Nicht alles läuft so positiv, wie Mann sich das zur Zeit gerade vorstellen könnte. Trotzdem gibt es auch genug Gründe, den Kopf nicht hängen zu lassen. Man darf ja dann auch einmal ein bisserl stolz sein. In meinem Fall bin ich gerade mächtig stolz, meine gefassten Vorsätze mit gestrigen Abend schon für genau 3 Wochen eingehalten zu haben.

Seit Februar dieses Jahres – genuagenommen zu dem Zeitpunkt als ich begonnen habe Blutdrucksenkende Medikamente zu nehmen – habe ich mal 25 kg abgespeckt. Allerdings eher im Zeitraum von Februar bis Mai. Danach ist das Gewicht konstant geblieben und ich habe mich wieder etwas hängen lassen. Den Schlendrian einziehen lassen, wie man auf gut Wienerisch sagt. Okay, man kann sagen: Urlaub, Ferien etc. Das sind sowieso Ausnahmen.

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Im Essbaren Tiergarten in der Schokoladenmanufaktur Zotter

Mit dem Schlendrian waren auch allerlei gesundheitliche Probleme zurückgekehrt, der Hypochonder in mir tat das seinige. Klingt vielleicht jetzt lustig formuliert, aber so lustig waren diese Panikattacken nicht. Ich habe meine Ziele über die Jahre nicht aus den Augen verloren, aber mittlerweile auch gelernt mit Rückschlägen umzugehen. Was es immer wieder braucht: aus dem negativen dann auch positive Elemente zu ziehen und neue Kraft und vor allem Motivation zu schöpfen.

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Recht fröhlich am sommerlichen Schreibworkshop im Schloss Rosendorf

Gerade eben gelingt mir das. Der größte Vorsatz: Wieder auf Alkohol verzichten. 3 Wochen Check! Keine der regelmäßigen Sportprogramme auslassen. 3 Wochen Check! Das Leben etwas ruhiger gestalten um wieder entspannter schlafen zu können. 3 Wochen Check! Nicht soviel grübeln und nachdenken …. okay, an diesem Punkt muss ich noch arbeiten.

Meine lieben Leser und Leserinnen,

in der letzten Woche habe ich sehr viel Post und mails bzw Kommentare in den diversen Foren bekommen. Fast alles hat sich mit dem TV Bericht beschäftigt, der am vergangenen Samstag im österreichischen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

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“Minus 70 kg in 2 Jahren”, so wurde der Beitrag im Rahmen der Reihe BEWUSST GESUND auf ORF1 angekündigt, und selbst ich wurde erst durch einen Anruf meiner Schwester darauf aufmerksam, die eine Ankündigung in einer Tageszeitung gelesen hatte. Vorab möchte ich mich natürlich bei euch für die vielen Glückwünsche, die Motivation und all das Feedback bedanken, das ihr mir gesandt habt, aber:

Immer wenn ein “aber” da steht, da kommt dann doch noch was? Ja genau. In der Sendung wurde berichtet, wie ich von über 200 kg etwa 70 kg abgenommen habe, und das noch dazu in 2 Jahren. Gut, das wäre Grund genug zu gratulieren. Ich habe allerdings nicht mehr 140 kg, wie die Waage zum Zeitpunkt der Aufnahme angezeigt hat. Nein ich habe mittlerweile wieder etwa 170 kg. Und das nicht etwa seit letztem Samstag, also seit dem Fernsehbericht zugenommen. Nein. Dieser Fernsehbeitrag ist schon in etwa 6 Jahre alt.

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Er wurde (wie so vieles, ich denke nur an meinen geliebten TATORT) im Sommerloch einfach wiederholt. Scheinbar ist aber sowohl meine Mode als auch meine Frisur so zeitlos, daß das fast niemanden aufgefallen ist. Sogar Menschen, die mich 3 Wochen vorher noch LIVE gesehen haben, dachten, daß wären aktuelle Aufnahmen.

Also: Mein Gewicht ist leider nachwievor noch der König der Jo-Jo-Autobahn. Rauf/Runter – Rauf/Runter. Mit zunehmenden Alter wird das Runter immer langwieriger und das Rauf fällt immer leichter. Spass beiseite: Ich bin nachwievor dran. Wenn man einmal an Adipositas Magna leidet, dann ist das kein Kinderspiel, das man nach 2 Jahren abschüttelt. Nein. Im Gegenteil.

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Das Buch MICKY HALBIERT SICH wird demnächst trotzdem erscheinen. Aber anders als vielleicht etwa vor 9 Jahren gedacht, als dieses Projekt begonnen hat, wird es keine Erfolgsgeschichte. Aber es wird eine gute Geschichte. Eine ehrliche. Bleibt dran!

In den letzten Jahren hatte ich viel extrem blöde Werbung am Radar. Was ich aber heute gesehen habe, ist im Ranking ganz oben. Dr.Oetker macht Werbung für Frustessen.

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Es ist momentan nicht gerade die einfachste Zeit für mich. Viele Sorgen, viele Ängste beschäftigen mich dieser Tage. Und es ist nicht immer einfach, alte Verhaltensmuster zu vermeiden. Zwar bin ich zumindest mit den aktuell abgeworfenen 22 kg seit Jahresbeginn recht zufrieden, aber immer wieder bin ich verleitet zu

-Belohungsriten (“Ah nach dem schweren Tag hab ich mir schon ein Bier verdient”)

-Frustessen (“Ah, auch schon egal. Das Schnitzel muss schon sein”

– Enttäuschungsessen/trinken (“Wenigstens an dem Gin Tonic kann ich mich noch erfreuen”)

Zigtausende Psychotherapeuten verdienen weltweit kein schlechtes Geld, diese Riten aus den Köpfen ihrer Klienten zu bringen, gerne denke ich dann immer wieder auch an den Spruch:

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Und dann sehe ich ausgerechnet heute am Heimweg eine Werbung für eine Fertigtiefkühlpizza von Dr.Oetker. Unglaublich, was sich hinter dieser Botschaft versteckt:

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“Liebeskummer? Kein Problem – Friss eine Industriepizza von uns und alle Sorgen sind weg!”

Das ist das erste Mal, dass ich Werbung für Frustessen gesehen habe. Da schiesst mir sofort in den Kopf: Worin wurde der Herr Oetker denn eigentlich Doktor? (Wird dem unbeholfenen Konsumenten da vielleicht seit Jahren eingeredet, es handelt sich um eine medizinisch wertvolle Pizza: “Is eh vom Dokta”)

Egal, diese Art von Werbung finde ich einfach beschissen, denn Essen kann keine Lösung für unangenehme Gefühle sein. Weder Industriepizza noch Schokolade. Und an mich persönlich: Alkohol schon gar nicht.

Da fällt mir ein, daß es ja unter Dr.Oetkers Fittichen auch noch den größten deutschen Braukonzern – nämlich die Radeberger Gruppe – gibt. Da könnte man ja die Werbelinie gleich ausweiten:

TAKE AWAY THE ALLTAGSSORGEN – SAUF 10 RADEBERGER PILS

 

 

Seit einigen Jahren nehme ich mit unserem Redaktionsteam an der Aktion “Österreich Radelt zur Arbeit” teil. Feine Sache, die motivieren soll, öfters auf zwei Rädern in den Job zu kommen. Dieses Jahr haben wir uns für die eBike-Challenge beworben – und sind genommen worden:

Den ganzen Mai über läuft diese Aktion, bei der man an seinem Arbeitsplatz Teams bilden kann. Unser Team – die BioramaRadla – ist wohl zum etwa fünften oder sechsten Mal in Folge am Start, im Jahr 2018 erstmals mit eBikes. Österreichweit werden von den Veranstaltern nur einige wenige Teams ausgewählt, die in diesem Monat mit eBikes ausgestattet werden und gegen die anderen Teams in der Challenge wertvolle Kilometer runterstrampeln.

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Zwei von uns vieren aus dem BioramaRadla-Team fahren auch normalerweise öfters mit dem Fahrrad in die Arbeit, zwei weitere konnten wir durch diese Aktion zumindest für das eine Monat motivieren. Als wir dann die Zusage erhielten, daß ob unserer Inputs das Team BioramaRadla für die eBike-Challenge ausgewählt wurde, war die Freude sehr groß. Bei mir etwas weniger. Denn mir wurde das Schwerlastenfahrrad zugeteilt, nicht ganz ohne Grund: Normale Fahrräder – auch eBikes – sind normal bis zu 130 kg belastbar, dazu zählt aber auch schon das Eigengewicht des Rades, dh man muss davon schon mal gute 20 kg abziehen. Aus diesem Grund fahre ich ja privat ein Kalkhoff XXL Fahrrad, das bis zu 180 kg (inkl dessen Eigengewicht) trägt. Es hat kräftigere Verstrebungen, einen robusteren Sattel und natürlich auch Speichen aus einem belastbareren Material – damit bin ich die letzten beiden Jahre gut gefahren. Nun hab ich für “Österreich radelt zur Arbeit” das Riese & Müller Packster 40 erhalten. Und ich muss gestehen: Bevor ich es mir abgeholt habe, hat es mir eher Angst gemacht!

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Wo soll ich das Teil denn abstellen? Wie soll ich es absperren? Haltet es mich aus? Ist es für mich manövrierbar? Antwort: Es war schon nach wenigen Metern sehr sehr super zu fahren. Die elektrische Unterstützung, die man bergauf oder bei entsprechenden Lasten dazuschlagen kann, funktioniert einwandfrei und war bereits nach wenigen 100 Metern auf der Wilhelmstrasse eine wertvolle Unterstützung.

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Es gibt ein paar Schwierigkeiten: Freihändig fahren geht gar nicht, Handzeichen zum Abbiegen erfordern Mut und Geschick, werden aber bereits an Tag 2 fast zur Routine. Während ich mit dem normalen Fahrrad täglich die allerkürzeste und einfachste Route fahre, beginne ich heute (am Tag 2) bereits mit Experimenten. Routen, die ich ob ihrer Steigung oder als Umweg betrachtet, gemieden habe, werden nun ausgetestet. Mit der elektronischen Unterstützung ist das ja einfacher, nichtmal Gegenwind kann mich nunmehr erschüttern.

Ich freue mich schon auf den ersten Grosseinkauf. Das wird einfacher denn zuvor. Wie das in den nächsten 30 Tagen weiterläuft, darüber halte ich euch hier am laufenden.

Nach der Wassergymnastik am Montag abend habe ich mich auf die Waage gestellt. Und bei der abendlichen Wiegung hatte ich den ersten schönen Meilenstein auf meinem langen Weg erreicht: – 20 kg seit 1.Jänner 2018.

Gleich darauf ein kleines Foto montiert, das mein Gesicht an den beiden Enden dieser Phase zeigt:

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Für die Bikinifigur wird es bis zum Sommer wohl noch nicht reichen, aber ein erster Schritt ist getan. Genaugenommen eigentlich schon viele Schritte.

Aktuell bin ich fast von einer Euphorie getragen, die sich nun schon ein paar Tage haltet und bitte bitte so bleiben soll. Wenn du Cordon Bleu mit Pommes zu Mittag speist und am nächsten Morgen trotzdem minus 1 kg hast, dann macht man wohl auch was richtig.

Tag 15 ohne Alkohol hinterlässt Spuren. Positive Spuren. Das Lebensgefühl scheint wieder absolut ins positive gekippt zu sein. Gestern mittag bei einem Geschäftsessen mit Bierpartnern als Menü ein Cordon Bleu gegessen (und kein Bier getrunken). Am Tag etwa 9500 Schritte gegangen und am Abend noch 70 min Aquagym und Schwimmen. Daheim dann nur noch Tee und einen kleinen Salatpot gegessen.

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Das ist jetzt recht easy. Einfach alles Gemüse, das daheim ist, klein schnippeln und mit etwas Chiasamen und Sojasauce marinieren. Sprossen drüber …und sooooo lecker. Und auch das Frühstück sieht momentan nicht gerade ungesund aus. Und es schmeckt. Das gab es heute:

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Seit Anfang des Jahres hab ich nun 10 kg abgenommen, seit genau 14 Tagen keinen Tropfen Alkohol getrunken. Den Blutdruck bekomme ich langsam in den Griff … aber ich fühle mich schwach und kraftlos. Das wird sich aber hoffentlich ändern

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Letzte Woche, als die Sache mit dem Blutdruck sich nur langsam geändert hat, habe ich auch noch meine Hausärztin ausgesucht. Sie hat die aktuelle Medikation des Ambulatoriums in Frage gestellt und mir ein anderes Mittel verschrieben. Das hat sofort gegriffen und meinen Blutdruck auf ein normaleres Mass von <150/<100 zurückgeführt. Als Nebenwirkung ist mir aber nachwievor ein wenig schwindlig und ich fühle mich sehr kraftlos. Obwohl ich seit Jahreswechsel nun 10 kg abgeworfen hab, fällt mir zum Beispiel das Aufstehen viel schwerer als zuvor. Stiegensteigen ist sehr schwer und nur mit Anhalten (im besten Fall auf 2 Seiten) möglich. Das macht mir natürlich ein bisserl Angst. Wenn ich am Abend einschlafen möchte und zweifle, ob ich es in der Früh überhaupt aus dem Bett schaffe ?

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Das Thema Alkohol ist vorerst abgehakt, seit 2 Wochen trinke ich nun absolut keinen Tropfen von Prozentigem. Hat natürlich auch mit den Medikamenten zu tun, ich soll einfach nicht. Aber ist natürlich ein guter Kick, einen endgültigen Strich zu machen. Und es tut mir natürlich gut. Absolut gut. Sehr motiviert stürze ich mich jetzt wieder mehr auf Selberkochen, gesunde Lebensmittel und gesteigerte Aktivität. Dazu trägt mein privates Glück natürlich auch bei. Seltsam ist für mich dennoch, dass ich mich trotz minus 10 kg sehr kraftlos fühle. Bei der nächsten Befundbesprechung mit meiner Ärztin wird das aber wohl ein Thema werden.

In dieser Woche vollzieht sich zudem ein Wetterumschwung von – 12°C am letzten Samstag zu angekündigten +18°C am kommenden Wochenende. Mal sehen, wie da mein “schwindliger” Körper reagiert. Für die Seele wird es sicher schön …und ich sehe mich am Wochenende mit meinem Sohn bereits am Fahrrad. Juhu!

 

Ja, ich bin glücklich, fühle mich grad ein bisserl in Balance, aber trotzdem gibt es Tage … Da könnte man…. (hier bitte die Lieblings-Schimpftiraden reindenken)

Wien ist gerade kalt, sehr kalt. Und das sogar relativ spät im Winter, zu einem Zeitpunkt wo man meteorologisch bald vom Frühling spricht. In wenigen Tagen dürfen sogar die Schanigärten wieder aufmachen. Sei es drum. Es hat grad – 12°C und ich bin trotzdem gerne draussen. Obwohl ich mir gerade mit dem Gehen ein wenig schwer tu. Letzte Woche nach 2 Stunden im Wasser (Schwimmen und Aquagym) bin ich wohl zu lange nachher bei Minusgraden auf der Metallbank der Bushaltestelle gesessen. Vielleicht hab ich auch einfach zu viel Bewegung gemacht (ja, das kanns auch bei mir geben). Am nächsten Tag war ich auf alle Fälle sehr in meiner Bewegung eingeschränkt. Zwischen Becken und linken Knie gab es Schmerzen, die mich zeitweise beinahe zum Heulen gebracht haben. Zumindest haben sie die Tränen in die Augen schiessen lassen.

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Dadurch ist der Blutdruck fast durch die Decke geschossen. 17o zu 130 waren in der Früh dann doch etwas zu hoch. Am Weg in die Firma wegen Schwindel dann doch gleich ins Ambulatorium. Seither darf ich ein blutdrucksenkendes Präparat einnehmen, Alkohol ist zeitgleich verpönt. Ungewohnt, aber wohl gut. Heute, also 7 Tage später – 7 Tage mit stetig fallenden Schmerzen und Blutdruck und gänzlich ohne Alkohol, war ich zur Kontrolle beim Doc. Er war zufrieden. Wenngleich auch die Aktien mancher Brauereien und Destillerien deswegen fallen, meine steigen jetzt gerade ernorm – sagt zumindest der Doc. Und den mag ich.

9 kg sind in den letzen Wochen runtergepurzelt, bin grad recht glücklich, trotzdem waren die Stunden danach keine leichten. Die Tabletten machen mich sehr müde und teilweise fühle ich ich auch körperlich etwas schwächer. Als ich nach dem Arzttermin zum Büro kam, hatte ich schon über 8000 Schritte in den Beinen (7500 ist das aktuelle Ziel pro Tag). Ufff. Und dann geht der Lift nicht. Paar Stockwerke höher höre ich den Elektriker/Servicetechniker, der mir zuruft, dass es sicher noch Stunden dauert. Heute hab ich aber absolut keine Kraft, meinen Körper die 3 Stockwerke im Altbau hochzuziehen. Das ging einfach nicht mehr. Auf zur U-Bahn, nach Hause und Homeoffice. Am Weg dorthin dann ein älterer unfreundlicher Knilch mit einem Hund. Schon aus der Ferne starrt er mich kopfschüttelnd an und je näher er mir kommt, hör ich auch seine leise gemurmelten Worte. “So blad, des gibts ja net. Oida, sowas gibts ja net”. Ich hab mich umgedreht, bin einige Meter mit ihm zurück und forderte ihn auf, sich zu entschuldigen. Er hat weiter und immer lauter geschimpft. Unglaublich. Manchmal fühle ich mich so stark und lass die verachtenden Blicke der Passanten an mir runterfallen. Heute hat es richtig weh getan. So richtig weh.

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Am Weg heim bin ich einfach nur traurig. Das ich grad 3 Stöcke nicht schaffe, dass mich Passanten anpöbeln. Und das beste kommt noch: Daheim in Liesing angekommen geht der Lift in meine Wohnung auch nicht. Also nun doch 3 Stöcke per pedes gegangen. Langsam, aber geschafft. 2 Stunden später bin ich dann nochmal übermütig geworden. Toll motiviert, mehr Bewegung, raus mit mir! Also nochmal anziehen und zur Bücherei ein Buch zurückbringen. Mit dem Risiko, die 3 Stockwerke nochmal hinaufgehen zu müssen. Hinunter gehe ich sie auf alle Fälle mal. Am Weg dann 3 Mütter mit ihren kleinen Kindern. Im vorbeigehen sagt dann ein etwa 3-4 jähriges Mädchen: “Uh, der Mann ist aber dick”. Ich gehe weiter, diesmal finde ich es aber lustig, bei Kids verstehe ich das, die sagen einfach was sie denken. Auch gut so. Ich gehe weiter, dreh mich nicht mehr um aber rufe laut:”Sogar sehr dick”. Beim Heimgehen mache ich noch mal eine Extrarunde von 1000 Schritten und bin dann aber doch froh, dass der Lift doch wieder funktioniert daheim.

Gestern Montag war schon ein spezieller Tag. Nach langer Pause über die Feiertage hatte ich mittags sowohl eine Sitzung bei der Psychotherapeutin und gleich danach das Gesundheitscoaching bei der Wiener Gebietskrankenkasse. Meinen beiden Gegenüber bin ich gestern mit schlechtem Gewissen gegenüber getreten, denn in der langen Pause hatte ich hohe Ziele gehabt und eigentlich durch all meine Rückschläge weit verfehlt. Aber wichtig ist nun, zu sich selber und auch zu Therapeutin und Coachin ehrlich zu sein. So kam mir gestern nur Positives entgegen: Unterstützung und Motivation. Genau, was ich brauchen kann.

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Womit ich wohl auch in den nächsten Wochen Probleme haben werde, ist dieser Entlastungstag. Also einen Tag in der Woche nur Suppe oder Tee, um der (Fett-)Leber eine Chance zur Regeneration zu geben. Seltsam – gerade wo ich doch auch locker diese Nullet-Tage bei 2in1 geschafft habe.

Nach den beiden Sitzungen hatte ich wieder dieses Verlangen nach Belohnung. Denn irgendwie hatte ich Angst gehabt bzw war auch die Tage davor wieder sehr “brav”. Im Büro zurück hatte ich unbändigen Hunger und irgendwie war mir gestern extrem nach “Cordon Bleu mit Bier” – ersteres groß von zweiterem mehrere! Also habe ich trotz Motivation und Ansporn bei den beiden Sitzungen dieses Gespenst in meinem Kopf. Ein Duell quasi zwischen Wieden Bräu (ein Braugasthof nahe meinem Büro) oder AquaGym. Eigentlich hat nach einer kurzen Patt-Situation schon das Genussprogramm gewonnen, als ich das per WhatsApp einer Bekannten mitteilte. Sie schrieb mir dann folgende Zeilen:

“Morgen ärgerst du dich, oder schon danach…du fühlst dich dann voll matschig, ärgerst dich einen umfaller gehabt zu haben….
Aquagym…du hast wieder ein paar Schritte mehr auf deiner Uhr, triffst Gleichgesinnte die den Weg auch auf sich genommen haben, kannst Dich vielleicht austauschen
Gehst mit dem Gefühl heim, etwas für Dich und Deine Gesundheit getan zu haben
kannst dir eine Bunte Gemüsepfanne machen oder die andere Fragen, was bei Ihnen noch auf den Teller kommt”

Im ersten Moment spürte ich eine innerliche Abwehr, wollte die Kommunikation abbrechen, merkte wieder wie Beratungsresistent ich bin. Irgendwie hab ich dann aber doch den Schweinehund besiegt und bin zur Wassergymnastik.

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Wie immer bin ich schon 20 min vorher zum Schwimmen dort gewesen (siehe Bild linkes Sportbecken), und nach den 60 min AquaGym (im rechten Warmwasserbecken) nachher noch mal links im kühlen Becken 10 min Schwimmen. Daheim nur noch 2 große Tee und ein Teller weisse, abgespülte Bohnen. Gut war es. Die Waage heute morgen hat es Belohnt. Und wieder ein bisserl Stolz auf mich selber und dankbar für die Unterstützung und Motivation, die ich von FreundInnen immer wieder bekomme.

 

Ich befinde mich ja seit Herbst 2017 im Gesundheitsprogramm IGM der Wiener Gebietskrankenkasse. Neben einem professionellem Coaching – also regelmäßigen Terminen – nehme ich auch eine Psychotherapie in Anspruch.

Beim letzten Termin Anfang Dezember wurde im Coaching ein 5-Wochenplan vereinbart. Leider hab ich durch ein paar persönliche Krisen wieder mal alles hingehauen und über die Feiertage – wie es halt so oft passiert – den Plan links liegen lassen. Weihnachtskeks statt Muskeltraining, 5000 Kalorien statt 6500 Schritte täglich, Bier, Wein und Spirituosen statt Tee, Wasser und Kaffee. Bäääääh

Dann waren sie wieder da, die Neujahrsvorsätze. Die erste Woche bin ich eher locker und entspannt angegangen, es gilt, sich nicht zu viel Druck zu machen. Und gestern, am 8.Jänner habe ich dann wieder den Schritt, also Tag 1, des Gesundheitsprogrammes absolviert. Die Tage davor auch schon höchst brav gelebt, aber das Programm startet immer Montags.

Hab mit 2 Broten zum Frühstück, 2 Wurstsemmeln als späte jause und 2 kleine Pizzaschnitten am Nachmittag nicht besonders gesund, jedoch im Rahmen der geplanten Kalorien gelebt. Schritte waren es auch ausreichend und am Abend nach 100 min im Wasser (AquaGym und Schwimmen) daheim nur noch ein paar Stück frische Ananas zum Tee. Passt. Und die Waage heute morgen, sowie der Blutdruck sagen Danke.