bin ich auch fündig geworden. Die ALNATURA Filialen verkaufen einzelne gefärbte Bioeier um € 0,45. Und der gute Ulf Lechler im Naturkostladen Mühlrad in Bad Cannstatt verkauft gefärbte und gekochte Eier aus regionaler Bodenhaltung gar um € 0,30. “Solange es Leut gibt, die das kaufen, wird es wohl auch konventionelle Eier um € 1 geben”, meinte er, auf seinen Tiefstpreis angesprochen.

Wohl nicht die besten, definitiv aber die teuersten bei ANKER

Über facebook teilte mir das socialmedia-team der Wiener Bäckerei folgendes mit:

Lieber Micky K.
Danke für deine Rückmeldung. Jedes Feedback unserer Kunden ist uns sehr wichtig – objektive Rückmeldung ist immer etwas, woraus man auch Lehren ziehen kann.
Wir können dir versichern, dass es sich bei den gefärbten Ostereiern, die in unseren Filialen verkauft werden, um Eier aus österreichischer Bodenhaltung handelt. Du hast recht, wir sollten vielleicht darüber nachdenken, dies auch am Preisschild anzuführen. Wir werden das intern besprechen.
Wenn Produkte einzeln verkauft werden, ist natürlich der preisliche Unterschied zu einer größeren Packung immer gegeben. Wir werden aber dein Feedback intern weiterleiten und besprechen.
Danke nochmals.
Wir wünschen Dir trotzdem schon jetzt ein hoffentlich baldiges schönes Wochenende!
Liebe Grüße, dein ANKER-Facebook-Team

Freundlich, schnell und bestimmt. Das ist das erste positive, was ich bei Ankerbrot in den letzten Jahren erlebt habe. Selten habe ich bei Produkten einen so großen Preisunterschied von zum Teil über 100 Prozent erlebt. Wachsam beobachten lohnt halt. Und ausserdem: selber anmalen macht wohl den meisten Spass. Wie man das macht sieht man übrigens in diesem Video ganz gut:

 

 

 

Grad ein paar Tage ist es her, daß die Winterzeit mit einem kleinen einstündigem Tagesverkürzungsprogramm beendet wurde, steht schon wieder das Thema Fahrradfahren weit oben auf meiner Prioritätenliste.

Mein Drahtesel an einem der noch lebenden Bäume rund um das Bahnhofsprojekt Stuttgart21

 

Der Drahtesel ist geölt und renoviert und hat schon wieder meine ersten Reisen mitgemacht. Unter anderem hab ich die Autostadt Stuttgart unsicher gemacht. Was nicht ganz einfach ist. Denn das Zentrum ist ein Talkessel und wohnen tut man quasi ringsrum. Das ist beim Fahren in die City ganz angenehm, heimwärts gehts aber zumeist immer rauf bis steil bergauf. Ein Problem, daß mich auch in Wien zumeist hemmt, in die Arbeit zu fahren. Denn bei den cirka 9 km, die ich pro Richtung zurücklegen muss, ist doch immerhin die große Schwelle rund um den Schönbrunner Schlosspark dabei, in Straßennamen gefasst: Die Grünbergstrasse.

In der Stadt selber, also im zentral gelegenen Büro, vermisse ich fast täglich mein Fahrrad, das mich bei kurzen Wegen quer über den Naschmarkt oder schnell mal zum Bäcker Gragger in die Innenstadt bringt. Zu einem Termin im Museumsquartier oder irgendwo am Donaukanal. Alles einfach, schnell und leicht zur erreichen. Aber der Weg von daheim ist für einen Geschäftstag und meine Kondition in vielen Fällen noch zu sportlich. Inbesondere, wenn ich Kundentermine hab und hier nicht duschen kann. Was also wäre die Lösung?

Die halbe Strecke den Drahtesel in den Öffis mitnehmen? In Wien zahlt man dafür in der Schnellbahn einen eigenen Fahrschein, und in der Rush-Hour ist es auch nicht so komfortabel in dem Gewirr ein Fahrrad mit sich zu führen. Oder: und das verfestigt sich immer mehr in meinem Hirn – der Hang zum Zweitrad! Vielleicht sollte ich mir einfach günstig ein zweites Fahrrad gebraucht kaufen, daß ich für solche Wege immer im oder ums Büro herum abgestellt habe. Eine Lösung dafür wäre natürlich auch ein Faltrad, daß ich noch einfacher auf Reisen mitnehmen könnte. Vor wenigen Tagen hatte ich die Möglichkeit, so ein Teil zu testen.

Auf einem Tern durch die Autostadt

Eigentlich hab ich das immer für ziemlich bescheuert gehalten. Ein Klapprad! Das ist doch nichts für richtige Radfahrer. Aber es war anders als gedacht. Das Teil ist leicht, handlich und vor allem: man kann damit wirklich Tempo machen. Es hatte eine sehr flotte Schaltung, die mit der rechten Hand am Lenker zu betätigen war und mit einem BioLogic-Fahrradprogramm & Halterung für mein iPhone konnte ich sehr schnell und einfach meine Daten verfolgen. Geschwindigkeit, Distanz, Route -> alles in einer App. Sehr praktisch. Das Fahrrad musste ich leider wieder zurückgeben, den iPhone-Halter durfte ich behalten und das Programm Bike-Brain Lite von BioLogic kann sich ohnehin jeder iPhone-Besitzer kostenlos runterladen – und ich kann das nur empfehlen.

Die Bike-Brain App für das iPhone am BioLogic Fahrradhalter.

Dieses Tern Faltrad hat mich echt begeistert und seit Tagen wäge ich meine Finanzen ab, und überlege Alternativen. Auch BMW mit Ihrer Kleinwagenmarke Mini haben nun ein Faltrad auf den Markt geworfen. Vielleicht sollte ich das auch noch mal Probefahren? Aber ich glaub die Entscheidung zum Zweitrad ist gefallen.

Gestern abend gab es im deutschen Fernsehen einen sehr interessanten Bericht, in dem Tim Mälzer an Hand eines Versuches dem Mythos um richtige und gesunde Ernährung nachgegangen ist. Das Ergebnis war für mich sehr überraschend und hinterlässt einige offene Fragen.

Mit dieser Sendung hat es eine gut recherchierte und interessant gestaltete Doku mitten in der Fastenzeit in die ARD Prime-Time geschafft. Als Fernsehkkoch konnte ich Tim Mälzer nie besonders viel abgewinnen. Zuletzt – nachdem er längere Zeit auf Grund eines Burn-Outs aus den Medien verschwunden war – hat der Norddeutsche bei mir aber mit mehreren Medienauftritten an Sympathie gewinnen können.

Für dieses Format hat er gemeinsam mit der Universitätsklinik Heidelberg 3 Gruppen von Probanden über 14 Tage mit je einer bekannten Ernährungsform versorgt. Allesamt gesunde junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren, die über den Versuchszeitraum alle die selbe Kalorienmenge zu sich genommen haben und den Durst nur mit Wasser oder ungesüssten Tee stillten. (Frauen waren für einen Test über einen solchen Zeitraum nicht geeignet, da die Hormonschwankungen die Ergebnisse verzerrt hätten). Die erste Gruppe ernährte sich ausschliesslich mit deutscher Hausmannskost (Motto “Fleisch satt”), die zweite mit der sogenannten Mediterranen Kost (Die Mittelmeerküche Italiens, Spaniens und Griechenlands) und die dritte Gruppe bekam nur Fast Food (Burger, Spiegelei, Pommes etc.).

Mit seinem Versuch wollte Tim Mälzer insbesondere eine Aussage von Professor Dr. med. Peter Nawroth, dem führenden Stoffwechselexperten und Leiter der Uniklinik Heidelberg, widerlegen. Nawroth sagte:  ”Ob es eine Kost gibt, die bei einem Gesunden das Leben noch weiter verlängern könnte, Krebs und Herzerkrankungen seltener machen könnte, Blutdruck noch mehr senken könnte – das sind alles Themen die gehören in den Bereich des Glaubens aber nicht in den Bereich der durch wissenschaftliche Beweise unterstützten Medizin” Seine Thesen:

1. Ungesunde Nahrungsmittel soll es nicht geben

2. Ein gesunder Mensch kann im Prinzip alles essen was er will, sofern die Menge stimmt.

3. Es gibt auch keine Ernährung, die einen noch gesünder macht

Bevor die 14-tägige Phase der einseitigen Ernährung zu Testzwecken einsetzte, wurden alle Männer für 2 Wochen mit exakt dem selben ausgewogenen Speiseplan versorgt, damit man für den Versuche von einem einheitlichen Stoffwechsel ausging.

Während den letzten beiden Wochen bekamen die Probanden täglich 2500 kcal an Nahrungsmittel über den Tag verteilt. Auf Grund der unterschiedlichen Energiedichte und Fettgehalte war das mengenmäßig sehr unterschiedlich. Durchschnittlich bekam die Gruppe der Mediterranen Kost dann 2030 g Nahrung täglich, die Gruppe der deutschen Hausmannskost 1335 kcal und die Fast-Food Gruppe nur 940 g.

Das führte schon nach einer Woche dazu, daß sich die Gruppe der Fast-Food Esser sehr hungrig fühlte und auch eher schlapp und unwohl. Die anderen, insbesondere die Gruppe der Mittelmeerkost, blühten auf und fühlten sich sehr leistungsstark. In den letzten beiden Tagen setzte man die Kalorienzahl für alle nochmal hinauf, damit die Fast-Food-Gruppe bis zum Ende durchhielt. Was allerdings dazu führte, daß die Gruppe der Mittelmeerkost Ihre Portionen (mit derselben Energie-Menge in kcal) fast nicht mehr bewältigen konnte.

Nach Ende der Versuchsreihe wurde allen Versuchspersonen wieder Blut abgenommen und alle relevanten Gesundheitswerte, sowie Körpergewicht gecheckt. Alle Teilnehmer waren ausreichend mit Vitaminen versorgt und alle Werte (Blutfett, Cholesterin, Harnsäure etc) in Ordnung. Damit wurde zumindest in dieser Versuchsreihe bewiesen, daß nicht die Art der Ernährung, sondern die Menge für Gesundheit und Übergewicht verantwortlich ist.

Insbesondere auf die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen wurde geschaut:  Hier wurde bewiesen, was auch schon im SPIEGEL-Report vor wenigen Wochen thematisiert wurde -> selbst bei durschnittlicher oder als “klassisch schlechter” Ernährung ist die grundsätzliche Vitaminversorgung gegeben. Gerade bei Vitamin C wurde in der Fast Food Gruppe ein kleiner Mangel festgestellt, der aber schon durch ein kleines Glas Orangensaft täglich beseitigt werden kann.

Aber warum fühlten sich die Gruppe mit der Mittelmeerkost subjektiv um so viel besser als die Fast-Food Esser? Prof.Nawroth: “Es gibt immer einen Placebo-Effekt. Wenn ich was “gesundes” ess fühle ich mich besser und wenn ich etwas zu mir nehme, daß das Label “Krankmacher” trägt, fühle ich mich gleich schlechter. Ausserdem ist eine hohe Fett- und Energiedichte im Essen einfach mühsamer zu verdauen. Leichte Kost ist auch einfacher zu verdauen und das spürt man schon beim Wohlbefinden. Ausserdem: Wenn man es nicht gewohnt ist, so energiedicht zu essen – dann ist man schlicht und ergreifend hungrig.”

Eine Grundvoraussetzung muss man zu dieser Versuchsreihe allerdings erwähnen. Für alle Teilnehmer wurde während dieser extremen 2 Wochen frisch gekocht. Selbst das Fast-Food war aus frischen Zutaten von Mälzer’s Team speziell für die Gruppe zubereitet worden. Es gab kein Dosenfutter oder Convenience-Produkte. Auch wurde einheitlich Wasser getrunken.

Ich seh mir die Doku in der Mediathek sicher noch ein zweites Mal an und werde einige Aspekte genauer hinterfragen. Grundsätzlich aber eine absolute TV Mediathek-Empfehlung:

Ernährungscheck mit Tim Mälzer